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Mann tötet Vater und rast in Radlergruppe: Polizei nennt neue Details

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Von: Fee Halberstadt

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Einem Mann werden zwei gravierende Straftaten vorgeworfen. Die Polizei veröffentlicht nun neue Erkenntnisse zu dem tödlichen Zusammenstoß mit Radfahrenden.

Update vom Montag, 13. Juni, 12.30 Uhr: Der Mann, der in Mannheim vier Radfahrende gerammt und dabei eine Frau getötet hat, ist scheinbar absichtlich in die Gruppe gefahren. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Der Mann soll am Sonntagabend in Rheinland-Pfalz zunächst seinen Vater umgebracht haben und anschließend im Auto seiner Mutter in Richtung Mannheim gefahren sein. Dort steuerte er in die Gruppe von Radelnden. Eine 71-jährige Frau erlag ihren tödlichen Verletzungen. Die drei anderen Radfahrer kamen mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser, einer sei inzwischen entlassen worden.

Tragödie in Mannheim: Mann tötet erst Vater und rast anschließend in Radlergruppe

Erstmeldung vom Montag, 13. Juni, 10.00 Uhr: Mannheim – Ein Mann soll seinen Vater getötet und auf der Flucht vier Fahrradfahrer in Mannheim mit einem Auto angefahren haben. Bei dem Unfall wird eine 71-jährige Radfahrerin tödlich verletzt, während die drei anderen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser kamen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagabend (12. Juni) mitteilten.

Ein Mann bringt zunächst seinen Vater um und rast anschließend auf der Flucht in Mannheim in eine Radlergruppe.
Ein Mann bringt zunächst seinen Vater um und rast anschließend auf der Flucht in Mannheim in eine Radlergruppe. © Marvin Riess / Imago Images

Der inzwischen festgenommene 36-jährige Beschuldigte wird verdächtigt, am Sonntag (12. Juni) kurz nach 18 Uhr seinen 69 Jahre alten Vater in Ellerstadt in Rheinland-Pfalz getötet zu haben. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Nach der Tat flüchtete der mutmaßliche Täter laut vorläufigen Ermittlungen noch vor Eintreffen der Polizei per Auto. Im baden-württembergischen Mannheim sei der Wagen dann mit den vier Radfahrenden kollidiert. Der 36-Jährige sei daraufhin zu Fuß geflüchtet und dann in den angrenzenden Rhein gesprungen.

Mannheim: Mann fährt in Radlergruppe – Frau stirbt an tödlichen Verletzungen

„Durch Polizeikräfte konnte der Mann, welcher sich vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, schließlich festgenommen werden“, berichteten die Ermittler. Ein Polizeisprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am späten Abend, es gebe bislang keine Erkenntnisse dazu, dass die Taten politisch motiviert sein könnten. Offen blieb zunächst, ob der Tatverdächtige vorher schon polizeibekannt gewesen war.

Auch die genauen Umstände der Festnahme am Rhein waren Stunden später noch ungeklärt. Bei der Verfolgungsjagd kamen, den Ermittlern zufolge, ein Hubschrauber und ein Boot der Wasserschutzpolizei zum Einsatz. Der Unfallort an der Mannheimer Rhenaniastraße war am Sonntagabend (12. Juni) weiträumig abgesperrt. (fh/dpa)

Wenige Tage zuvor fuhr ein 29-Jähriger in Berlin mit einem Auto in eine Menschenmenge. Eine Frau aus Nordhessen kam dabei ums Leben.

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