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Leute der Woche: Alles rund

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Von: Boris Halva

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Michael Wendler.
Michael Wendler. © dpa

Von schweigenden Schönheitschirurgen, rostenden Trophäen und Stars, die zum siebten Mal Vater werden - die Leute der Woche mit Alec Baldwin, Matthias Reim, Michael Wendler und anderen.

Das mit dem Wendler ist so eine Sache. Wenn man nicht den Eindruck erwecken möchte, sich bei ihm oder seinen Fans einschleimen zu wollen oder gar einfältig zu sein, kann man über den Sänger fast nichts sagen, das nicht ehrenrührig wäre. Und über Michael Wendler etwas zu behaupten, das auch nur den Anschein erweckt, ehrenrührig zu sein, kann teuer werden, wie nun ein Düsseldorfer Schönheitschirurg zu spüren bekam.

Der Mediziner hatte sich im Februar im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung zu der Äußerung hinreißen lassen, er glaube ja, dass sich der 49-jährige Schlagerbarde mit Hilfe des Briefpapiers des Chirurgen ein Attest zusammengebastelt habe, das ihn von der Pflicht zum Tragen einer Maske befreie. Oder so was in der Art, es lässt sich nicht mehr genau feststellen, weil der Arzt dazu eigentlich eh nichts sagen durfte (findet Wendlers Anwalt ) und nun auch vorm Landgericht eine Unterlassungserklärung abgegeben hat. Der Streitwert war zunächst mit 145 000 Euro veranschlagt, wurde nun auf etwa die Hälfte herabgesetzt. Wer also 70 000 Euro über hat und sich mal ‚nen teuren Spaß gönnen will, könnte also behaupten, dass der Wendler …

Andererseits will ja eigentlich niemand unnötig an des Wendlers Ehre rühren, zumal es ja auch erfreuliche Geschichten gibt. Zum Beispiel die von Minty , dem exotischen Frosch, der in einer Tüte mit frischer Minze von Äthiopien ins nordostenglische Corbridge gereist ist. Dort wurde die kleine Amphibie vom örtlichen Gemüse- und Obsthändler entdeckt, der sogleich die Tierschutzorganisation RSPCA verständigte. Eine Mitarbeiterin der Organisation nahm das grün-braun gefleckte Tierchen bei sich auf und ließ die Welt wissen: Minty „isst gut und ist ganz bestimmt nicht dünn“. Auch beruhigend: Der Kleine hat es sich auf einem speziell beleuchteten und gut geheizten Plätzchen gemütlich gemacht und kann sich wohl darauf einstellen, dauerhaft in England zu bleiben.

Speziell beleuchtet und gut beheizt ist auch das Plätzchen, an dem Jörg Schüttauf seine Filmpreise aufgereiht hat. Dank der außergewöhnlichen Architektur seines Bades (liest sich wie ein Inserat, das nichts Gutes verheißt) gibt es an seiner Badewanne „eine Ecke, einem kleinen Verschlag ähnlich“. Da hat der Schauspieler, der bei Potsdam lebt, sämtliche Trophäen aufgereiht, darunter auch sein erster Filmpreis, ein DDR-Nachwuchspreis aus dem Jahr 1986, „ein Briefbeschwerer aus Glas mit einem eingeschlossenen Luftloch“. Und weil der 60-Jährige im ZDF-Interview offenbar so schön ins Plaudern gekommen war, verriet er noch folgendes Detail: „Wenn ich mal wieder zu heiß bade, beschlagen sie leicht. Und wenn sie nicht getrocknet sind, dann rosten sie noch heute.“

Was die richtige Temperatur des Badewassers angeht, gibt es noch zwei alte Hasen, die sich da gut auskennen dürften. Immerhin haben Schlagersänger Matthias Reim (64, Foto) und US-Schauspieler Alec Baldwin (63) jeweils schon ein halbes Dutzend Kinder und holen nun zum siebten Streich aus. Reim und seine Frau Christin Stark (32) konnten sich am Donnerstag schon über die Geburt von Töchterchen Zoe freuen, während Baldwin und seine Frau Hilaria (38) dieser Tage erst ankündigten, ihr siebtes gemeinsames Kind sei unterwegs. Und weil der siebte Sinn gerade meldet, dass mit jedem weiteren Satz die Gefahr ehrenrühriger Rasten-Rosten-Wortspiele wächst, machen wir einen Punkt, denn: Ist grad alles so schön rund hier. boris halva

Matthias Reim und seine Frau Christin Stark.
Matthias Reim und seine Frau Christin Stark. © dpa

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