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Cumbre Vieja

Vulkan auf La Palma: Neuer Lavastrom bedroht bislang verschonten Ort - Täglich hunderte Erdstöße

  • Kerstin Kesselgruber
    VonKerstin Kesselgruber
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  • Anna Charlotte Groos
    Anna Charlotte Groos
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Der Vulkanausbruch auf La Palma nimmt kein Ende. Der Vulkan in der Cumbre Vieja löst hunderte Erdstöße aus. Er wird noch lange Zeit aktiv bleiben.

Update vom Donnerstag, 02.12.2021, 11:45 Uhr: Der Vulkan in der Cumbre Vieja auf der kanarischen Insel La Palma bedroht seit seinem Ausbruch am 19. September die umliegenden Regionen – und das wird auch weiterhin so bleiben. Das schließen Vulkanologen aus den Aktivitäten des Vulkans in den letzten 24 Stunden. Mehr als 370 Erdstöße habe man zählen können, berichtet der staatliche Fernsehsender RTVE. Damit bricht der Cumbre Vieja einen Rekord: So viele Beben habe man seit dem Ausbruch im September noch nie binnen eines Tages gemessen.

Die zahlreichen Erdbeben deuten laut Fachleuten darauf hin, dass der Vulkan noch eine Zeit aktiv bleiben wird. Grund zur Sorge gäbe es jedoch keine: Die Aktivität sei „weiterhin gering und unregelmäßig“, vor allem Dämpfe kämen derzeit aus dem Schlund des Cumbre Vieja, erklärte die Sprecherin des Notfallkomitees, María José Blanco, vor der Presse.

Asche- und Lavawolken kommen am 19. November aus dem Vulkan in der Cumbre Vieja.

Vulkan auf La Palma: Neuer Lavastrom bedroht bislang verschonten Ort

Update vom Dienstag, 30.11.2021, 16.00 Uhr: Auf der spanischen Vulkaninsel La Palma bedroht ein neuer Lavastrom den bisher verschonten Ort La Laguna. Aus einem neuen Schlot trete das bis zu 1300 Grad heiße flüssige Gestein aus und sei noch eineinhalb Kilometer von besagtem Ort entfernt, berichtet der staatliche TV-Sender RTVE am Dienstag (30.11.2021). Die Geschwindigkeit, mit der sich die Lava Richtung Meer wälzt, habe sich aber etwas verringert und auch die Richtung könne sich nach wie vor noch ändern. Schon im Oktober waren die etwa 1200 Bewohner von La Laguna evakuiert worden.

Mehr als 100 leichte bis mittlere Erdbeben trafen die Atlantikinsel an der Westküste Afrikas in den vergangenen Stunden. Das heftigste sei auf der ganzen Insel zu spüren gewesen und habe eine Stärke von 5,0 gehabt.

Seit dem Ausbruch des Vulkans vor mehr als zehn Wochen hat die Lava nach neuen Angaben 2748 Gebäude zerstört oder beschädigt. Zuletzt waren demnach insgesamt 1115 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Eine Fläche von mehr als 1500 Fußballfeldern. Seit dem Ausbruch mussten sich mehr als 7000 Bewohner vor dem Vulkan in Sicherheit bringen. Ein Ende des Ausbruchs ist nach wie vor nicht absehbar.

La Palma: Druck des Ausbruchs wird zu groß – Hohe Lava-Fontäne tritt aus

Update vom Sonntag, 28.11.2021, 11.24 Uhr: Der Vulkan auf La Palma brodelt. An einer Stelle ist der Druck scheinbar so groß, dass sich neue Schlünde öffnen, durch die die Lava austritt. Der Vulkanologe Itahiza Doínguez, der am Instituto Geográfico Nacional (IGN) arbeitet, teilte am Sonntag (28.11.2021) auf Twitter ein entsprechendes Video.

Der erste neue Austrittspunkt öffnete sich Doínguez zufolge gegen 3 Uhr morgens östlich des Kegels. Ein weiterer sei ab 7 Uhr zu sehen gewesen. Beide stoßen Lavaströme und Piroklasten, also feste Fragmente aus Kristall oder Gestein, aus. Zuvor sei ein Anstieg vulkanischen Bebens feststellbar gewesen, das mit dem Öffnen der neuen Austrittspunkte zusammenzuhängen scheint. Weil dadurch der Druck abgebaut wurde, nehme dieser „vulkanische Tremor“ wieder ab.

Vulkan auf La Palma: Beobachtungspunkt muss womöglich geschlossen werden

Update vom Sonntag, 28.11.2021, 06.55 Uhr: Auch am Samstag (27.11.2021) hat das kanarische Institut für Vulkanologie (Involcan) beeindruckende Bilder des „Lava-Jets“ aus dem Hauptschlot des Vulkans veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie eine hohe Lava-Fontäne aus dem Vulkan geschleudert wird.

Unterdessen könnte ein offizieller Beobachtungspunkt für den Vulkanausbruch geschlossen werden – weil sich die Fläche des „Nummer 7“ genannten Lavastroms immer weiter ausbreite, berichtet eldiario.es. Der Zeitung zufolge hätten sich aber im Süden die Lavaströme „Nummer 10“ und „Nummer 11“ miteinander vereinigt und drohten nun keine weiteren Schäden mehr anzurichten.

Vulkan auf La Palma: Institut veröffentlicht beeindruckende Bilder von „Lava-Jet“

Update vom Samstag, 27.11.2021, 08.45 Uhr: Der Vulkan auf La Palma zeigt erneut explosive Aktivität und hält die Kanareninsel weiter in Atem. Das kanarische Institut für Vulkanologie (Involcan) veröffentlichte am Freitag (26.11.2021) neue Aufnahmen des sogenannten „Lava-Jets“, also der Lava-Fontäne aus dem Hauptschlot des Vulkans. Darauf ist zu sehen, wie der Krater mit sichtbarem Druck immer neue Lava-Massen in den Nachthimmel speit.

