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PK im Überblick

Lauterbach und Wieler: „Impfstoff ist keine Wunderwaffe“ – Wie wirksam ist die Booster-Impfung?

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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  • Kim Hornickel
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Gesundheitsminister Karl Lauterbach stellt sich heute (16.12.2021) den Fragen der Presse. Er bemängelt die Versorgung mit Corona-Impfstoff – und steht selbst in der Kritik.

  • Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD*) stellt sich am Donnerstag (16.12.2021) den Fragen zur Corona-Lage* und dem Imfpstoff-Mangel.
  • Auf der Pressekonferenz um 15 Uhr mit Lauterbach und RKI-Chef Lothar Wieler soll auch die Kinderimpfung* zentrales Thema werden.
  • Lauterbach äußerte sich bereits zur Impfstoff-Knappheit von Biontech. Die Ergebnisse Pressekonferenz im Überblick.

Update von Donnerstag, 16.12.2021, 16.45 Uhr: Auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag (16.12.2021) haben Gesundheitsminister Karl Lauterbach, RKI-Chef Lother Wieler und der Direktor der Kinderklinik der Uni-Köln Jörg Dötsch über die aktuelle Corona-Lage gesprochen. Hauptthema war der Impfstoff-Mangel. Dieser war in den vergangenen Tagen nach der „Impfstoff-Inventur“ des Gesundheitsministers immer wieder angesprochen worden. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministers Lauterbach habe die EU-Kommission der Lieferung von 35 Millionen Dosen Modern zugestimmt und vorgezogen. Damit könnten noch vor Weihnachten 10 Millionen Impf-Dosen in Deutschland ankommen. Die restlichen 25 Millionen sollen dann im ersten Quartal 2022 folgen.

Für das zweite erste Quartal nächsten Jahres habe er eine große Tranche im Umfang von 80 Millionen Impfdosen reserviert von Biontech. Dies sei zum großen Teil schon an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff. Er hoffe, dass Deutschland „einen Teil“ der 80 Millionen Dosen schon im ersten Quartal bekommen könne. Dieser Kauf sei von größter Bedeutung, sagte Lauterbach.

Karl Lauterbach sieht Booster-Impfung als Werkzeug gegen Omikron-Variante

Lauterbach lobte während der Pressekonferenz immer wieder die „aggressive“ und schnelle Impfkampagne in Deutschland. Besonders die Booster-Impfung sei der sicherste Weg und das „Hauptwerkzeug“ zur Bekämpfung der Omikron-Variante. Dazu sei jedoch mehr Impfstoff nötig, als vorhanden sei. Um das Booster-Tempo weiter zu halten, müsse man ausreichend Impfstoff sicherstellen. Mit den bestellten Dosen sei dies der Fall.

Dötsch rief die Eltern dazu auf, ihre 12- bis 17-jährigen Kinder uneingeschränkt zu impfen. Eltern von 5- bis 11-Jährigen könnten ihre Kinder ohne Bedenken impfen. Wenn sie aber selbst zögerlich sind, sollten sie nicht gedrängt werden. Besonders wichtig sei die Impfung auch in dieser Altersgruppe aber für Kinder mit Vorerkrankungen.

Pressekonferenz mit Lauterbach und Wieler: Neue Details zum Impfstoff-Mangel und der Omikron-Variante

Den Live-Ticker zur Pressekonferenz mit Karl Lauterbach und Lothar Wieler können Sie im Folgenden nachlesen.

+++ 16.01 Uhr: Die Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach, RKI-Chef Wieler und dem Direktor der Kinderklinik der Uni-Köln, Jörg Dötsch ist nun offiziell beendet.

+++ 16.00 Uhr: Kinder unter fünf sollte man nicht impfen lassen, so Dötsch. Bei fünf bis 12-Jährigen wäre die Datenlage klarer. Dort könne man auch in gewissen Fällen ohne die Empfehlung der Stiko eine Impfung durchführen.

+++ 15:58 Uhr: Den Emix-Masken-Deals dürfe man nicht vergessen, der Fokus liege derzeit allerdings auf der Beschaffung von Impfstoff, sagt Lauterbach.

+++ 15.53 Uhr: Der ersten Januar-Wochen seien entscheidend. Mit der 35-Millionen-Dosen-Bestellung bei Moderna wolle man sicherstellen, dass bereits im Januar genug Impfstoff da ist, sagt der Gesundheitsminister. Noch im Dezember könnten 10 Millionen Dosen geliefert werden.

Gesundheitsminister Lauterbach über Omikron: Vierte Impfung mit spezifischem Impfstoff könnte kommen

+++ 15.50 Uhr: Nun geht es um eine vierte Corona-Impfung. Ob sie kommen wird, stünde noch nicht fest, erklärt Lauterbach. Gegen Omikron könne man bisher nur einen Schutz von 70 Prozent erreichen. Es könne sein, dass in Zukunft noch ein „Omikron-spezifischer“ Impfstoff nötig sein wird.

