Gefängnis

So lebt Papa

Memory soll Kindern von Häftlingen helfen.

Sitzt der Vater oder die Mutter im Gefängnis, ist das für Kinder besonders schwer. Mit einem neuen Memory-Spiel „Im Gefängnis – so lebt Papa“ will der Nürnberger Straffälligenhilfe-Verein „Treffpunkt“ Kindern von Strafgefangenen helfen, mit der Situation besser umzugehen.

„Bei der Haft eines Elternteils erleben Kinder meist eine überforderte Familie und bleiben in Scham, Trauer und Einsamkeit zurück“, erklärte die „Treffpunkt“-Geschäftsführerin Hilde Kugler am Mittwoch in Nürnberg. Das Spiel solle betroffenen Kindern helfen, mit anderen Kindern über ihre Lebenssituation zu sprechen und so mehr Verständnis zu finden.

Vor allem Kinder litten unter der Inhaftierung, weil sie in Freundeskreis und Schule oft ausgegrenzt würden. Für das Spiel wurde eigens ein Maskottchen entworfen: Juki, das Zebra, stehe mit seinen Streifen symbolisch für die Thematik, sagte Kugler. Das Stofftier macht sich für die Kinder, die nur selten ihren Mutter oder Vater im Gefängnis besuchen könnten, auf den Weg durch die Justizvollzugsanstalt.

Das Spiel könne auch in Kindergärten und Schulen eingesetzt werden, um das Thema zu enttabuisieren, erklärte die Ideengeberin des Spiels, Andrea Davaroukas. „Die Kinder sind in einer derartigen Situation die Ärmsten und das Schlusslicht an der Kette.“ Deshalb müsse die Aufklärung in Schulen und Kindergärten stattfinden, bevor ein Fall eintritt. (dpa)

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