Die Lava hat seit Beginn des Ausbruchs 1100 Hektar Land auf La Palma unter sich begraben. Das teilt das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus mit.

Vulkanausbruch auf La Palma: Neuer Lavastrom gefährdet Kanareninsel

Erstmeldung vom Freitag, 26.11.2021: Santa Cruz de La Palma – Schon seit über zwei Monaten spuckt der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma Lava und Asche. Nun ist er nach mehreren Tagen der Stabilität erneut explosiv. Der Anstieg der Aktivität ist mit einem verstärkten Ausstoß von Lava verbunden, die auf der Küste auf den Friedhof von Las Manchas vorgedrungen ist. Dies berichtete das Nachrichtenportal Mallorca-Services am Freitag (26.11.2021). Der Kegel des Vulkans war in der Nacht zum 18. November erneut eingestürzt, was zu einem Überlaufen des Lavasees geführt hatte.

Die neuen Lavaströme sollen insgesamt 11,60 neue Hektar auf der Kanareninsel zerstört haben. Damit erhöht sich die seit Beginn des Ausbruchs verwüstete Gesamtfläche auf 1.100,44 Hektar, was 1,55 % der Gesamtfläche von La Palma entspricht. Die maximale Front der Lavazungen soll bereits 3.350 Meter breit sein, so das Nachrichtenportal.

Lava fließt aus dem Vulkan Cumbre Vieja. (Archiv)

Vulkanausbruch auf La Palma – Techniker besorgt über Verlauf des neuen Lavastroms

Begonnen hatte der Vulkanausbruch bereits am 19. September. Er war damals zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Insgesamt 59 Tage lang war der Friedhof Los Ángeles in der Gemeinde Los Llanos de Aridane von Lavaströmen bedeckt worden. Der Berg Cogote hatte zwar als Damm gedient, das geschmolzene Gestein hatte ihn jedoch überflutet.

Der Verlauf der neuen Zunge aus magmatischem Material sei für die Techniker besonders besorgniserregend, da sie parallel zum Lavastrom 10 – dem südlichsten – verläuft und in Richtung El Corazoncillo und Las Manchas de Abajo führt, so das Nachrichtenportal Mallorca-Services. Dort gebe es nicht nur eine große Anzahl von Häusern, auch das Gelände sei sehr uneben, wodurch sich die Lava mit größerer Geschwindigkeit bewegen könnte.

Vulkan Cumbre Vieja: Tausende von Hektar durch Vulkanausbruch auf La Palma zerstört

Miguel Ángel Morcuende, technischer Direktor des Kanarischen Vulkan-Notfallplans (Pevolca), wies jedoch darauf hin, dass das Magma zwar sehr flüssig sei, bei seinem Voranschreiten jedoch an Viskosität gewinne, da es auf festes Material treffe. Dadurch werde sein Voranschreiten verlangsamt. Der schon seit zwei Monaten andauernde Ausbruch hat zudem dazu geführt, dass sich die Landfläche der Insel durch in das Meer laufende Lava erheblich vergrößert hat. Analysen zufolge ist die Insel so bereits um 43 Hektar gewachsen.

Seit dem Ausbruch im September wurden insgesamt über 1000 Hektar Land und fast 1500 Gebäude durch die Lavaströme zerstört. Die Pevolca schätzt, dass die von den Lavaströmen betroffene Anbaufläche 340,59 Hektar beträgt. Davon sollen 211,19 Hektar Bananenplantagen sein, 60,02 Hektar Weinberge und 26,4 Hektar Avocadoplantagen. Hinzu kommen 90 Hektar von landwirtschaftlichen Betriebe und weitere 624 Hektar (412 Hektar Bananenplantagen, 128 Hektar Weinberge und 84 Hektar Avocadobäume), die von Asche bedeckt sind.

Vulkanausbruch auf La Palma sorgt für große finanzielle Schäden und Stopp der Flüge

Insgesamt sollen 1484 Gebäude von den Lavaströmen überflutet worden sein, wie die letzte Aktualisierung der Katasterdaten bestätige. Darunter Häuser für die Landwirtschaft, die Industrie, Hotels und Freizeiteinrichtungen und öffentliche Infrastrukturen. Am schwersten betroffen seien jedoch die Häuser für Wohnzwecke – insgesamt 1195 sollen von Lava bedeckt worden sein. Die Schäden für die Insel sollen sich schon jetzt auf rund 700 Millionen Euro berufen, so die Tagesschau.

Der Vulkan Cumbre Vieja, der vor mehr als anderthalb Monaten ausgebrochen ist, ist weiterhin voll aktiv.

Der Vulkanausbruch hate zu Beginn der Woche zudem erneut die Flüge lahm gelegt. Nach Angaben eines Flughafensprechers mussten am vergangenen Samstag (20.11.2021) alle 20 Flüge gestrichen werden, wie die Tagesschau berichtete. Auch am Dienstag (23.11.2021) war der Flugverkehr noch nicht wiederhergestellt worden, so die Nachrichtenagentur Agence France-Press. Wegen des Verdachts, dass giftiger Gase austreten könnten, wenn die Lavaströme das Meer erreichen, hatten die Behörden am Montag (22.11.2021) zudem eine Ausgangssperre verhängt. Diese war am vergangenen Dienstag wieder aufgehoben worden. Laut Pevolka hatte das Eintreffen des Lavastroms im Meereswasser keine Auswirkungen auf die Menschen. (acg)

Rubriklistenbild: © Europa Press/dpa

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