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  • Boris Halva
    VonBoris Halva
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Nah dran heißt nicht:ohne Distanz

Wer für eine Geschichte ganz nah rangeht, bekommt dafür mitunter einen Journalistenpreis. Oder wird von der Jury zumindest belobigt für den Mut und die Entschlossenheit, mit der man Einblicke ermöglicht habe in den Alltag auf einem Schiff der Seenotrettung oder die Machenschaften von Schleuserbanden. Die dänische Radiojournalistin Louise Fischer ist auch ganz nah rangegangen – aber nach Ansicht einiger ihrer Kolleginnen und Kollegen hat sie mit ihrer Swingerclub-Reportage, in deren Verlauf sie sich mit anderen Gästen lustvoll treiben und das Aufnahmegerät mitlaufen ließ, eine Linie überschritten. Man solle, wurde moniert, sich für eine investigative Recherche nur dann selbst einbringen, wenn es nicht anders geht.

Da ist was dran, aber: Abgesehen davon, dass eine Swingerclub-Reportage ungefähr so investigativ ist wie ein Rundgang durchs Hamburger Rotlichtviertel, geht es hier wohl eher um Befindlichkeiten. Zwar kann man Fischer vorwerfen, dass sie das zweifelhafte Marketing-Prinzip „Sex sells“ auf ihre journalistische Arbeit angewendet hat. Da aber niemand zu Schaden kam oder bloßgestellt wurde, bleibt ihr eigentlich nur zu wünschen, dass sie von jetzt an nicht immer bloß die Reporterin ist, die vor laufendem Mikro Sex hatte.

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