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Lauterbachs Arztpraxen-Gesetz soll angepasst werden: Gute Nachrichten für Patient:innen?

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Von: Sophia Lother

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Nach dem angekündigten Wegfall der Neupatientenregelung in Arztpraxen könnte es nun auch positive Neuigkeiten geben.

Frankfurt – Volle Wartezimmer in Arztpraxen und lange Terminsuche: Das neue Gesetz von Karl Lauterbach, das auch enorme Sparmaßnahmen für Praxen vorsieht, hat für viel Kritik am GKV-Finanzstabilisierungsgesetz gesorgt. Nun soll nachgebessert werden. Für Patientinnen und Patienten könnte die Neuerung einige Vorteile bringen.

Nach dem Bekanntwerden des Gesetzesvorhabens des Gesundheitsministers gingen viele Ärztinnen und Ärzte auf die Barrikaden. Dem angekündigten Wegfall der Neupatienten-Regelung begegneten nicht wenige mit kurzzeitigen Praxisschließungen. Denn dadurch bekommen die Praxen dann keine Boni mehr, wenn sie neue Patientinnen und Patienten aufnehmen. Nun soll es andere finanzielle Anreize geben, wie auch Karl Lauterbach (SPD) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärt.

Ein neues Gesetz von Karl Lauterbach soll mehr Geld für die Krankenkassen bringen. Für Patientinnen und Patienten könnte das allerdings die Wartezeit auf einen Termin verlängern. (Symbolfoto)
Ein neues Gesetz von Karl Lauterbach soll mehr Geld für die Krankenkassen bringen. Für Patientinnen und Patienten könnte das allerdings die Wartezeit auf einen Termin verlängern. (Symbolfoto) © ingimage/Imago

Lauterbach-Gesetz vor Neuerung: Für Patienten könnte es nun Vorteile bringen

In einem Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz sollen Hausärztinnen und -ärzte nun dafür entlohnt werden, wenn sie schnell Termine bei Fachärztinnen und -ärzten vermitteln. Pro Patientin und Patient soll dieses Honorar auf 15 Euro, anstatt zuvor zehn Euro angehoben werden, berichtet der RND. Demnach sollen die Fachmedizinerinnen und -mediziner außerdem eine höhere Bezahlung erhalten, wenn sie sich Patientinnen und Patienten über die Terminservicestellen vermitteln lassen. Abhängig von der Schnelligkeit könne die Versorgungspauschale bis auf das Dreifache angehoben werden.

„Einen Facharzttermin zu bekommen, muss endlich deutlich leichter werden als bisher“, erklärte Lauterbach gegenüber dem Redaktionsnetzwerk. Die Erhöhung der Honorare könnte sich hierfür als guter Hebel erweisen. Der Gesundheitsminister fügte hinzu: „Das ist ein wichtiger Schritt gegen die Zwei-Klassen-Medizin“. Mit dieser Änderung könnte es für Patientinnen und Patienten dann trotz des Wegfalls der Neupatientenregelung einfacher sein, einen Termin bei Fachärztinnen und -ärzten zu bekommen.

Karl Lauterbachs GKV-Finanzstabilisierungsgesetz: Das sind die Kernpunkte

(slo)

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