Karl Lauterbach (SPD) und Lother Wieler bei der Pressekonferenz.

+++ 15.45 Uhr: „Omikron wird so schnell kommen, dass wir uns an diese Bemühungen noch erinnern werden“, erklärt Lauterbach die hohen Bestellzahlen.

+++ 15.41 Uhr: Erneut geht es um die Impfstoff-Beschaffung. Bis März sollen 50 Millionen neue Dosen kommen. Aus Erfahrung könne Lauterbach sagen, dass es immer wieder zu Schwund und Verzögerungen bei der Auslieferung käme. Man wolle das „schnellste Booster-Tempo in Europa“ sichern, indem man ausreichen Impfstoff – lieber zu viel als zu wenig – bestellt.

+++ 15.39 Uhr: Aus Sicht eines Bundestagsabgeordneten sei Lauterbach für eine allgemeine Impfpflicht. Aus Sicht eine Gesundheitsminsiter müsse man genug Impfstoff besorgen, um überhaupt eine Impfpflicht einführen zu können.

Karl Lauterbach: Gesundheitsminister nennt Impfstoff-Details

+++ 15.37 Uhr: Die Schutzwirkung nach der Booster-Impfung läge laut aktueller Studienlage etwa bei 70 bis 80 Prozent, erklärt Gesundheitsminister Lauterbach. Über den Schutz vor schweren Verläufen könne man noch keine sicher Aussage treffen.

+++ 15.34 Uhr: Die schnelle Booster-Impfung sei die wichtigste Strategie zur Bekämpfung der Omikron-Variante, erklärt Lauterbach und bedankt sich bei den Impfzentren, die in den letzten Wochen großartige Arbeit geleistet haben. Grund für diese Strategie sei auch die große Bereitschaft zur Booster-Impfung innerhalb der Bevölkerung.

+++ 15.30 Uhr: Lauterbach wird erneut zur Impf-Bestellung gefragt. Man wolle aus mehreren Ländern Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller beschaffen, um sicherzugehen, dass genug Vakzine für Deutschland vorhanden sein werden, sagt der Gesundheitsminister.

+++ 15.27 Uhr: Man müsse mit Impfstoff-Schwund rechnen. Deswegen würde großzügiger bestellt werden. „Ich möchte, dass deutlich mehr Imfpstoff da ist, als nötig“, so Lauterbach.

+++ 15.25 Uhr: Die Impfstoff-Bestellung für nächste Woche sind schon eingegangen. Mehr als 8 Millionen Dosen seien schon da, sagt Lauterbach. Die Hälfte davon würde ausgeliefert werden. Für die letzten Wochen des Jahres stehen noch Reserven des Biontech-Impfstoffs zur Verfügung.

+++ 15.24 Uhr: Nun müssen sich die drei Experten den Fragen der Presse stellen.

PK mit Karl Lauterbach: Experte empfielt uneingeschränkt Impfung für Jugendliche

+++ 15.22 Uhr: Dötsch empfiehlt uneingeschränkt die Impfung für 12 bis 17-Jährige. Der Nutzen würde die Risiken in allen Belangen überwiegen. Kinder unter 12 mit Asthma sollten unbedingt geimpft werden. Kinder in Haushalten mit Risikopatienten sollten ebenfalls eine Impfung erhalten. Unsichere Eltern können bis zur nächsten Impfempfehlung der Stiko warten.

+++ 15.16 Uhr: Dötsch hat nun das Wort, es geht um die Kinderimpfung. Hinsichtlich Omikron gäbe es kaum Neuigkeiten. Die neue Mutation scheint bei Kindern allerdings nicht so aggressiv zu sein, wie zunächst angenommen. Die Infektionsdynamik in den Schulen würde sich aufgrund der Omikron-Variante vermutlich nicht verändern, solange die Corona-Maßnahmen strikt eingehalten werden.

+++ 15.13 Uhr: Wieler appelliert an die Bevölkerung, die Weihnachtstage im kleinen Kreis zu verbringen, um keine Infektionen zu riskieren. „Bitte das Netzwerk klein halten.“ Impfstoff sei „keine Wunderwaffe“, man müsse alle Corona-Maßnahmen einhalten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

+++ 15.12 Uhr: Der RKI-Chef erklärt, was zur Omikron-Variante bekannt ist. Man müsse mit einer hohen Zahl an Neuinfektionen rechnen, darunter auch zahlreiche schwere Verläufe.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD, r.), Lothar H. Wieler (m.), Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), und Jörg Dötsch (l.), Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln, äußern sich in der Bundespressekonferenz zur Corona-Impfung für Kinder und zur Lage der Impfstoffversorgung.

