Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Deutscher löste einen Brand mit Toilettenpapier aus.
+
Ein Deutscher löste einen Brand mit Toilettenpapier aus.

La Palma

Mit Klopapier Waldbrand entfacht

Ein Deutscher hat auf der Kanaren-Insel La Palma einen Waldbrand mit Toilettenpapier ausgelöst. Bei dem Brand war am Donnerstag ein Mann ums Leben gekommen.

Brennendes Toilettenpapier hat auf der Kanareninsel La Palma einen verheerenden Waldbrand verursacht. Ein als Verdächtiger festgenommener Deutscher habe ausgesagt, im Freien seine Notdurft verrichtet und das benutzte Papier anschließend angezündet zu haben, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil am Donnerstag mit. Bei dem Brand in einer hügeligen Gegend um den Naturpark Cumbre Vieja kam ein 54 Jahre alter Mitarbeiter der Forstbehörde, der bei den Löscharbeiten geholfen hatte, unter bisher unbekannten Umständen ums Leben.

Die Flammen hatten im Süden der bei Touristen sehr beliebten Insel bis Donnerstagvormittag nach Behördenangaben rund hundert Hektar Wald vernichtet. Betroffen war auch der Naturpark. Etwa 700 Menschen, deren Häuser von den seit Mittwoch wütenden Flammen bedroht waren, wurden am Donnerstag vorsorglich in Sicherheit gebracht. Touristen waren vorerst nicht direkt betroffen.

Der unter Verdacht stehende Deutsche hat laut Polizei keinen festen Wohnsitz. Die Zeitung „ABC“ schrieb, er wohne in einer Höhle. Der 27-Jährige war von Beamten auf einer Landstraße in unmittelbarer Nähe des Brandherdes und unweit der Gemeinde Jedey angetroffen und sofort als Verdächtiger festgenommen worden. Er sollte noch am Donnerstag einem Richter in der Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma vorgeführt werden.

Temperaturen bis 37 Grad

Zahlreiche Feuerwehreinheiten kämpften unterdessen weiter gegen die Flammen, die sich wegen starker Winde weiter in Richtung der Gemeinde El Paso ausgebreitet hätten, berichtete das deutschsprachige Online-Magazin „La Palma 24 Journal“. Rauchwolken waren demnach am Donnerstagmittag weithin zu sehen. Das Wanderwegenetz in den betroffenen und gefährdeten Gebieten in El Paso, Fuencaliente und Las Breñas seien inzwischen gesperrt und die dort gelegenen Erholungsparks geschlossen worden.

Für die nächsten 48 Stunden wird auf La Palma ein Anstieg der Temperaturen auf bis zu 37 Grad erwartet, was die Löscharbeiten in der schwer zugänglichen Region zusätzlich erschweren würde. Man hoffe dennoch, das Feuer bis zum Abend unter Kontrolle bringen zu können, sagte die für Sicherheit und Nachhaltigkeit zuständige Stadträtin Nieves Lady Barreto.

Nach ihren Angaben waren 170 Feuerwehrmänner sowie vier Hubschrauber und ein Löschflugzeug im Einsatz. Im Laufe des Donnerstags sollten zwei weitere vom Madrider Umweltministerium entsandte Löschflugzeuge hinzukommen. Ministerpräsident Mariano Rajoy sprach auf Twitter den eingesetzten Einheiten seine Unterstützung und der Familie des Todesopfers sein Beileid aus. La Palma ist die nordwestlichste der im Atlantik liegenden Kanarischen Inseln. Die Unesco hatte La Palma 2002 zum Biosphärenreservat erklärt. (Carola Frentzen und Emilio Rappold, dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare