Umwelt

Klimaerwärmung trifft auch höhere Lagen in den Alpen

Die Sommer werden durch die globale Klimaerwärmung auch in den Bergen heißer.

Selbst oberhalb von 1000 Metern Höhe werden Temperaturen über 30 Grad häufiger, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervorgeht.

Im schweizerischen Chateau d‘Oex auf rund 1000 Metern Höhe habe es zwischen 1990 und 2019 in 19 Jahren Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad gegeben. In den 30 Jahren zuvor sei dies nur in zwei Jahren der Fall gewesen. Im österreichischen Seefeld in rund 1200 Metern Höhe sei die Zahl der Jahre mit Hitzetagen von 5 auf 13 gestiegen.

Die Gletscher in Österreich verloren seit dem letzten Maximalstand im Jahr 1850 knapp 60 Prozent an Fläche, wie es in einer Mitteilung des DWD heißt. Auch in der Schweiz ziehe sich der eisige Bereich immer mehr zurück: Die mittlere Höhe der Nullgradgrenze im Sommer betrage nun regelmäßig rund 3800 Meter, zwischen 1961 und 1990 seien es noch knapp 3350 Meter gewesen.

Die Entwicklung werde sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen. „Bei weltweit unverändertem Ausstoß von Treibhausgasen werden Sommer, die heute für uns extrem heiß sind, Ende des Jahrhunderts der Normalfall sein“, erklärte der DWD in Offenbach. (dpa)

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