+++ 15.10 Uhr: Schärfere Corona-Regeln und Infektionsmaßnahmen seien nötig, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Die Impfkampagne müsse vorangetrieben werden, um die Immunität zu steigern. Erst- und Zweitimpfungen müssten priorisiert werden, dann kämen Booster-Impfungen.

+++ 15.08 Uhr: Nun spricht Wieler. „Schwere Wochen liegen vor uns.“ Die Fallzahen gehen zwar zurück, aber nur langsam. Der Rückgang sie in den Krankenhäusern noch nicht angekommen. Außerdem sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Omikron-Variante in Deutschland dominiert.

+++ 15.06 Uhr: Man stehe bereits in Kontakt mit Moderna, um weitere 35 Millionen Dosen Impfstoff zu besorgen. Moderna-Impfstoff sei einfacher zu bekommen, als der Wirkstoff von Biontech. Außerdem habe man bereits erste Zusagen bekommen, mehr Impfstoff ist auf dem Weg. Darunter auch Impfstoff, der schon an die Omikron-Variante angepasst ist.

+++ 15.03 Uhr: Die Booster-Impfung sei das wichtigste Mittel zur Entlastung des Gesundheitssystems, so Lauterbach. Im ersten Quartal des nächsten Jahres werden 50 Millionen Booster-Dosen und 20 Millionen Erst- und Zweitimpfungsdosen benötigt, um die Omikron-Variante zu bekämpfen.

+++ 15.01 Uhr: Zu Beginn der Konferenz geht es um die Omikron-Variante. Der Verdopplungszeitraum der Mutation liegt bei zwei bis drei Tagen. Der Gesundheitsminister betont die Wichtigkeit der Booster-Impfung. Dennoch sei die Situation „äußerste besorgniserregend“.

+++ 15.00 Uhr: Die Bundespressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat begonnen. Lauterbach hat das Wort.

Pressekonferenz mit Karl Lauterbach: Neue Details zum Mangel an Corona-Impfstoff und der Kinderimpfung

+++ 14.50 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die erste Bundespressekonferenz mit Karl Lauterbach als Gesundheitsminister. An seiner Seite sind der Präsident des RKI, Lothar Wieler und der Direktor der Kinderklinik der Uni-Köln, Jörg Dötsch. Die Kinderimpfung soll im Mitterlpunkt der Konferenz stehen. Auch zum Thema Impfstoff-Beschaffung könnte es neue Details geben.

+++ 14.00 Uhr: In einer Stunde beginnt die Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach, RKI-Chef Lothar Wieler und dem Direktor der Kinderklinik der Uni-Köln, Jörg Dötsch. Um 15 Uhr stellen sich die drei Experten den Fragen der Presse. Neben der allgemeinen pandemischen Lage wird es auch um die Beschaffung von mehr Corona-Impfstoff gehen sowie die Kinderimpfung.

Karl Lauterbach: „Mehr ist nicht da“ – Neue Details zum Impfstoff-Mangel

+++ 12.30 Uhr: Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegen die Vorwürfe der Union gewehrt, dass er mit falschen Zahlen bezüglich der Impfstoff-Bestände hantiere. „Ich wünschte, die Zahlen, die die Union vorträgt, wären richtig“, betonte er am Mittwochabend bei Markus Lanz* im ZDF*. Laut Angaben von Lauterbach sei bereits jetzt Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer knapp.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) steht zur Impfstoffversorgung und anderen Corona-Themen der Hauptstadtpresse Rede und Antwort.

„Wir können in der nächsten Woche 1,2 Millionen Dosen Biontech für ganz Deutschland ausliefern, in der Woche darauf 800.000 Dosen und dann noch einmal 1,2 Millionen Dosen“, so der Gesundheitsminister. Mehr Impfstoff von Biontech sei derzeit schlichtweg nicht vorhanden. Am Nachmittag will Lauterbach weitere Details dazu nennen (s. Erstmeldung).

Corona-Impfstoff-Mangel in Deutschland – Lauterbach nennt neue Details

+++ 11.30 Uhr: Während in Deutschland Impfstoff-Mangel herrscht und Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Nachmittag über die weiteren Schritte in der Pandemie informieren will, hat sich der Chef eines Totimpfstoff-Herstellers zur Impfkampagne geäußert. Dabei hat er vor allem einen dringenden Appell an Ungeimpfte gerichtet.

