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Twitter-Übernahme: Promis wie Jan Böhmermann flüchten vor Elon Musk

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Elon Musk kündigt täglich Änderungen bei Twitter an. Viele User suchen daher eine Alternative – Promis wie Jan Böhmermann empfehlen nun Mastodon.

Kassel – Während Twitter-Chef Elon Musk seit der Übernahme des Netzwerks täglich Änderungen und Neuerungen bekannt gibt, suchen inzwischen viele Nutzer:innen eine Alternative. Die bisher einzige Alternative, die Twitter zwar ähnelt, aber sich in entscheidenden Aspekten unterscheidet, ist Mastodon – Promis wie Jan Böhmermann und El Hotzo empfehlen nun diesen Dienst.

Jan Böhmermann
Jan Böhmermann empfiehlt die Twitter-Alternative Mastodon. © Rolf Vennenbernd/dpa

Tröten anstatt Zwitschern: Böhmermann trommelt auf Twitter für Mastodon

Mastodon ist ein Kurznachrichtendienst wie Twitter. Der wesentliche Unterschied zu Twitter: Mastodon, ein dezentrales Netzwerk mit einem Elefanten im Logo, ist werbefrei und auf Spenden angewiesen. Bei Mastodon gibt es zudem keine Tweets, sondern Toots (auf Deutsch „Tröts“). Wer Beiträge weiterleiten will, der kann dies auch bei Mastodon tun – nur wird hier nicht mehr retweetet, sondern geboostet. Der Inhalt eines Toots oder Boots kann Text, Bild oder Video sein, also alles wie bei Twitter. Aber: Anstatt 280 Zeichen wie bei Twitter, kann man bei Mastodon 500 Zeichen in einem Beitrag unterbringen.

Es ist die Zukunft! Kommt alle! Es ist free und funktioniert wie Twitter! Ich bin auch da.

Jan Böhmermann trommelt auf Twitter für Mastodon.

In Deutschland trommelt zurzeit ZDF-Moderator Jan Böhmermann wohl mit Abstand am lautesten für das dezentrale Netzwerk Mastodon. So hat er bei Twitter nicht nur seinen Namen um seine Mastodon-Adresse ergänzt, sondern auch mehrfach dazu aufgerufen, ihm dort zu folgen.

Böhmermann bei Twitter2,7 Millionen Follower
Böhmermann bei Mastodon66.600 Follower

Mastodon als Twitter-Alternative: Start deutlich komplizierter als bei Twitter

Mastodon ist anfänglich jedoch deutlich komplizierter ist als Twitter: Wer neu ist bei Mastodon, der muss sich zunächst nicht nur einen Namen und ein Passwort überlegen sowie seine Mail-Adresse angeben, sondern auch den Server auswählen, bei dem er oder sie in Zukunft beheimatet ist. Mastodon besteht nämlich aus einem dezentralen Netzwerk von Servern, rund 3800 sind es Anfang November, diese Server heißen Instanzen. Jede Instanz hat eigene Regeln, Moderatoren und inhaltlichen Schwerpunkte: Es gibt welche, auf denen Musik-Themen oder Technik-Trends besprochen werden. Andere setzten regionale Schwerpunkte. (cas)

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