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Death Valley kocht

Hitze in den USA: Yosemite-Nationalpark von Bränden bedroht - Temperaturen über 50 Grad

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Extrem hohe Temperaturen machen den Menschen in den USA zu schaffen. Nun breiten sich auch immer mehr Waldbrände aus.

Los Angeles – Nordamerika brennt. Im Westen der USA und Kanadas stehen derzeit mehr als eine Million Hektar Land in Flammen. Besonders betroffen sind dabei die kanadische Provinz British Columbia sowie die US-Bundesstaaten Oregon und Kalifornien.

Dort breitet sich derzeit ein Waldbrand nahe dem berühmten Yosemite-Nationalpark immer weiter aus. Das sogenannte River-Feuer sei rasch auf eine Fläche von 32 Quadratkilometern angewachsen, teilte die Behörde Cal Fire nun mit. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Im Nachbarstaat Oregon verdreifachten sich die Brände auf eine Fläche von mehr als 150.000 Hektar. Das dortige „Bootleg“-Feuer beeinträchtigte auch Energielieferungen nach Kalifornien. Die extreme Hitze, zunehmende Winde, eine geringe Luftfeuchtigkeit und die dürre Vegetation begünstigten die Ausbreitung der Brände.

Waldbrände in Kalifornien: Das Sugar Fire zerstört ein Haus in Doyle.

Hitzewelle in den USA begünstigt Brände

Tatsächlich erreicht die Hitze in den USA derzeit ungeahnte Ausmaße, frühere Rekordtemperaturen werden fast jeden Tag im ganzen Land gebrochen. Besonders extrem ist es im Westen des Landes. Dies gilt besonders für das kalifornische Death Valley, das ohnehin für seine fast schon unmenschliche Hitze berüchtigt ist. Am Furnace Creek wurde nun am Samstag (11.07.2021) die vielleicht höchste jemals gemessene Temperatur verzeichnet. Sollte der Wert von 54,4 Grad Celsius (130 Grad Fahrenheit) bestätigt werden, wäre dies ein neuer Rekord. Die offizielle Unterprüfung könnte allerdings Monate dauern.

Nun geistert allerdings schon seit mehr als 100 Jahren ein noch höherer Wert durch den Raum. Doch die am 10. Juli 1913 ermittelte Temperatur von 56,7 Grad Celsius (134 Grad Fahrenheit) ist unter Fachleuten äußerst umstritten. So ergab eine Analyse des Wetterexperten Christopher Burt aus dem Jahr 2016, dass die Messung nicht mit anderen regionalen Beobachtungen übereinstimmte, weshalb Burt laut New York Times davon sprach, dass sie „aus meteorologischer Sicht unmöglich“ gewesen sei.

Hitzewelle in den USA: Death Valley stellt Rekorde auf

Doch im Grunde ist diese Frage nur zweitrangig. Denn im Death Valley kommen noch zwei andere Werte zum Tragen, die noch aussagekräftiger sind als die Höchsttemperatur:

  • a) die Tagesdurchschnittstemperatur betrug am Sonntag 47,8 Grad Celsius (118 Grad Fahrenheit). Damit gilt der 11. Juli 2021 in Death Valley als der heißeste Tag, der irgendwo jemals gemessen wurde.
  • b) Die Tagestiefsttemperatur lag bei 42,1 Grad Celsius (107,7 Grad Fahrenheit) – auch dies ist ein Rekord.

Doch all dies scheinen nur Momentaufnahmen. So hat der National Weather Service gewarnt, dass einige dieser Rekordhöhen innerhalb weniger Tage erneut erreicht oder wieder übertroffen werden könnten.

Dieser Wert im Death Valley wurde noch nicht bestätigt.

Lytton: Erst Hitzerekord, dann Opfer der Flammen

Erst Anfang Juli hatte eine Hitzewelle den Nordwesten der USA und das westliche Kanada mit Temperaturen bis knapp 50 Grad Celsius erfasst. So waren in der kanadischen Gemeinde Lytton rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver 49,6 Grad gemessen worden. Wenige Tage danach wurde die Ortschaft in einem Flammeninferno fast vollständig zerstört.

Mit einer Durchschnittstemperatur von 22,6 Grad Celsius war der Juni 2021 nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA der landesweit heißeste Juni seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen vor 127 Jahren. Acht US-Bundesstaaten erlebten demnach ebenfalls ihren heißesten Juni. (Christian Stör mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Noah Berger/dpa

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