Corona: Lauterbach informiert über Impfstoff-Mangel - FDP stemmt sich gegen Impfpflicht

+++ 10.30 Uhr: Eine einrichtungsbezogene Impfpflicht* ist in Deutschland bereits beschlossen. Ab dem 15. März 2022 sind Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen zur Impfung verpflichtet. Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz* (SPD) sprach sich bereits mehrmals für eine allgemeine Impfpflicht aus und kündigte diese bereits für das Jahr 2022 an. Nun haben sich 20 Abgeordnete des Koalition-Partners FDP* gegen eine Verallgemeinerung der Corona-Impfpflicht gestellt. In einem unterschriebenen Papier* plädieren sie stattdessen dafür, das Impfangebot weiter zu intensivieren. Unter den Unterzeichnenden befindet sich auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat bereits auf den Impfstoff-Mangel hingewiesen. Am Donnerstagnachmittag (16.12.2021) wird er eine Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler geben. (Archivfoto)

Corona-Impfstoff: Lauterbach nennt Mangel-Details - PK mit RKI-Chef Wieler

Erstmeldung vom Donnerstag, 16.12.2021, 8.30 Uhr: Berlin – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat diese Woche eindringlich gewarnt, dass nicht genug Corona-Impfstoff* zur Verfügung stehe. Laut einem Bericht des Gesundheitsministeriums fehlen zurzeit 30 Millionen Dosen Impfstoff* für Booster-Impfungen. Auch bei den Erst- und Zweitimpfungen stockt der Nachschub. Wie konnte es dazu kommen? Wie soll die Impfstoffversorgung in Zukunft sichergestellt werden?

Den drängenden Fragen stellt sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Donnerstag (16.12.2021) um 15 Uhr bei einer Pressekonferenz. Bei dem ersten Auftritt Lauterbachs im neuen Amt sollen auch weitere Fragen rund um das Coronavirus und die anlaufende Kinder-Impfkampagne* beantwortet werden. Ebenso wie bisher sein Vorgänger Jens Spahn (CDU), wird Lauterbach gemeinsam mit dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, vor die Presse treten.

Karl Lauterbach: Corona-Impfstoff von Biontech knapp bemessen

Lauterbach sagte am Dienstag (14.12.2021), dass nach den bisherigen Beständen und Bestellungen Anfang kommenden Jahres zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Am Mittwoch (15.12.2021) teilte sein Ministerium die Bestellung von zusätzlich 92 Millionen Dosen für 2022 mit. Hierfür gab der Haushaltsausschuss im Bundestag 2,2 Milliarden Euro frei. Der Impfstoff-Nachschub soll aus Osteuropa kommen, so der Gesundheitsminister. Er kaufe teilweise nicht verimpfbares Serum aus diesen Ländern zurück.

Bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus sei der Biontech*-Impfstoff derzeit knapp bemessen, sagte Lauterbach. Innerhalb der nächsten drei Wochen könnten in Deutschland zwar Millionen Dosen Biontech ausgeliefert werden, das sei jedoch viel weniger als das, was Ärztinnen und Ärzte jede Woche anfragten, so Lauterbach am Mittwochabend (15.12.2021) im ZDF*.

„Wir schütten hier alles aus“, sagte Lauterbach in der ZDF-Sendung „Markus Lanz – Das Jahr 2021“*. Alle Impfstoffreserven würden zur Verfügung gestellt. „Denn die Kampagne muss ja laufen, so gut, wie sie kann.“

Corona-Impfstoff: Bestellung versäumt? Lauterbach kritisiert Mangel und wird attackiert

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung am Donnerstag ist der Mangel an Corona-Impfstoff auf verpasste Bestellungen zurückzuführen. Deutschland und die EU hatten eine Bestelloption über mehrere Millionen Dosen Biontech im Frühherbst verstreichen lassen. Mögliches Lieferdatum wäre dabei der Januar 2022 gewesen, so das Blatt. Weder der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn* (CDU*) noch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hätten auf zusätzlichen Impfstoff gedrängt.

Aus der CDU wurden zuletzt Stimmen laut, die Lauterbach kritisierten. Er beschwöre „Feuer“ herauf, um dann Feuerwehr zu spielen, so der Vorwurf. Der SPD-Politiker betonte, die Mitteilung über Impfstoffknappheit sei kein Vorwurf gegen Vorgänger Jens Spahn. Über das ganze Jahr hinweg sei auch genug Impfstoff vorhanden gewesen – aber nicht für eine sehr schnelle Booster-Kampagne.

Auch der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, kritisierte Lauterbachs Öffentlichkeitsarbeit. „Die einen bekommen Angst, dass sie nicht mehr geboostert werden können“, sagte Weigeldt der Funke-Mediengruppe. „Die anderen nehmen Abstand von der Impfung, weil sie das Gefühl haben, es bringt nichts, sich darum zu bemühen.“ Der Sozialverband VdK forderte außerdem, bei einem absehbaren Mangel an Impfstoffen jetzt schon Risikogruppen bei der Booster-Impfung vorzuziehen. (kh/aa mit dpa/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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