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Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Naturschützer

Klimawandel bedroht Weltnaturerbe Wattenmeer

Steigende Meeresspiegel könnten großflächige Wattgebiete schon in wenigen Jahrzehnten mitsamt ihrer Tier- und Pflanzenwelt für immer verschwinden lassen.

Naturschützer sorgen sich um den Fortbestand des Ökosystems Wattenmeer. Steigende Meeresspiegel könnten großflächige Wattgebiete schon in wenigen Jahrzehnten mitsamt ihrer Tier- und Pflanzenwelt für immer verschwinden lassen, sagte Harald Förster, Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer, am Donnerstag in Husum. Zwar sei die Region von Dänemark bis zu den Niederlanden seit zehn Jahren als Unesco-Weltnaturerbe geschützt, doch der Klimawandel sei eine besondere Bedrohung.

"Wir freuen uns sehr, dass unsere Region seit 2009 in einem Atemzug mit der Serengeti oder Yellowstone genannt wird", sagte Förster. Leider aber sei dieser einmalige Naturraum in seiner Existenz gefährdet. 40 Millionen Tagesgäste mit all ihren Auswirkungen besuchten jährlich das Wattenmeer - und weitere Steigerungen seien zu erwarten: "Auf Dauer muss sich der Tourismus nachhaltiger entwickeln."

Erste gute Ansätze sieht Förster in neuen Angeboten für den öffentlichen Nahverkehr. Er begrüßte auch Überlegungen in den Niederlanden, aus der Erdgasförderung im Wattenmeer auszusteigen. Sorge bereitet den Wattenmeer-Schützern auch der Bestand vieler Küstenvogelarten, wie Zugvogels Knutt. Förster forderte ein Pestizidverbot im Wattenmeer.

Am 26. Juni 2009 wurden das schleswig-holsteinische, niedersächsische und niederländische Wattenmeer als Unesco-Weltnaturerbe anerkannt. Das hamburgische Wattenmeer folgte im Sommer 2011, der dänische Nationalpark Vadehavet 2014. (epd)

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