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Rechtsstreit

Britney Spears über ihren Vater: „Hat mich wie eine Sklavin behandelt“

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Seit 13 Jahren steht US-Popsängerin Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Jetzt will sie die Kontrolle über ihr Leben zurück.

Los Angeles – US-Popsängerin Britney Spears hat in einer Anhörung vor einem Gericht in Los Angeles am Mittwoch (Ortszeit) ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters gefordert. „Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen. Ich bin so wütend, das ist verrückt. Und ich bin deprimiert. Ich weine jeden Tag“, sagte Spears über die Folgen der Vormundschaft. „Ich will nur mein Leben zurück. Das waren 13 Jahre und es ist genug“, so die Sängerin in einer emotionalen Stellungnahme aus den USA, die per Video übertragen wurde. Dies berichtet die dpa.

Spears, deren angeblicher Tod vor ein paar Jahren für einen Aufschrei sorgte, steht seit vergangenem Jahr vor Gericht, um ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears durchzusetzen. Dieser ist seit 2008 ihr Vormund. Ihre Anhörung könnte nun dem Rechtsstreit die entscheidende Wendung geben. Bisher hatte sich die Popsängerin kaum zu dem angehenden Prozess geäußert.

Britney Spears will Freiheit zurück: Vormundschaft ihres Vaters sei „Missbrauch“

Spears bezeichnete die angehende Vormundschaft ihres Vaters als „Missbrauch“. Sie müsse so schnell es geht beendet werden. Sie selbst fühle sich von ihrer Familie und von ihren Managern, viele davon von ihrem Vater aufgrund der Vormundschaft angeheuert, ausgenutzt. Sie werde bei alles und jedem kontrolliert und könne nicht über ihr Leben selbst bestimmen.

Ein Porträt von Britney Spears wird zwischen Fans und Medienvertretern hochgehalten vor einer Gerichtsanhörung zur Vormundschaft der Popsängerin.

Mit Hits wie „Baby One More Time“, „Oops! I Did It Again“ und „Toxic“ war Britney Spears Anfang der 2000er Jahre die bestbezahlte Sängerin der Welt, so die afp. Doch danach folgten zahlreiche berufliche und private Rückschläge. Nachdem sie einen psychischen Zusammenbruch erlitten hatte, hatte ein Gericht 2008 entschieden, dass ihr Vater die Vormundschaft übernehmen solle. Seitdem verwaltete dieser die Finanzen und andere Anliegen seiner Tochter. 2019 übernahm eine vom Gericht bestellte Betreuerinnen die persönlichen Belange von Britney Spears. 2020 übernahm ein Finanztreuhändler dazu.

Prozess wegen Vormundschaft von Britney Spears: Angst vor dem eigenen Vater

„Ich glaube, dass diese Vormundschaft missbräuchlich ist“, sagte Spears während der Anhörung und fügte hinzu, dass sie „traumatisiert“ sei aufgrund der gerichtlichen Regelung. Laut ihrem Anwalt fürchtet sie sich vor ihrem Vater, berichtet die dpa. In einem mit heftigen Vorwürfen gegen ihre Familie gespicktem Statement sagte sie, dass ihre Eltern sie ausbeuten würden. Seit 13 Jahren profitierten diese von ihrem Vermögen, welches auf 60 Millionen US-Dollar geschätzt wird. Wenn sie könnte, so betonte die Sängerin, würde sie ihre Familie verklagen. Anders sind wohl auch die Texte mancher ihrer Alben nicht zu erklären

NameBritney Jean Spears
BerufSängerin, Songwriterin
Geboren am:2. Dezember 1981 (McComb, USA)
Kinder: Sean Federline, Jayden James Federline
Größte Hits:Baby One More Time, Oops! I Did It Again, Toxic

Wie Britney Spears laut dpa sagte, sei sie gezwungen worden, Konzerte zu geben und Medikamente, darunter das Antidepressivum Lithium, zu nehmen. Und dies, obwohl sie sich danach schlecht gefühlt habe. Sie würde gerne ihren Freund heiraten und ein weiteres Kind bekommen, doch es sei ihr nicht erlaubt worden, einen Arzt aufzusuchen und die Spirale zur Empfängnisverhütung entfernen zu lassen.

Vater von Britney Spears: Behandelt wie eine „Sklavin“

Ihr Vater habe sie wiederholt wie eine „Sklavin“ behandelt, er habe es geliebt Macht über sie auszuüben. Spears sagte, dass diese Menschen „ins Gefängnis“ gehören. Jamie Spears, der während der Anhörung per Video zugeschaltet war, äußerte sich nur über seine Anwältin. „Es tut ihm leid, dass seine Tochter leidet und Schmerzen hat“, zitierte die Variety aus der Mitteilung.

Pop-Sängerin Britney Spears fordert das Ende der Vormundschaft ihres Vaters.

Die Anfang Februar veröffentlichte Dokumentation „Framing Britney Spears“ der New York Times über das Leben der Sängerin unter der Vormundschaft ihres Vaters hatte heftige Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken entfacht. Dies berichtet die dpa. Die Doku fragt unter anderem, ob jemand gleichzeitig ein weltweiter Superstar und eine kaum zurechnungsfähige Person sein könne, die unter Kontrolle gestellt gehört.

Zahlreiche Prominente und Fans bekundeten unter dem Hashtag „FreeBritney“ währenddessen ihre Unterstützung für Britney Spears. Ex-Freund Justin Timberlake schrieb etwa auf Twitter: „Wir hoffen, dass das Gericht und ihre Familie dies wieder in Ordnung bringen und sie leben lassen, wie sie es sich wünscht.“ (als mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Chris Pizzello/dpa

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