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Tödliches Marburg-Virus in Westafrika ausgebrochen

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Von: Tim Vincent Dicke

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Marburg-Virus
Elektronenmikroskopische Aufnahme des Marburg-Virus. © Bernhard-Nocht-Institut/dpa

In Westafrika wird erstmals eine Infektion mit dem Marburg-Virus festgestellt. Der Erreger gilt als lebensgefährlich und hochansteckend.

Conakry – Im westafrikanischen Staat Guinea haben die Behörden einen Ausbruch des tödlichen Marburg-Fiebers bekannt gegeben. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Montagabend (09.08.2021) mitteilte, handelt es sich um den bisher ersten Fall überhaupt in Westafrika.

Weniger als zwei Monate nach dem Ende eines Ebola-Ausbruchs in dem Staat wurde das hochansteckende Fieber im Süden Guineas in der Präfektur Guéckedou bei einem mittlerweile gestorbenen Patienten entdeckt. Erste Untersuchungen vor Ort wurden vom Institut Pasteur in Senegals Hauptstadt Dakar bestätigt. Die Suche nach Kontaktpersonen des Patienten ist eingeleitet. Erschwert wird das Eindämmen des Ausbruchs durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus.

Ausbruch in Westafrika: Marburg-Virus mit Ebola verwandt

Das Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebolavirus. Ähnlich wie eine Ebola-Infektion führt das durch Fledermäuse übertragene Marburg-Fieber meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen. Es gilt als hochansteckend und wird auf andere Menschen vor allem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Aktuell sind keine antiviralen Medikamente oder Impfungen gegen das Marburg-Virus zugelassen, so die WHO in einer Erklärung. (tvd/dpa/AFP)

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