„First Dogs“

US-Wahl: „Major“ und „Champ“ - Mit zwei Hunden belebt Joe Biden eine alte Tradition wieder

  • vonMirko Schmid
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Seit mehr als hundert Jahren brachte jeder Präsident ein Haustier mit ins Weiße Haus - Donald Trump brach die Tradition. Joe Biden bringt wieder Tiere mit.

  • Donald Trump verzichtete darauf, Haustiere im Weißen Haus zu halten.
  • Joe Biden bringt seine Hunde „Champ“ und „Major“ mit ins Weiße Haus.
  • News zur Wahl 2020: Alle Hintergrundinformationen und Neuigkeiten rund um die Präsidentschaftswahlen in den USA.

USA - Als Donald Trump 2017 ins Weiße Haus einzog, brachte er zwar mit First Lady Melania Trump, Beraterin und Tochter Ivanka Trump, deren Mann Jared Kushner und seinem jüngsten Sohn Barron Trump viel Familie mit ins Weiße Haus - ein Haustier gehörte aber nicht dazu. Damit ist Trump laut Andrew Hager, Historiker im Presidential Pet Museum, der erste Präsident seit mehr als einhundert Jahren, der mit der Tradition brach, „First Pets“ ins Weiße Haus mitzunehmen.

Joe Biden wird die Tradition im kommenden Jahr wieder aufleben lassen. Er bringt mit „Major“ und „Champ“ gleich zwei Hunde mit in die Residenz im Herzen der Hauptstadt der USA.

Joe Bidens Hund „Champ“ zieht gemeinsam mit „Major“ ins Weiße Haus ein.

Donald Trump verzichtete auf Haustiere, Joe Biden bringt seine Hunde „Champ“ und „Major“ mit ins Weiße Haus

Champ“ kehrt nach vier Jahren zurück ins Weiße Haus. Der Schäferhund, den der damalige gewählte Vizepräsident Joe Biden 2008 als Welpen in die Familie geholt hatte, wirbelte schon während der Vizepräsidentschaft Bidens über das Grün vor dem Weißen Haus, inzwischen ist er stolze 12 Jahre alt. Den Namen gab ihm Joe Biden, da sein Vater in schwierigen Zeiten immer „steh auf, Champ!“ zu seinem Sohn gesagt haben soll.

2018 kam „Major“ dazu, den die Bidens 2018 von der Tierschutzorganisation Delaware Human Association adoptierten. Die gemeinnützige Organisation ernannte „Major“ nach Bidens Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2020 in einem Facebook-Post zum „gewählten First Dog“. Laut Angaben des „Delaware News Journal“ soll Joe Biden Vor „Champ“ und „Major“ schon mindestens drei weitere Schäferhunde gehabt haben. „Major“ ist nicht der erste adoptierte Hund, der ins Weiße Haus einzieht. Er folgt „Yuki“, dem Hund von Präsident Lyndon B. Johnson nach, dessen Tochter das Tier an einer Tankstelle in Texas gefunden hatte.

Donald Trump lehnte 2016 das Angebot ab, einen Hund zu adoptieren

Donald Trump lehnte es ab, einen Hund ins Weiße Haus einziehen zu lassen. 2016 hatte ihm Lois Pope, eine Philanthropin, die sich um die Belange von Veteranen und Tieren kümmert, angeboten, einen Goldendoodle-Welpen mit dem Namen „Patton“ aufzunehmen. Dies Geschah laut der „Washington Post“, da Donald Trump zuvor seine Bewunderung für George Patton, einen US-General während des Zweiten Weltkrieges, ausgedrückt hatte.

Haustiere im Weißen Haus haben seit den frühesten Tagen Tradition im Weißen Haus. Theodore Roosevelt besaß Dutzende von Tieren, darunter einen einbeinigen Hahn, Schlangen, Meerschweinchen, Känguru-Ratten und Pferde. Eine besondere Anekdote schrieb Waschbär „Rebecca“. Er wurde dem von 1923 bis 1929 regierenden Präsidenten Calvin Coolidge als lebendige Gabe zum Erntedankfest gebracht und sollte eigentlich verspeist werden. Im November 1926 „begnadigte“ der Präsident die Waschbär-Dame und adoptierte sie.

Das waren die „First Pets“ der letzten sieben Präsidenten

Donald TrumpKeine
Barack Obama Hunde Bo und Sunny
George W. BushHunde Barney, Spotty, Miss Beazley; Katze India
Bill ClintonHund Buddy, Katze Socks
George H. W. BushHunde Millie und Ranger
Ronald ReaganHunde Lucky, Rex, Victory, Peggy, Taca, Fuzzy
Jimmy CarterHunde Grits, Lewis Brown; Katze Misty Malarky Ying Yang; Hamster Sleepy

Die letzten Hunde im Weißen Haus waren „Bo“ und „Sunny“ Obama

Die letzten Hunde im Weißen Haus gehörten zur Familie Obama. Die Obamas entschieden sich 2008 für den hypoallergenen schwarz-weißen Portugiesischen Wasserhund „Bo“, da Tochter Malia unter einer Hundehaarallergie leidet. Im August bekam „Bo“ eine „kleine Schwester“: Die ebenfalls Portugiesische Wasserhündin „Sunny“. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © WIN MCNAMEE/afp

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