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Schüler werden von Polizisten in Santa Clarita in Sicherheit gebracht. Ein Schütze hatte an der High School das Feuer eröffnet und mindestens zwei Menschen getötet.

Schüsse an Schule

Schießerei an Schule in Kalifornien facht Debatte über schärfere Waffengesetze an 

Bei einer Schießerei an einer High School in Santa Clarita kommen zwei Schüler ums Leben. Jetzt verschärft sich die Debatte über schärfere Waffengesetze.

Update vom Freitag, 15.11.2019, 12.10 Uhr: Der Schusswaffenangriff in Santa Clarita hat die Debatte über schärfere US-Waffengesetze neu angefacht. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, warf den Republikanern von US-Präsident Donald Trump eine Blockadehaltung bei dem Thema vor. 

„Jeden Tag sind unsere Kinder und Gemeinden gezwungen, schreckliche Gewalttaten und Blutvergießen zu ertragen, während die Republikaner sich weiter einer bedeutenden, überparteilichen Lösung versperren“, sagte Pelosi.

Die Nachricht über die Gewalttat an einer Schule in Santa Clarita 65 Kilometer nördlich von Los Angeles platzte in Washington in eine Senatssitzung zur Verschärfung der Waffengesetze. „Wir sind mitschuldig, wenn wir nicht handeln“, mahnte der demokratische Senator Richard Blumenthal. Die kalifornische Senatorin Kamala Harris, die sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewirbt, sagte, sie sei „erschüttert“ und bete für Santa Clarita.

Auch im kalifornischen Fresno fielen Schüsse auf einer Gartenparty, in deren Folge vier Menschen starben und weitere sechs verletzt wurden.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Everytown for Gun Safety ereignet sich in den USA im Schnitt etwa einmal pro Woche ein Schusswaffenangriff in einer Schule. Nach einer Attacke im Februar 2018 an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im Bundesstaat Florida, bei dem ein 19-Jähriger 14 Menschen getötet hatte, formierte sich eine landesweite Protestbewegung aus Schülern. Ihre Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts scheiterten aber insbesondere an den Republikanern im Kongress.

Schüsse in Santa Clarita: Donald Trump spricht Angehörigen seine Anteilnahme aus

Update vom Freitag, 15.11.2019, 7:39 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule im kalifornischen Santa Clarita mit zwei Toten haben die Behörden mitgeteilt, dass in dem betroffenen Schulbezirk alle Schulen heute geschlossen bleiben. Das geschehe aus Respekt vor den Opfern und deren Familien. Außerdem müsse Schülern und Schulmitarbeitern ermöglicht werden, die Geschehnisse zu verarbeiten.

US-Präsident Donald Trump sprach den Angehörigen der Opfer seine Anteilnahme aus. „Wir beten für die schnelle Genesung der Verletzten“, schrieb er auf Twitter. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte Trump und die Republikaner erneut dazu auf, eine Abstimmung in der Kammer über schärfere Waffengesetze zuzulassen.

Schüsse an einer High School bei Los Angeles: Zwei Tote und mehrere Verletzte

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 21.58 Uhr: Ein Schütze hat an einer Schule im kalifornischen Santa Clarita das Feuer eröffnet und zwei Schüler erschossen. Bei den Toten handelte es sich um eine 16-Jährige und einen 14-Jährigen, teilte die Polizei in Santa Clarita nördlich von Los Angeles mit. 

Eine 14-jährige und eine 15-jährige Schülerin sowie ein 14-jähriger Schüler der Saugus High School seien verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze - der am Donnerstag 16 Jahre alt geworden sei und ebenfalls die Saugus High School besucht habe - habe sich danach selber mit der letzten Patrone in seiner Pistole in den Kopf geschossen. Er sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Los Angeles: Tote und mehrere Verletzte nach Schüssen in Santa Clarita

Captain Kent Wegener vom Sheriff-Büro des Distrikts Los Angeles sagte, der Schütze habe eine halbautomatische Pistole genutzt, in der nach der Bluttat keine Patronen mehr gewesen seien. Bei der Polizei sei um 7.38 Uhr (Ortszeit/16.38 Uhr MEZ) ein erster Notruf eingegangen. Zwei Minuten später seien Beamte an der Schule gewesen. Dort hätten sie sechs Verletzte mit Schusswunden vorgefunden, die alle Schüler an der Saugus High School seien.

Später habe sich herausgestellt, dass unter den sechs Verletzten der mutmaßliche Täter sei, sagte Wegener. Zwei der verletzten Opfer starben nach Angaben der Polizei später im Krankenhaus. Paul Delacourt von der Bundespolizei FBI sagte, es gebe derzeit keine Hinweise auf ein Motiv oder eine Ideologie hinter der Tat.

Los Angeles: Tote nach Schüssen in Schule in Santa Clarita

Erstmeldung vom Donnerstag, 14.11.2019, 19.20 Uhr: Los Angeles - Ein Schütze hat an einer High School im kalifornischen Santa Clarita das Feuer eröffnet und mindestens einen Menschen getötet. Das Henry-Mayo-Krankenhaus in Santa Clarita nördlich von Los Angeles teilte am Donnerstag auf Twitter mit, eine Patientin sei gestorben. 

Zwei weitere Patienten schwebten nach dem Vorfall in der Saugus High School in Lebensgefahr. Die örtliche Feuerwehr teilte mit, insgesamt seien sechs Patienten in Krankenhäuser gebracht worden. Der mutmaßliche Täter sei gefasst worden und werde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt, teilte das Büro des Sheriffs in Santa Clarita mit. 

Los Angeles: Eine Tote bei Schießerei

Weitere Einzelheiten zum Täter oder zu dessen Motiv waren zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte die Polizei nach dem mutmaßlichen Schützen gesucht. Anwohner in der Umgebung der Saugus High School waren aufgerufen worden, ihre Türen abzuschließen und in ihren Häusern zu bleiben. Vorübergehend waren als Vorsichtsmaßnahme andere Schulen in der Umgebung abgeriegelt worden. In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. 

So hatte etwa am 14. Februar 2018 an einer High School in Parkland (Florida) ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Der Schütze wurde festgenommen. Überlebende Schüler hatten nach dem Blutbad eine Protestaktion gegen Waffengewalt und für striktere Waffengesetze in den USA gestartet, die zu einer landesweiten Bewegung wurde. 

Schüsse an High School bei Los Angeles

In El Paso im US-Bundesstaat Texas ist derzeit ein Schütze wegen Mordes an 22 Menschen angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht dem 21-Jährigen die Todesstrafe. Der Texaner wird beschuldigt, Anfang August in einer Walmart-Filiale im texanischen El Paso an der Grenze zu Mexiko das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet zu haben. Ermittler behandeln die Bluttat als inländischen Terrorismus. Sie gehen davon aus, dass der Todesschütze bei seinem Angriff vor allem Mexikaner töten wollte. 

USA: Keine Aussicht auf schärfere Waffengesetze

Wenige Stunden nach dem Massaker richtete ein weiterer Schütze in Dayton (Ohio) ein Blutbad an. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere - vor allem, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.

Nach der Schießerei an der Konstablerwache in Frankfurt beginnt die Polizei mit ihren Ermittlungen. Die Hintergründe der spektakulären Tat sind noch völlig offen.

In den USA ist es zu einer Schießerei gekommen. Dabei sind mehrere Menschen gestorben. Präsident Donald Trump hat bereits reagiert.

afp/dpa

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