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Fürst Albert friert russische Gelder ein: Monacos drastische Schritte

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Von: Annemarie Göbbel

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Stehen nebeneinander: Prinzessin Caroline von Hannover, Fürst Albert und Prinzessin Stéphanie von Monaco (Symbolbild).
Die Geschwister stehen in der Ukraine-Politik geschlossen da: Prinzessin Caroline von Hannover, Fürst Albert und Prinzessin Stéphanie von Monaco (Symbolbild). © PPE/Imago

Für russische Oligarchen wird es ungemütlich an der schönen Cote d‘Azur. Monacos Fürst Albert fordert rigoros die Achtung des humanitären Rechts in der Ukraine und friert Konten ein.

Monaco – Die offizielle Pressemitteilung des Landesfürsten lässt keine Zweifel offen, wo sich der unabhängige Zwergenstaat, der auch als Steueroase gilt, positioniert. Fürst Albert (63) verurteilte die Invasion in der Ukraine nicht nur aufs Schärfste, er wurde umgehend tätig. Seine drastischste Maßnahme hat er bereits umgesetzt und dürfte reichen Russen gar nicht schmecken.
Er ließ Gelddepots im Fürstentum einfrieren, berichtet 24royal.de.*

Im offiziellen Statement Fürst Alberts II.* heißt es: „Das Fürstentum Monaco bekräftigt sein Eintreten für die Achtung des Rechts, des Völkerrechts, der Souveränität, der Integrität und der Unabhängigkeit der Staaten“. Doch damit nicht genug, die Worte des Ehemanns der gerechtigkeitsliebenden Landesfürstin Charlène von Monaco* (44) klingen wie eine persönliche Zurechtweisung des russischen Staatsoberhauptes: Seine Durchlaucht sei der Ansicht, „dass Meinungsverschiedenheiten und Konflikte ausschließlich mit Mitteln des Dialogs und der Diplomatie gelöst werden sollten“.

Weiter sagte der Fürstenpalast* allen Initiativen, die auf die Beendigung der Kämpfe, die Rückkehr zu Konsultationen und den Abzug der russischen Streitkräfte aus dem Gebiet aus der Ukraine zielten, seine Unterstützung zu.

Wörtlich heißt es: „Das Fürstentum ist bereit, die humanitären Organisationen zu unterstützen, die sich mutig vor Ort engagieren. Im Einklang mit seinen internationalen Verpflichtungen hat das Fürstentum unverzüglich Verfahren zum Einfrieren von Geldern und Sanktionen angenommen und umgesetzt, die mit denen der meisten europäischen Staaten übereinstimmen“.

Damit fällt der malerisch gelegene Stadtstaat in Südfrankreich als beliebter Urlaubsort für Oligarchen flach. Sie müssen dem Treiben auf den Jachten und roten Teppichen der Reichen und Schönen* künftig fern bleiben. Denn das Steuerparadies schließt seine Tore. Weil in Monaco weder Einkommenssteuer noch Erbschaftssteuer erhoben werden und im Ausland getätigte Finanzvergehen nicht verfolgt werden, vorausgesetzt man verfügt über einen Wohnsitz im Fürstentum, zieht es viele Vermögende in den Felsenstaat. Zwar sind exakte Zahlen nicht bekannt, doch dürfte es sich um immens hohe Summen handeln. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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