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Eine Wespe nähert sich der Klimaaktivistin Greta Thunberg während einer Pressekonferenz.
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Greta Thunberg unterstützt die Covax-Initiative für gerechte Verteilung von Corona-Impfstoff.

Weltgesundheitsorganisation

Corona-Krise: Klimaaktivistin Greta Thunberg spendet hohe Summe für Impfstoff-Initiative

  • Friederike Meier
    VonFriederike Meier
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Greta Thunberg unterstützt die Covax-Initiative, die sich für eine faire Verteilung von Corona-Impfstoff einsetzt. Sie zieht Parallelen zur Klimakrise.

Genf – Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg spendet 100.000 Euro aus ihrer Stiftung für eine faire Verteilung der Corona-Impfstoffe. „Die internationale Gemeinschaft muss mehr tun, um die Tragödie der Impfstoff-Ungerechtigkeit zu bekämpfen“, sagte die 18-Jährige am Montag auf einer Corona-Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Die Stiftung hatte die 18-jährige Klimaaktivistin in diesem Februar mit dem Geld gegründet, das sie als Preis für den „Alternativen Nobelpreis“ erhalten hat. Das Preisgeld beträgt eine Million schwedische Kronen, umgerechnet derzeit etwa 98.700 Euro. Den „Alternativen Nobelpreis“ hatte Thunberg im Jahr 2019 gewonnen.

Greta Thunberg unterstützt Corona-Impfstoff-Initiative Covax: „Gefährdeten helfen“

„Wir haben die Mittel zur Verfügung, um das große Ungleichgewicht zu korrigieren, das heute weltweit im Kampf gegen Covid-19 besteht“, erklärte Thunberg. „Genau wie bei der Klimakrise müssen wir zuerst denen helfen, die am meisten gefährdet sind.“ Deshalb unterstütze sie die Weltgesundheitsorganisation, die Impfstoff-Allianz Gavi und alle, die an der Covax-Initiative beteiligt sind. Dabei handele es sich um „den besten Weg nach vorne“, um „um echte Impfstoffgerechtigkeit und einen Ausweg aus der Pandemie zu gewährleisten.“

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte die Weltgemeinschaft auf, es Thunberg gleichzutun.
Die Spende von Thunbergs Stiftung fließt an die internationale Corona-Impfinitiative Covax, die sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Vakzine einsetzt.

Greta Thunberg unterstützt Corona-Impfstoff-Initiative: Wenig Impfungen in armen Ländern

Im Durchschnitt hat der WHO zufolge eine von 4 Personen in Ländern mit hohem Einkommen einen Coronavirus-Impfstoff erhalten, verglichen mit nur einer von mehr als 500 in Ländern mit niedrigem Einkommen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden mittlerweile weltweit fast 900 Millionen Impfdosen in mindestens 206 Gebieten weltweit verabreicht. Rund 48 Prozent der Dosen entfielen dabei auf Länder mit hohem Einkommen, nur 0,1 Prozent wurden in den 29 einkommensschwächsten Ländern verabreicht.

„Es sind eben einige wenige Konzerne, die diese Impfstoffe produzieren, und das ist besonders gravierend für ärmere Länder, die bis 2023, vielleicht sogar 2024 warten müssen, bis sie genügend Impfungen erhalten, um eine kollektive Immunität zu erreichen“, sagte Gabriela Hertig von der Schweizer Menschenrechtsorganisation Public Eye Anfang des Monats gegenüber dem Deutschlandfunk.

Sie beklagt, dass der Technologie-Zugangspool C-TAP der WHO bislang „noch erfolgloser“ sei als die Initiative Covax. „Es war von Anfang an so, dass es natürlich im Interesse der Pharmakonzerne und auch der reichen Länder, die ihre Pharmaindustrie schützen, war, eben den Fokus auf Covax zu lenken.“ Denn Covax taste das aktuelle Geschäftsmodell nicht an. (Friederike Meier, mit afp)

Sehr geehrte Leser:innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass eine Million schwedische Kronen 98.000.000 Euro seien. Das war ein Fehler und wir bitten, dies zu entschuldigen.

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