Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Mars-Rover „Curiosity“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa erforscht den roten Planeten.
+
Der Mars-Rover „Curiosity“ der US-Raumfahrtorganisation Nasa erforscht den roten Planeten.

Weltraumforschung

Mars-Mission: Nasa-Rover macht unerwarteten Fund

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Ein Nasa-Experiment auf dem Mars findet zwar keinen direkten Hinweis auf Leben, könnte jedoch dafür sorgen, dass in Zukunft andernorts Leben gefunden wird.

Washington D.C. – Seit neun Jahren befindet sich der Nasa-Rover „Curiosity“ auf dem Mars und sucht dort unter anderem nach Spuren von früherem Leben. Gelandet ist der Rover im Sommer 2012 im „Gale“-Krater auf dem roten Planeten. Seitdem untersucht „Curiosity“ den Mars, immer auf der Suche nach organischem Material oder anderen Hinweisen auf früheres Leben oder Wasser auf dem Planeten.

Nun sorgt eine Studie für Aufsehen, deren Experimente bereits 2017 auf dem Mars stattfanden. Damals hat „Curiosity“ in einer Region, die die US-Raumfahrtorganisation Nasa „Bagnold Dunes“ getauft hat, Bodenproben genommen und mithilfe der Bord-Instrumente untersucht. Die Daten, die „Curiosity“ anschließend zur Erde schickte, haben Forschende jahrelang untersucht – und ihre Erkenntnisse nun im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlicht.

Nasa-Rover „Curiosity“ findet organisches Material auf dem Mars

Für das Experiment hat „Curiosity“ ein Instrument namens SAM (Sample Analysis at Mars) genutzt. Das Instrument im Innern des Rovers ist eine Art Miniatur-Chemie-Labor, das unter anderem ein Massenspektrometer enthält. Zudem enthält SAM 74 „Becher“, die verwendet werden, um Bodenproben vom Mars zu analysieren. Die meisten Mars-Proben werden von SAM erhitzt, um sie anschließend zu studieren. In neun dieser Becher befindet sich jedoch eine Flüssigkeit, mit der die Proben aufgelöst werden können, um ihre Zusammensetzung besser untersuchen zu können. Im Dezember 2017 wurde ein sogenanntes Nasschemie-Experiment auf dem Mars durchgeführt, um herauszufinden, ob diese Technologie auch jenseits der Erde funktioniert.

Und tatsächlich: Nachdem die Forschenden um Hauptautorin Maëva Millan von der Georgetown University in Washington D.C. die Daten des Mars-Experiments mehrere Jahre lang ausgewertet haben, kommen sie in ihrer Studie zu einem guten Ergebnis: Zwar wurden keine konkreten Hinweise auf Leben auf dem Mars entdeckt, doch das Experiment hat in den Bodenproben Hinweise auf organische Moleküle gefunden, die mit den anderen Analysemöglichkeiten des Rovers nicht hätten festgestellt werden können. „Wir haben bewiesen, dass diese Experimente funktionieren können“, erklärt Millan gegenüber dem New Scientist.

Nasa-Experiment auf dem Mars: Rover „Curiosity“ bestätigt neue Technik

In Zukunft könnte der Nasa-Rover „Curiosity“ die Experimente in anderen Regionen des Mars erneut durchführen. Millan erklärt: „Das bedeutet, wir können die gleichen Experimente mit anderen Mineralien wie Lehm und Sulfaten machen, die organische Moleküle besser erhalten können.“ Auch der Nasa-Rover „Perseverance“ sucht auf dem Mars nach Spuren von Leben. Doch er hat keine Möglichkeit, Nasschemie zu betreiben. Stattdessen sammelt er unter anderem Bodenproben, die von einer späteren Mission zurück zur Erde gebracht werden sollen – wo das Mars-Gestein dann ausführlich untersucht werden soll. Außerdem hat „Perseverance“ auf dem Mars erst kürzlich eine „Schlüssel-Beobachtung“ gemacht.

Die wichtigsten Nachrichten rund um Astronomie und Raumfahrt erhalten Sie mit unserem kostenlosen Newsletter direkt in Ihr Postfach.

Die Nasschemie-Technik, die auf dem Mars erfolgreich erprobt wurde, soll künftig auch bei anderen Missionen ins Sonnensystem zum Einsatz kommen: Sie wird an Bord des europäischen Rovers „Rosalind Franklin“ sein, der 2022 zum Mars aufbrechen soll. Und auch die Nasa-Mission „Dragonfly“, die 2036 den Saturn-Mond Titan erforschen soll, wird die Technologie dabeihaben. „Jetzt wissen wir, dass wir sie auf anderen Planeten zum Laufen bringen können“, freut sich Millan. (tab)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare