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Kein privater Fensterschmuck, sondern zu verkaufen - auf dem Weihnachtsmarkt am Neptunbrunnen.

Weihnachtsdeko

So leuchtet Berlin

Auch den Berlinern ist es ein existenzielles Bedürfnis, die dunkelste Zeit des Jahres zu erhellen. Unsere Fotografen haben sich auf die Suche begeben, ob Marzahn mehr glitzert als Schöneberg.

Auch den Berlinern ist es ein existenzielles Bedürfnis, die dunkelste Zeit des Jahres zu erhellen. Unsere Fotografen haben sich auf die Suche begeben, ob Marzahn mehr glitzert als Schöneberg.

Fest des Lichtes wird Weihnachten genannt, und es ist müßig, der Frage nachzugehen, wem zuerst ein solches aufgegangen ist. Dem Menschen ist es ein existenzielles Bedürfnis, die dunkelste Zeit des Jahres zu erhellen, sei es mit der Menora zu Chanukka oder dem in seiner Leuchtsprache erstaunlich verwandten erzgebirgischen Schwibbogen oder auch nur einer schlichten Kerze. „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt“, heißt es im Johannes-Evangelium. „Ohne Licht keine Schicht“, sagt der Bergmann.

Die Kanzlei Prof. Schweizer aus Berlin sieht sich aus gegebenem Anlass genötigt, ebenfalls einen Kommentar zur Lichterfrage zu formulieren: „Es handelt sich um eine inzwischen weit verbreitete Sitte, in der Weihnachtszeit Fenster und Balkone mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken. Selbst wenn im Mietvertrag ein Verbot von Lichterketten vereinbart wäre und der Mieter trotzdem eine Weihnachtsbeleuchtung anbringt, handelt es sich um einen so verhältnismäßig geringfügigen Verstoß, der weder eine fristlose noch eine fristgemäße Kündigung rechtfertigen könnte.“ In einem Streitfall hatte das Landgericht Berlin dem betreffenden Mieter recht gegeben. Ästhetisch bewertet mag manche Lichtinstallation auf Balkonen dieser Stadt verboten aussehen, juristisch ist alles korrekt. (fj.)

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