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"Das Leben ist hart für Frauen über 40"

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Courteney Cox in "Cougar Town".
Courteney Cox in "Cougar Town". © rtr

Schauspielerin Courteney Cox über ihre Versuche mit Botox und ihre neue Comedy-Serie, in der sie eine Frau spielt, die sich zu deutlich jüngeren Männern hingezogen fühlt.

Mrs. Cox, was genau ist eine "Cougar"?

Eine Cougar ist eine ältere Frau, die sich zu jüngeren Männern hingezogen fühlt, ob das jetzt Freunde ihre Sohnes sind oder die Teenager-Idole ihrer Tochter, wie Zac Efron. Das Leben ist ganz schön hart für Frauen über vierzig. Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, wieder da draußen zu sein und noch einmal zu versuchen, jemanden zu finden.

Wie viel steckt von Ihnen selbst in der Rolle?

Jules ist sehr viel direkter, als ich es jemals sein könnte. Sie sagt einfach, was sie gerade denkt. Aber in vielen Dingen bin ich einer Meinung mit ihr.

Sind Sie so obsessiv wie Ihre Figur Jules mit dem Thema "Älter werden" befasst?

Ich habe mir schon Sorgen wegen meines Alters gemacht, als ich dreißig war. Heute weiß ich, wie dumm es war, sich damals so damit zu belasten - zu einem Zeitpunkt, an dem das alles noch gar nicht relevant war. Ich würde gerne glauben, dass ich jetzt, als Mittvierzigerin, einen größeren Durchblick habe.

Wie meinen Sie das?

Mein Mann redet immer davon, wie wunderbar das Altern sein kann, aber es ist eine große Umstellung, wenn du merkst, du bist nicht mehr die jüngste Frau im Raum, die Männer geben der kessen Zwanzigjährigen den Vorzug, sie sind einfach nicht mehr so interessiert an dir.

Sie haben Ihre Karriere doch auch als junges Model begonnen.

Ja, aber ich war nie eines dieser Mädchen, die immer bei den Modeschauen gelaufen sind. Ich war mehr der Typ nettes Mädchen von nebenan. Der Umzug von Los Angeles nach New York hat mir die Augen geöffnet - überall, wo man hingeht, gibt es so viele wirklich attraktive Menschen!

Gewöhnt man sich jemals daran?

Nein, nicht wirklich. Gerade Schauspielerinnen stehen unter einem unglaublichen Druck, attraktiv zu sein. Manchmal wird mir gesagt, ich sei zu dünn. Aber ich gehöre zu den Menschen, denen man im Gesicht ansieht, wenn sie das richtige Gewicht haben. Ich habe auch nie verschwiegen, was ich gemacht habe, um möglichst gut auszusehen.

Was haben Sie gemacht?

Wenn man älter wird, verändern sich natürlich Gesicht und Körper. Ich habe es mit Botox versucht, aber das war nichts für mich. Als Schauspielerin muss ich Emotionen zeigen können, auch in meinem Gesicht.

Sie sind seit zehn Jahren mit Ihrem Schauspielkollegen David Arquette verheiratet, er ist sieben Jahre jünger als Sie. War das jemals ein Problem für Sie?

Ich bin vielleicht sieben Jahre älter, aber David hat schon immer eine alte Seele gehabt, in vielerlei Hinsicht. Ich habe mir eher Sorgen gemacht über die Verschiedenartigkeit unserer Geschmäcker, aber heute empfinde ich gerade das als Stärke, als eine Bereicherung unserer Beziehung.

Interview: Paul Sheehan, Übersetzung: Martina Winkler

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