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Mark Hollis hatte mit „Talk Talk“ nicht nur Hits, sondern auch großen Einfluss auf andere Musiker.

Ex-Kollege: „Er war einer der Großen“

Mark Hollis: 80er-Musiklegende gestorben - Sein Manager deutet Todesursache an

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  • Armin T. Linder
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Mehrere seiner Hits sind heute noch auf den Tanzflächen der Welt zu hören. Jetzt ist Achtziger-Musiklegende Mark Hollis gestorben. Sein Manager deutet die Todesursache an.

Das Lied „Mark Hollis lebt!“ hatte Rocko Schamoni (52, Studio Braun) schon länger als Hommage für einen Pop-Helden seiner Jugend in der Schublade. Nun ist der fingerschnippende Softpop-Song zum vermutlich ersten musikalischen Nachruf auf den am Montag gestorbenen Frontmann der 80er-Jahre-Band Talk Talk („Such A Shame“) geworden. „Jetzt bin ich zu spät dran. Wie schade...“, bedauerte der Sänger, Entertainer, Autor und Schauspieler Schamoni anlässlich der Youtube-Veröffentlichung. Am Ende des Videos ist auf schwarzem Untergrund zu lesen: „RiP: Mark Hollis 1955-2019“.

Die Musikwelt trauert derzeit auch um einen nordamerikanischen Sänger, der in seiner Region als „legendär“ bezeichnet wurde. Ebenso traurig ist die Todesnachricht von Scott Walker. Der Sänger und Musiker war vor allem in den 60er Jahren mit seinen Hits berühmt.

Im April 2019 starb auch ein Star-Komponist. Seine Film-Musik kennt wirklich jeder. Er schrieb ein musikalisches Meisterwerk für einen Film, der sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. 

Mark Hollis ist tot - Manager deutet Todesursache an

Update vom 26. Februar 2019, 12.02 Uhr: Lange gab es keine offizielle Bestätigung für den Tod von Mark Hollis. Nun bestätigte dessen langjähriger Manager Keith Aspden den Tod des „Talk Talk“-Sängers auf Facebook. Dabei deutet er auch die Todesursache an. In der Mitteilung heißt es, der Musiker sei nach „kurzer Krankheit“ verstorben. Um welche Krankheit es sich handelt, erklärt der Manager nicht. Im Gespräch mit der BBC präzisierte er: „Mark starb nach einer kurzen Krankheit, von der er sich nie erholt hat.“

„Ich versuche immer noch, das zu akzeptieren, aber leider ist es wahr“, so Aspden gegenüber der Deutschen Presseagentur. Hollis sei sich „als Mensch stets treu geblieben“.

„Wir werden uns an sein Talent erinnern und seine Musik wird weiterleben“, erklärte Sänger Simon Le Bon von Duran Duran auf Twitter. Er lobte Hollis als „einen der großen musikalischen Erneuerer“.

Spandau-Ballet-Gitarrist Gary Kemp schrieb, Hollis habe „so viel hinterlassen, was uns bewegt“. Laut Post-Punk-Band The The war er „für einige der besten Alben der 1980er und frühen 1990er Jahre“ verantwortlich. Auch der Schauspieler Elijah Wood („Herr der Ringe“) twitterte, er sei traurig.

80er-Musiklegende Mark Hollis ist tot - Seine Hits laufen heute noch auf der Tanzfläche

London - Mark Hollis, Sänger von „Talk Talk“, ist laut verschiedenen Berichten im Alter von 64 Jahren gestorben. Zuerst hatte die Nachricht der Autor Anthony Costello veröffentlicht, nach eigenen Angaben aus Hollis‘ familiärem Umfeld.

Auf Twitter postete Costello eine Abschiedsbotschaft an seinen Freund, den er als verschwägerten Cousin bezeichnet. Dabei nennt er Hollis, der seine musikalische Karriere vor 20 Jahren beendete, eine Ikone.

Auch Regisseur Tim Pope, der viel mit der Band „Talk Talk“ zusammengearbeitet hatte, hat sich via Twitter verabschiedet.

Ex-Bassist von „Talk Talk“: Mark Hollis „war einer der Großen, wenn nicht der Größte“

Zudem äußerte sich Paul Webb bei Facebook. Er war Bassist von „Talk Talk“

und ist inzwischen als Rustin Man aktiv. „Ich bin sehr schockiert und traurig, die Nachricht zu hören, dass Mark Hollis gestorben ist“, schreibt er. „Er war ein musikalisches Genie, es war eine Ehre und ein Privileg, in einer Band mit ihm gewesen zu sein.“ Er habe Mark Hollis seit Jahren nicht gesehen, sei allerdings wie viele Musiker ihrer Generation tief von ihm beeinflusst gewesen. „Er war einer der Großen, wenn nicht der Größte.“

Mark Hollis und „Talk Talk“: Größte Hits sind „Such A Shame“ und „It‘s My Life“

Die Band „Talk Talk“ hatte mit „Such A Shame“ oder „It‘s My Life“ mehrere Hits, die auf den Tanzflächen der Achtziger-Partys noch heute zwischen Depeche Mode und The Cure laufen. Vom Synthie-Pop entwickelte sie sich im Verlauf ihrer Karriere mehr und mehr zu anderen Genres wie Art-Rock und Post-Rock hin.

Die Musik von „Talk Talk“ war oft von einer großen Melancholie durchzogen. Dies äußerte sich abseits der Hits auch etwa im als Meisterwerk geltenden Album „Spirit of Eden“.

Mark Hollis und seine Band hatten großen Einfluss auf andere Musiker. Das zeigt sich auch an den Trauer-Postings in den sozialen Medien. „Traurige Nachrichten über Mark Hollis. So viel schöne Musik“, schreibt Tim Burgess (The Charlatans), und die britische Indie-Rock-Band Doves twitterte: „Goodbye Mark Hollis, wir verdanken dir so viel, ich kann dem Einfluss auf uns drei als Musiker und uns als Band gar nicht hoch genug einschätzen.“

Vor wenigen Tagen war mit dem Bassisten der Monkees eine weitere Pop-Legende gestorben. Er erlag den Folgen einer seltenen Krankheit.

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lin

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