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Beobachter sind alarmiert

Ukraine: Russland schickt Militär an Grenze - „für Putin ist es persönlich“

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Russland baut sich militärisch vor der Ukraine auf. Beobachter aus dem Westen sind alarmiert – und stellen eine überraschende Verbindung her.

  • Beunruhigende Truppenbewegungen: Russland schickt Militär an die Grenze zur Ukraine.
  • Die USA sind alarmiert: Was will Wladimir Putin mit den Truppen erreichen?
  • Auch die NATO zeigt sich aufgrund der Truppenbewegungen Russlands besorgt.

+++ Update, 12.23 Uhr: Die Krise um die Krim spitzt sich wieder zu. Russland baut die militärische Präsenz an der Grenze zur Ukraine aus. Fachleute befürchten einen erneuten Konflikt um die Halbinsel. Das liegt auch laut zweier Experten auch daran, dass Wladimir Putin den Streit mit der Ukraine persönlich nimmt.

„Es gibt keinen Zweifel, dass die Ukraine für Putin das wichtigste noch unvollendete Kapitel seiner politischen Agenda ist“, so Andrew Weiss, Russland-Experte aus den USA, gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Putin habe den Einfluss auf die Ukraine „gleich zweimal“ verloren. Deshalb gebe es durchaus Anlass, besorgt zu sein.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Krim fest im Blick. (Archivbild)

Russland schickt Truppen an die Grenze zur Ukraine

Washington D.C. – Mitglieder des Geheimdienstes und der Regierung aus den USA warnen vor einer Eskalation der Krim-Krise. Grund der Meldungen sind militärische Bewegungen von Russland an der Grenze der Ukraine, wie die New York Times berichtet. Jetzt werden auch Stimmen laut, welche die Entwicklung mit dem Migrationskonflikt zwischen Belarus und der EU in Verbindung setzen.

Bereits im April hatte Russland seine militärische Präsenz um die Ukraine ausgebaut. Die aktuellen Entwicklungen sorgen allerdings für größeren Alarm bei Beobachtern im Westen. Russland hat Panzer, Haubitzen und ballistische Kurzstreckenraketen in Reichweite der Ukraine auf der Krim positioniert, wie ein Bericht des Zentrums für internationale und strategische Studien in den USA meldet.

Drohende Eskalation auf der Krim: USA warnt vor Russland-Ukraine-Konflikt

Die Geheimdienste aus Großbritannien und den USA sind noch nicht sicher, was Russland mit diesen Bewegungen bezwecken will, gehen allerdings nicht von einem Bluff aus, wie die New York Times schreibt. Demnach ist es möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin die Kontrolle über einen größeren Bereich der Ukraine erlangen will. Außerdem steht die Möglichkeit im Raum, dass es darum geht, den Nachbarstaat ausreichend zu destabilisieren, um einer pro russische Regierung an die Macht zu helfen.

NameKrim
Länge200km
Breite325km
Fläche26.844 km²
Einwohnerzahl (2014)2.353.100

„Es ist nicht unvermeidlich, dass der kinetische Konflikt zunimmt, aber alle Voraussetzungen sind gegeben“, kommentierte Frederick B. Hodges die Lage gegenüber der New York Times, und warnte vor Konsequenzen, falls der Westen nicht geschlossen genug auftritt. Hodges war bis 2017 als Kommandant für die Armee der USA in Europa und Russland verantwortlich. Auch der Generalsekretär der NATO zeigte sich besorgt und sagte am Freitag (19.11.2021) in Berlin: „Es ist dringend notwendig, dass Russland Transparenz über seine militärische Aufrüstung zeigt, die Spannungen deeskaliert und abbaut.“

Bereits im April baute sich Russland militärisch vor der Ukraine auf. Aktuelle Entwicklungen sorgen für Alarm bei Beobachtern aus den USA. (Archivbild)

Russland-Ukraine-Konflikt: Beobachter aus den USA über Verbindung zu Belarus

Der militärische Aufbau Russlands an der Grenze zur Ukraine ist besonders im Kontext von weiterem Weltgeschehen interessant. So stellen ehemalige Funktionäre aus den USA eine Verbindung zu den steigenden Energiepreisen in Deutschland und dem Rest von Europa her. Die damit einhergehende Abhängigkeit des Westens von günstiger Energie aus Russland könnte demnach Sanktionen gegen Moskau erschweren, wie die New York Times berichtet.

Darüber hinaus macht Jim Townsend, ein ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter, auf einen möglichen Zusammenhang zur Lage in Belarus aufmerksam. Gegenüber der New York Times sagte er, dass dies eine Ablenkung des Westens sein könnte. „Alle Augen sind auf die belarussische Grenze gerichtet. Währenddessen stellt Putin zusammen, was er seiner Meinung nach braucht, um in die Ukraine zu gehen.“ Ein direkter Zusammenhang zwischen Moskau und Minsk in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen wurde bislang nicht gefunden. (vbu)

Rubriklistenbild: © Alexei Druzhinin

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