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Mirco Nontschew: Kollegin gibt tiefen Einblick - „Glaube nicht, dass er da wirklich glücklich war“

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Von: Maximilian Kettenbach

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Mirco Nontschew auf einer Filmpremiere in Berlin.
Die Unterhaltungs-Branche trauert um Mirco Nontschew, der im Alter von 52 Jahren verstorben ist (Archivbild). © Raimund Müller/imago-images

Die Comedy-Welt steht nach dem Tod von Mirco Nontschew still. Nach Spekulationen über die Obduktionsergebnisse wendet sich nun die Familie über ihren Manager an die Öffentlichkeit.

Update vom 13. Dezember, 10.35 Uhr: Der überraschende Tod von Comedian Mirco Nontschew lässt die Fernsehbranche weiterhin in Trauer zurück. In der RTL-Sendung „Explosiv - Weekend“ am Wochenende erinnert sich Nontschews langjährige Weggefährtin Tanja Schumann an das Leben des Comedians. Der Star aus „RTL Samstag Nacht“ habe das Rampenlicht immer eher gemieden und sogar darüber nachgedacht, Deutschland zu verlassen. „Er hat auch mal damit gespielt, nach Amerika zu gehen, um da wieder mehr in der Anonymität leben zu können“, erinnert sich die 59-Jährige.

Es sind durchaus auch wehmütige Töne, die Schumann dabei anschlägt. Gerade mit Blick auf die letzte Zeit im Leben von Nontschew. „Ich glaube nicht, dass er jemand war, der fürs Alleinsein geschaffen war. Und wenn ich jetzt höre, dass er zum Schluss allein gelebt hat, glaube ich nicht, dass er da wirklich glücklich war, mit diesem Zustand“, so die 59-Jährige.

Denn für Nontschew sei immer die Familie das Wichtigste in seinem Leben gewesen, wie auch Schauspielerin Janine Kunze bestätigt. „Das war für ihn das Ein und Alles. Die Familie war sein Anker“, erinnert sich die 47-Jährige.

Nach Tod von Mirco Nontschew: Jetzt wendet sich seine Familie über den Manager an die Öffentlichkeit

Update vom 11. Dezember, 18.12 Uhr: In der RTL-Sendung „Exclusiv – Weekend“ äußert sich auch Fernsehproduzent Otto Steiner. Er arbeitete zuletzt mit Mirco Nontschew, erzählt in der Sendung von einer WhatsApp-Nachricht, die leider nie mehr beantwortet wurde. Und sagt traurig: „Er war für mich der deutsche Mr. Bean.“

In der Sendung wendet sich auch die Familie über Manager Bertram Riedel an die Öffentlichkeit. Im TV wird das Zitat eingeblendet: „Im Namen der Familie möchte ich mich für die große Anteilnahme bedanken. Auch wenn im Moment die Trauer um Mirco alles überschattet, sind die vielen, lieben Worte von seinen Freunden und Wegbegleitern ein echter Trost. Mirco ist mit 52 Jahren viel zu früh gestorben. Die Familie bittet darum, ihre Privatsphäre zu respektieren und keine weiteren Spekulationen über die Umstände seines Todes anzustellen. Mirco Nontschew ist eines natürlichen Todes gestorben.“

Kollegen äußern sich im TV zu Mirco Nontschew

Update vom 11. Dezember, 16.33 Uhr: Weitere Kollegen des beliebten Komikers Mirco Nontschew nehmen Abschied. Janine Kunze (47) und Tanja Schumann (59) sprechen im Interview mit RTL-„Exclusiv“ über ihre Erinnerungen an den 52-Jährigen. Sie sind sich einig, dass Mirco ein sehr bescheidener Mann gewesen ist, der sich nie in das Rampenlicht drängen wollte. Schumann erzählte gegenüber dem Sender: „Mirco hat bescheiden gewirkt und uneitel. Er war ein Lieblingskollege, weil er so uneitel war und sich nicht in den Vordergrund gedrängt hat“.

Auch Janine Kunze bestätigte diesen Eindruck des Komikers: „Dieser Rummel um seine Person, ich glaube, das war ihm manchmal gar nicht so recht. Mirco war eher ein Bescheidener, Ruhiger. Er war kein Selbstdarsteller, der immer im Mittelpunkt stehen will“.

Mirco Nontschew tot in der Wohnung aufgefunden

Ursprungsmeldung vom 11. Dezember 2021:
München/Berlin - Die Obduktion sollte Klarheit bringen, doch sie stiftet neue Verwirrung um die Todesursache von Komiker Mirco Nontschew*. Der Comedian war am Freitag tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden worden. Angehörige hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie den 52-Jährigen tagelang nicht erreicht hatten.

Die Feuerwehr brach dann offenbar die Tür auf und fand die Leiche. So berichtet es unter anderem die Bildzeitung. Hinweise auf Suizid oder Fremdeinwirkung gibt es laut Polizei keine, über eine Krankheit Nontschews ist auch nichts bekannt.

Mirco Nontschew: Todesursache nach Obduktion bekannt? Noch am Abend folgte überraschende Wende

Als am späten Freitagnachmittag die Boulevardzeitung dann über eine Aussage des langjährigen Nontschew-Freundes und Managers Bertram Riedel berichtete, schien endlich Licht ins Dunkel zu kommen. Der erklärte, dass die Obduktion abgeschlossen sei. „Er ist eines natürlichen Todes verstorben. Das ist der Grund für seinen viel zu frühen Tod.“ Riedel spricht seit dem Tod für die Hinterbliebenen des TV-Stars.

Auf die Bild-Nachfrage, ob der Komiker an den Folgen einer Erkrankung oder einem Herzinfarkt gestorben sei, wollte sich Riedel nicht äußern. „Uns ist wichtig, dass damit die Spekulationen in den vergangenen Tagen rund um den Tod von Mirko Nontschew aufhören und die Familie in Ruhe trauern kann.“ Demnach kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden.

Nur wenig später allerdings die Wendung: „Das Todesermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Behördensprecher Martin Steltner am Freitag auf dpa-Anfrage. „Wir können uns derzeit dazu nicht weiter äußern.“ Also doch kein Obduktionsergebnis? Bis endgültig Klarheit herrscht, dauert es wohl noch.

Mirco Nontschew gestorben: Todesursache nach Obduktion bekannt? Kollegen in Trauer

Andere Comediens zeigen Trauer und Schmerz über den Tod Nontschews nun öffentlich. Seine „LOL“-Kollegen schrieben in einer Traueranzeige in der SZ: „Danke lieber Mirco, Du warst ein großes Geschenk!“ Otto Waalkes reagierte fassungslos: „Die traurige Nachricht konnte ich erst gar nicht glauben“, schrieb der 73-Jährige der Bunten. „Mirco war doch erst 52 Jahre alt. Er war athletisch, durchtrainiert, wirkte topfit.“

Seine Fans können Mirco Nontschew voraussichtlich im Frühjahr 2022 in der dritten Staffel der Amazon-Serie „LOL - Last one laughing“ nochmal sehen. Die Dreharbeiten wurden kurz vor seinem Tod abgeschlossen. (mke) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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