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Kulturszene Frankfurt:

Auf der Suche nach Geldern

Nicht zuletzt die lange historische Tradition der Stadt Frankfurt verpflichtet zum Erhalt der florierenden Kulturszene.

Doch Oper, Theater und Co. sind nicht dafür bekannt, große Gewinne erwirtschaften zu können. So fällt auch im Hinblick auf das kommende Jahr der Blick auf Lösungen der Finanzierung. Einige Modelle davon haben wir bereits in Augenschein genommen. 

Der Anteil der Stadt

Ganz oben auf der Liste steht nach wie vor der Anteil, den die Stadt von sich aus decken möchte. Trotz des etwas schwächeren Wachstums, welches im vergangenen Jahr festgestellt werden musste, sind die Kassen vor Ort nach wie vor prall gefüllt. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt der starke Bankensektor, für den Frankfurt am Main nach wie vor eines der größten Zentren Europas darstellt. Damit stehen der Kommune die notwendigen Mittel zur Verfügung, um in verschiedene Projekte zu investieren.

In den vergangenen Jahrzehnten waren es etwa die großen Renovierungen der Theaterhäuser, die viel Geld in Anspruch nahmen. Doch Experten warnen davor, allein Großprojekte dieser Art mit der Stadtkasse in Verbindung zu setzen. Noch größer ist auf Dauer die Belastung durch den laufenden Betrieb. Hier muss dafür gesorgt werden, dass das Personal der Häuser bezahlt und die Flächen in gutem Zustand sind. Der Verkauf von Tickets, der in vielen Fällen die Haupteinnahmequelle darstellt, ist nur sehr selten dazu in der Lage, diese Aufwendungen tatsächlich abzufedern. 

Persönliche Spender im Fokus

Keineswegs zu unterschätzen ist der Einfluss der Einzelpersonen, die nach wie vor an den Finanzierungen beteiligt sind. Die großen Kulturschaffenden des Landes selbst treten immer wieder als Gönner in Erscheinung. Doch noch wichtiger ist oft das gut betuchte Publikum aus der Frankfurter Oberschicht. Immer wieder sind diese begeisterten Personen dazu bereit, einen Teil ihres Vermögens dem Erhalt des Angebots zukommen zu lassen. Regelmäßige Spenden, über die Oper, Theater und Co. verfügen, tragen einen wichtigen Teil zum Erhalt bei.

Je enger das Band zum Publikum geknüpft werden kann, desto eher werden die kulturellen Highlights in Frankfurt am Main auch am Lebensabend noch einmal bedacht. So ist es immer wieder möglich, einen Teil großer Erbschaften für sich in Anspruch zu nehmen. Für einige kleinere Theater, welche weniger von den Unterstützungen der staatlichen Hand profitieren, handelte es sich in der Vergangenheit um einen entscheidenden Weg, um die eigene Existenz doch sichern zu können. Damit werden die privaten Spender auch in den nächsten Jahren ihrer großen Rolle nachkommen. 

Eine neue Form des Marketings?

Jedem sind die Kampagnen schon einmal aufgefallen, welche die Kulturszene Frankfurt aktuell pflegt. Einerseits wird im Internet versucht, durch gezielte Anzeigen auf sich aufmerksam zu machen. In der Stadt ist es vor allem das Werben mit Plakaten, mit dem versucht wird, die eigenen Angebote wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Die Kampagne wurde so ausgelegt, dass möglichst viele Schichten der Bevölkerung damit in Kontakt kommen können. In den wichtigen Einkaufsstraßen der Stadt sind die Informationen ebenso zu finden, wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Eine Erhöhung der Einnahmen durch teure Tickets kommt für die Veranstalter per se nicht infrage. Sie setzen sich weiterhin das Ziel, die Angebote für alle Schichten der Bevölkerung attraktiv und erschwinglich zu gestalten. Doch zumindest die Zahl derjenigen, die sich in regelmäßigen Abständen für einen Besuch vor Ort begeistern können, soll in der nächsten Zeit weiter wachsen. Neben den neuen Stücken, die für die nächste Spielzeit auf den Plan gesetzt wurden, tragen dazu erhebliche Vergünstigungen bei. Obwohl es kaum möglich sein wird, dass sich das Angebot auf Dauer nur aus sich selbst heraus finanziert, so werden doch wichtige Schritte in diese Richtung unternommen, die den Durchbruch in den nächsten Jahren noch wahrscheinlicher machen sollen. 

Keine Abstriche in der Rezession

Derweil wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass auch das schwächere Wachstum der Wirtschaft nicht auf dem Rücken der Kultur ausgetragen werden soll. Bereits zu den Zeiten der Finanzkrise standen Reserven zur Verfügung, mit denen es möglich war, diesen Mehrwert der Stadt am Leben zu halten. Sollte es zu einem Umschwung der Lage kommen, so möchten die Verantwortlichen weiterhin nach diesem Prinzip handeln. Einsparungen im großen Stil, die das kulturelle Angebot beeinträchtigen könnten, soll es nicht geben. Zu groß sei an dieser Stelle der Einfluss auf die Lebensqualität, wie sie immer wieder mit Frankfurt am Main in Verbindung gebracht wird. 

Casinos könnten sich profilieren

Wie schon in anderen deutschen Städten geschehen könnten sich nun die Casinos mit ihren eigenen Projekten in Szene setzen. Bei den klassischen Vertretern der Branche kommen zwei sehr günstige Faktoren zusammen. Einerseits sind große Flächen vorhanden, die für Lesungen und Ausstellungen genutzt werden können. Gleichsam handelt es sich um einen finanzstarken Partner, der seinerseits gewillt ist, seine Zielgruppe zu vergrößern. Dies liegt nicht zuletzt an der neuen Konkurrenz aus dem digitalen Raum. Online Casinos verfügen über den größeren Komfort und sind dazu in der Lage, ihre Kunden auf diese Weise anzusprechen. Bei der großen Auswahl im Internet sind Ratgeberseiten für seriöse Anbieter in Deutschland eine gute Hilfestellung, um sich für ein passendes Online Casino zu entscheiden. Zudem bieten sie eine klare Übersicht in die aktuelle Lage. 

Doch noch in einer weiteren Hinsicht kommt das hiesige Glücksspiel der Entwicklung der Kulturszene zugute. Die gängigen Lotterien mit staatlicher Beteiligung verfügen über eine Gewinnmarge, die zu Teilen dem öffentlichen Zweck zur Verfügung gestellt werden soll. In den vergangenen Jahren wurden dadurch auch in Frankfurt kulturelle Projekte gefördert. Doch insgesamt handelt es sich bei diesen Mitteln nur um einen Teil dessen, was wirklich notwendig ist, um den kulturellen Konzepten in der Stadt zum Durchbruch zu verhelfen.

Wie diese Betrachtung zeigt, ruht die Finanzierung kultureller Angebote der Stadt nicht nur auf einer einzigen Säule. Was sich zunächst als eine Art der Notlösung entwickelte, präsentierte sich in den letzten Jahren doch als sehr strapazierfähig. Auf dieser Grundlage könnte es somit noch über einen langen Zeitraum möglich sein, die Kulturszene in der Stadt zu stützen. Da so manches Ensemble inzwischen über einen Ruf verfügt, der weit über die Grenzen der Stadt hinausreicht, scheint auch hier für die Zukunft gesorgt zu sein. Es bleibt zu wünschen, dass noch mehr Menschen vor Ort dazu in der Lage sind, den Mehrwert zu erkennen, wie er sich ihnen an dieser Stelle bietet. Denn längst nicht jede Großstadt blickt auf ein so reichhaltiges Angebot.

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