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Lorenz Caffier (CDU) war von 2006 bis zu seinem Rücktritt im November 2020 Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern.
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Lorenz Caffier (CDU) war von 2006 bis zu seinem Rücktritt im November 2020 Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern.

Ehemaliger Innenminister

Rücktritt nach Waffenaffäre: CDU-Politiker Caffier muss hohe Strafe zahlen

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Gegen den zurückgetretenen CDU-Innenminister Lorenz Caffier wurde ein Strafbefehl erlassen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ex-Politiker Vorteilsnahme vor.

Güstrow/Schwerin – Weil er während seiner Amtszeit als Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern ohne Bezahlung eine Waffe, Munition sowie ein kostenloses Schießtraining bekommen haben soll, wurde gegen den CDU-Politiker Lorenz Caffier ein Strafbefehl in Höhe von 13.500 Euro erlassen. Die Einziehung der Waffe sei angeordnet worden, sagte der Direktor des zuständigen Gerichts, Andreas Millat.

Der Politiker, der ab dem Jahr 2006 Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern war, war im November 2020 von seinem Amt zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass er von einem Waffenhändler die Waffe im Wert von rund 800 Euro ohne Gegenleistung erhalten haben soll. Er hatte behauptet, die Waffe gekauft zu haben, einen Beleg dafür jedoch nicht geliefert. Die Staatsanwaltschaft Rostock wirft Caffier Vorteilsnahme in zwei Fällen vor.

Strafbefehl gegen Ex-Innenminister Caffier: Ermittlungen gegen Waffenhändler eingestellt

Die Ermittlungen gegen den Waffenhändler und Schießplatzbetreiber waren im Oktober dieses Jahres gegen eine Geldauflage von 3000 Euro eingestellt worden. Gegen den Mann, der nach Geheimdiensterkenntnissen schon 2017 Kontakte zur rechtsextremen Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ gehabt haben soll, war den Angaben zufolge wegen Vorteilsgewährung ermittelt worden. Auf dem Schießplatz des Waffenhändlers trainierten jahrelang Polizisten des Landes Mecklenburg-Vorpommern und anderer Bundesländer.

Bislang ist der Strafbefehl jedoch noch nicht rechtskräftig: Caffier hat nun zwei Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen. Caffier selbst sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass er sich zu dem Vorgang nicht äußern werde. Sein Rechtsanwalt teilte der dpa mit, dass bislang weder er noch Caffier den Strafbefehl erhalten hätten. „Dass dennoch entsprechende Meldungen über den Erlass eines solchen Strafbefehls – von wem auch immer – herausgegeben werden, ist befremdlich.“ (ska/dpa)

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