Kim Kardashian Twitter Privatinsel
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Kim Kardashian feier in der Corona-Pandemie auf einer Privatinsel. Das sorgt für Kritik und Kardashian nutzt die Aufmerksamkeit für ein anderes Thema.

Tweet wird Internet-Meme

Kim Kardashian feiert mit Gefolge Corona-Auszeit auf Privatinsel

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
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Kim Kardashian entspannt sich in der Corona-Pandemie auf einer Privatinsel. Ihr Tweet dazu wird zum Internet-Hit.

  • Kim Kardashian hat mit mitten in der Corona-Pandemie Tweets zu einer Feier auf einer Privatinsel für Aufmerksamkeit gesorgt.
  • Auf Twitter wurde der Tweet von Kardashian gekaptert und umgedeutet.
  • Die Influencerin nutzte die Aufmerksamkeit, um auf ein ganz anderes Thema aufmerksam zu machen.

Frankfurt – „Normal“ ist bekanntlich Definitionssache, auch für Kim Kardashian. Für die Influencerin und Unternehmerin ist es normal, sich auf einer Privatinsel eine Auszeit von der Corona-Pandemie in den USA zu gönnen. Und wie es sich für eine professionelle Social-Media-Nutzerin gehört, twitterte Kardashian auch darüber: „Nach zwei Wochen, in denen ich mehrere Gesundheitsscreens durchführte und alle um Quarantäne bat, überraschte ich meinen engsten inneren Kreis mit einem Ausflug auf eine Privatinsel, wo wir für einen kurzen Moment so tun konnten, als sei alles normal.“

Twitter-Nuter:innen kapern den Tweet von Kim Kardashian

Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten. Schnell machten Parodien auf den Tweet von Kardashian die Runde. Diese bestanden aus dem ursprünglichen Text, der mit neuen Bildern versehen wurde. Ob aus dem Horrorfilm „The Wickerman“ aus dem Jahr 1973...

...oder Bildern von Treffen von CDU-Politikern...

...ging die Zahl der Tweets schnell in die hunderte. Auch „Game of Thrones“ oder Oscar-Gewinner „Parasite“ – ein filmischer Kommentar zu sozialer Ungleichheit – zählten zu den Referenzen. Sogar das weltberühmte Museum of Modern Art in New York lieferte einen Beitrag.

Allerdings waren die ironischen Memes nicht die einzigen Reaktionen auf den Ausflug von Kim Kardashian auf eine Privatinsel. Viele Kommentare zeugten auch von Fassungslosigkeit und Unmut über das Verhalten der Influencerin. Denn in den USA – dem Wohnsitz von Kardashian – leiden viele Menschen teils massiv unter der Corona-Pandemie.

Viel Kritik an Kim Kardashian – die nutzt die Aufmerksamkeit

Eine Nutzerin schrieb auf Twitter: „Ich habe vier Monatsgehälter verloren und bin immer noch arbeitslos. Ich helfe meinen Töchtern bei der Kinderbetreuung und der virtuellen Schule für meine Enkelin. Ich habe meine Steuererklärung für 2019 noch immer nicht erhalten. Schön, dass Du Spaß hattest.“ Eine andere schrieb von den Verlusten, die Menschen aufgrund der Corona-Pandemie erlitten und: „So bescheiden, so geerdet, wirklich.“ Denn so hatte Kim Kardashian ihre Reise auch beschrieben: Als bescheidene Erinnerung daran, wie privilegiert ihr Leben ist. Die New York Times-Journalistin Priya Krishna wies auf eine Servicekraft im Hintergrund hin, die auf einem der Bilder von Kardashian zu sehen ist. Sie bezeichnete ihn als „wahrscheinlich einen von vielen, die ihr Leben riskiert haben, damit Kim Kardashian eine Geburtstagsfeier haben kann.“

Dass sie mit ihren Tweets Aufmerksamkeit erregte, scheint Kardashian derweil nicht entgangen zu sein. Im Gegenteil, sie nutzte diese, um auf die anstehende Wahl in den USA hinzuweisen. „Jetzt, da ich eure Aufmerksamkeit habe... das hier ist eine Erinnerung zu wählen. 6 Tage.“ schrieb die 40-Jährige bei Twitter.

Apropos US-Wahl 2020: Zu der wollte ja eigentlich auch Kardashians Ehemann und guter Freund von US-Präsident Donald Trump antreten: Kanye West. Die Kandidatur des Rappers verläuft zwar zunehmend im Sand, seine Ehefrau durfte sich aber trotz allem über ein ganz besonderes Geschenk zu ihrem Geburtstag freuen. Ein Hologramm ihres im Jahr 2003 verstorbenen Vaters Robert Kardashian. Das Bewegtbild des ehemaligen Anwalts von O. J. Simpson lässt ein paar programmierte Grüße an die Verwandtschaft verlauten, beglückwünscht seine Tochter Kim zu ihrem Geburtstag und besonders zu ihrem Ehemann Kanye. Der sei „das größte, größte, größte, größte Genie der Welt.“ (Von Marcel Richters)

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