St. Lucia

Masern-Schiff in der Karibik hat Hafen verlassen

Das unter Quarantäne gestellte Kreuzfahrtschiff „Freewinds“ ist wieder unterwegs.

Das wegen eines Masernausbruchs an Bord in der Karibik unter Quarantäne gestellte Kreuzfahrtschiff „Freewinds“ ist wieder unterwegs. Das Schiff mit rund 300 Menschen an Bord habe den Hafen auf der Insel St. Lucia in der Nacht zum Freitag verlassen, berichtete die örtliche Nachrichtenseite „St. Lucia Times“ unter Berufung auf eine Ärztin. Informationen der Seite „Marinetraffic.com“ bestätigten das Ablegen des Schiffes. Es blieb zunächst unklar, welchen Hafen das Schiff nun ansteuert. 

Die Ärztin Merlene Fredericks James hatte bestätigt, dass ein weibliches Besatzungsmitglied an Masern erkrankte und auf dem Schiff isoliert behandelt wird. Ein Mitarbeiter der Küstenwache von St. Lucia hatte dem US-Sender NBC gesagt, dass es sich um die „Freewinds“ handele, ein US-Schiff, das der Sekte Scientology gehört. Diese gibt zwar offiziell auf ihrer Webseite keine Empfehlung an ihre Mitglieder, sich nicht impfen zu lassen. Allerdings berichten viele Aussteiger von einer verbreiteten medizinkritischen Haltung innerhalb der Gruppe. 

In den USA waren die Masern im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt worden, doch die Krankheit erlebt - auch wegen vieler Impfverweigerer - eine Rückkehr. Aktuell gibt es laut US-Gesundheitsbehörde CDC in den Vereinigten Staaten mehr als 700 bestätigte Fälle, ein Negativ-Rekord in den vergangenen 25 Jahren. (dpa)

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