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Lisa Fitz hält eine Rede.
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„Ich bin keine Impfgegnerin, und keine Corona-Leugnerin“, schreibt Lisa Fitz als Reaktion auf Kritik an ihren Falschaussagen. (Archivfoto)

Kabarettistin beklagt „Schmutzkübelkampagne“

Lisa Fitz meldet sich zu Wort: „Keine Impfgegnerin“

  • VonMax Schäfer
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Lisa Fitz reagiert auf die Kritik an ihren Falschaussagen zu Corona-Impftoten mit einer Klarstellung. Dabei fällt sie jedoch in alte Argumentationsmuster zurück.

Stuttgart – Lisa Fitz hat auf die scharfe Kritik an ihren Falschaussagen zu Corona-Impftoten in der SWR-Comedy-Sendung Spätschicht reagiert und den Vorwurf zurückgewiesen, sie hänge Verschwörungen zur Corona-Pandemie an. „Ich bin keine Impfgegnerin, und keine Corona-Leugnerin“, erklärte die Kabarettistin am Mittwoch (22.12.2021) in einem Facebook-Beitrag. Sie sei auch keine Verschwörungstheoretikerin.

Lisa Fitz bedauere, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen zu haben. Im Facebook-Beitrag griff Fitz jedoch auf ihre alten Argumente zurück.

Nach Falschaussage zu Corona-Impftoten: Lisa Fitz bleibt bei alten Argumenten

Nach eigenen Angaben hatte sich Lisa Fitz bei ihrer Aussage zu den Impftoten auf einen Entschließungsantrag berufen, der im Europäischen Parlament eingebracht wurde. Allerdings habe sie es versäumt, die Zahl nicht explizit als Verdachtsfälle von Impftoten benannt zu haben, schreibt die Kabarettistin. „Das bedauere ich, aber das war es dann auch.“

Lisa Fitz erwähnt nicht, dass der betreffende Entschließungsantrag im Europäischen Parlament von einer einzelnen Abgeordneten, der rechtsextremen Virginie Joron vom Rassenblement National aus Frankreich, eingereicht worden war. Grundsätzlich können Abgeordnete in Entschließungsanträge hineinschreiben, was sie wollen, und müssen sich dabei nicht an Fakten orientieren. Es sind also keine wissenschaftlichen Quellen. In diesem Fall stützt sich Joron auf eine Webseite, auf der Privatleute vermeintliche Folgen der Corona-Impfungen melden, ohne dass eine wissenschaftliche Prüfung erfolgt, wie ein Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur vom 10. November 2021 zeigt.

Lisa Fitz beklagt sich über Kritik an Falschaussagen zu Impftoten: „Schmutzkübelkampagne“

Im Facebook-Beitrag beklagt Lisa Fitz außerdem eine „Unerbittlichkeit“, mit der von „Teilen der Presse“ versucht werde, Menschen zu „vernichten“. Die Kritik bezeichnet sie als „Schmutzkübelkampagne“. Das Ziel sei eine Skandalisierung, die „eine echte Debatte und Auseinandersetzung über die eigentlichen Themen verunmöglicht“, schreibt Fitz in ihrer Stellungnahme zur Kritik an ihren Falschaussagen zu Corona-Impftoten.

Der Südwestrundfunk hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Comedy- oder Satiresendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung von Fitz handle. Auch diese Entscheidung kommentiert Fitz und behauptet, es sei alles andere als ein Einzelfall und das Vorgehen habe Methode. Die Behauptungen bleiben in der Stellungnahme ohne Beispiele oder Belege.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) verwies auf dpa-Anfrage darauf, dass die gemeldeten Todesfälle nur Verdachtsfälle seien. Es sei nicht festgestellt worden, dass es einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung gebe. In der EU seien inzwischen schätzungsweise 600 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Angesichts dieser großen Zahl von Geimpften werde es immer wahrscheinlicher, dass Menschen, die sterben, auch geimpft waren. (Max Schäfer mit dpa)

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