Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Landtag in Schwerin
+
Der Plenarsaal des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. (Archivfoto)

Mecklenburg-Vorpommern

Plenarsaal-Partys mit Prostituierten? – AfD-Politiker begrüßt Landtag-Ermittlungen

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

Ein AfD-Politiker steht laut Berichten unter Verdacht, Partys mit Prostituierten im Landtag gefeiert zu haben. Er selbst spricht von „Lügen“ und begrüßt die Ermittlungen.

Update von Mittwoch, 20.10.2021, 16.30 Uhr: Nach zahlreichen Medienberichten zu Vorwürfen im Schweriner Landtag hat AfD-Fraktionsvorsitzender Nikolaus Kramer die Ermittlungen des Landtages „ausdrücklich“ begrüßt, wie es in einer internen WhatsApp-Nachricht heißt, welche die AfD-Pressestelle unserer Redaktion weiterleitete. Es gebe nichts zu verbergen, so Kramer.

Des Weiteren verwies der Pressesprecher darauf, dass Thomas Kerl bislang keine persönlichen Vorwürfe gegen Kramer erhoben habe. Kerl hatte auf Facebook einen Brief verbreitet, der ihm laut eigenen Angaben anonym zugespielt wurde. Im Schreiben werden genannte Vorwürfe aufgezählt (s. Erstmeldung). Kramer hatte bereits zuvor jegliche Anschuldigungen zurückgewiesen und von „Lügen“ beziehungsweise „Diffamierungen“ gesprochen.

Erstmeldung von Dienstag, 19.10.2021, 17.00 Uhr: Schwerin – Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern soll es zu Partys und „Saufgelagen“ gekommen sein, organisiert von einem AfD-Abgeordneten. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um den Fraktionsvorsitzenden Nikolaus Kramer handeln. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel – und verweist auf Berichterstattung der Zeitungen Nordkurier und der Schweriner Volkszeitung.

Stein des Anstoßes war laut Angaben der Schweriner Volkszeitung ein Facebook-Post des AfD-Politikers Thomas Kerl. Er berichtete unter Berufung auf einen anonymen Brief, dass Kollegen aus der AfD-Fraktion an Partys im Landtag beteiligt gewesen sein sollen, unter anderem im September 2021. Kerl forderte sein Publikum zudem auf, ihm weitere Informationen zu der Thematik zukommen zu lassen.

Mecklenburg-Vorpommern: „Saufgelage“ und „leicht bekleidete Mädchen“ in AfD-Fraktionsräumen?

Der Nordkurier berichtete, dass in genanntem Brief tatsächlich auf einen AfD-Abgeordneten angespielt wird. Demnach berichte das Wachpersonal des Landtages in Schwerin von „regelmäßig nachts in den Fraktionsräumen veranstalteten Saufgelagen“, bei welchen auch „leicht bekleidete Mädchen“ geladen gewesen seien. Über Videokameras sollen Wachleute die Szenen beobachtet haben, heißt es dem Bericht zufolge im Brief, dessen Absender offenbar unbekannt ist.

Nikolaus Kramer ist seit Oktober 2017 Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. (Archivfoto)

Des Weiteren heißt es im Schreiben, dass die Wachleute beobachtet hätten, wie sich der AfD-Abgeordnete im Plenarsaal des Landtages „mit dem einen oder anderen dieser Mädchen“ vergnügt habe.

Auf Spiegel-Nachfrage erklärte der AfD-Fraktionsvorsitzende Kramer, dass es sich um „Diffamierungen“ und „Lügen“ handle. Zudem sei die Verbreitung der Falschinformationen eine „Beschmutzungskampagne“ von Thomas Kerl gegen seine Person. Als Motiv vermutete Kramer im Statement das gegen Kerl laufende Ausschlussverfahren aus der AfD. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte ein AfD-Sprecher zudem, dass Kerl seit geraumer Zeit Videos im Internet verbreite, die parteischädigend seien.

Dem Bericht des Nordkuriers zufolge liegen Kerl offenbar neben dem anonymen Schreiben keine Beweise für die Vorwürfe vor. Dennoch ermittelt der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern laut Angaben des Nachrichtenmagazins Spiegel. Der Verdacht des Hausfriedensbruches steht demnach im Raum. (tu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare