1. Startseite
  2. Panorama

Nach Streit mit Thunberg: Andrew Tate in Rumänien festgenommen

Erstellt:

Von: Caspar Felix Hoffmann, Karolin Schäfer

Kommentare

Andrew Tate ist in Bukarest festgenommen worden. Offenbar hat ein Streit mit Greta Thunberg die Ermittlerinnen und Ermittler auf seine Spur gebracht.

+++ Update vom Freitag, 30. Dezember, 8:05 Uhr: Der umstrittene Influencer und selbsternannte Frauenfeind Andrew Tate ist Berichten zufolge in Bukarest in Rumänien im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Menschenhandels festgenommen worden.

Laut einem Bericht von Antena 3, einem mit CNN verbundenen rumänischen Nachrichtensender, wurden der 36-jährige Tate und sein 34-jähriger Bruder Tristan zunächst 24 Stunden lang festgehalten, nachdem die Behörden eine Razzia in ihrer Luxusvilla durchgeführt hatten. Gegen die beiden wird im Rahmen der Ermittlungen gegen eine Gruppe des organisierten Verbrechens ermittelt, die laut den Behörden Frauen für pornografische Videos ausgebeutet haben soll.

Tates Verhaftung wurde einen Tag nach einem Austausch zwischen Tate und der 19-jährigen Klimaaktivistin Greta Thunberg bekannt gegeben, der auf Twitter viral ging. Andrew Tate und sein Bruder wurden in Chicago in den USA geboren, haben aber beide die britische Staatsbürgerschaft.

Was Greta Thunberg wohl zu dem Beifall der Politiker sagt?
Greta Thunberg, Klimaaktivistin aus Schweden. (Archivbild) © TT/Imago

Andrew Tate: Thunberg kontert provozierenden Tweet eines umstrittenen Influencers

+++ Erstmeldung vom Donnerstag, 29. Dezember, 12:15 Uhr: Berlin – Influencer und ehemaliger US-Kickboxer Andrew Tate fiel in der Vergangenheit bereits mehrfach mit frauenverachtenden Aussagen und Negativ-Schlagzeilen auf. Mit einem Post beim Kurznachrichtendienst Twitter versuchte er nun Klimaaktivistin Greta Thunberg zu provozieren – offenbar ohne Erfolg.

Tate hatte mit der Anzahl seiner Autos geprahlt. „Ich habe 33 Autos“, schrieb er am Dienstag (27. Dezember). „Bitte gib mir deine E-Mail-Adresse, damit ich dir eine vollständige Liste meiner Autosammlung und der enormen Emissionen schicken kann“, fügte der Influencer hinzu und richtete sich damit direkt an die Vorreiterin der weltweiten Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Tate teilte dazu ein Bild, auf dem er neben seinem Bugatti posiert.

Greta Thunberg, Klimaaktivistin aus Schweden. (Archivbild)
Greta Thunberg, Klimaaktivistin aus Schweden. (Archivbild) © Andreas Bardell/imago

Greta Thunberg kontert Andrew Tate: „Ja, bitte kläre mich auf“

Das ließ sich Thunberg allerdings nicht gefallen. „Ja, bitte kläre mich auf“, konterte die 19-Jährige. „Schreib mir an kleinerpenisenergie@hastdunichtsbessereszutun.com“, lautete die deutsche Übersetzung ihres englischsprachigen Tweets. Ihre Reaktion bekam daraufhin großen Zuspruch von der Twitter-Community. Ihr Post hatte am Donnerstag (29. Dezember) mehr als 2,4 Millionen Likes.

„Das könnte der beste Tweet aller Zeiten sein“, kommentierte US-Anwalt George Conway. „1,90 Meter 90 Kilogramm 36-jähriger Typ bricht einen Streit mit 19-jährigem Mädchen vom Zaun und verliert vor 50 Millionen Leuten“, schrieb Drehbuchautor Ed Solomon mit Blick auf die hohe Zahl der Tweet-Ansichten. Inzwischen haben Thunbergs Post mehr als 150 Millionen Menschen gesehen.

Greta Thunberg kontert Andrew Tate: Influencer verhöhnt Klimaaktivistin

„Wie kannst du es wagen?“, reagierte Tate unter Thunbergs Beitrag. In einem daraufhin aufgenommenen Video verhöhnte er die 19-Jährige. Seine Videos zielen immer wieder auf frauenfeindliche Äußerungen und Provokationen ab. Seiner Ansicht nach gelten Frauen als Eigentum des Mannes und Vergewaltigungsopfer trügen eine Mitverantwortung an ihrem Leiden, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Tate tritt heute als Life-Coach auf und gibt in kostenpflichtigen Lektionen jungen Menschen Tipps, um seinen Narrativen nachzueifern. Aufgrund seiner Aussagen wurde sein Twitter-Account gesperrt. Nach der Twitter-Übernahme von Elon Musk Ende Oktober 2022 wurde Tates Profil wieder freigegeben. Bei YouTube, Instagram, TikTok und Facebook bleiben seine Profile aber nach wie vor gesperrt. (cas/kas/dpa)

Auch interessant

Kommentare