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Wir wollen das Jahr versöhnlich ausklingen lassen – mit einem Adventskalender für Leib und Seele.
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Wir wollen das Jahr versöhnlich ausklingen lassen – mit einem Adventskalender für Leib und Seele.

FR-Adventskalender (23)

Von Büchern und Pfannkuchen

  • Viktor Funk
    vonViktor Funk
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Oladji sind nicht Bliny.

Soziale Medien können sehr unsozial sein, es sei denn, man verirrt sich in die „LitBubble“. Das ist eine Twitter-Blase aus Menschen, die irgendwas mit Literatur machen, sie schreiben, lesen, rezensieren, empfehlen sich neue und alte Titel gegenseitig und zu Weihnachten tauschen diese Menschen, die sich weitgehend noch nie persönlich begegnet sind, Bücher miteinander (Danke, Max). Diese Blase ist wie ein erholsames Bad von all dem Stress außerhalb, wie ein Erholungsbad in der Literatur, sozusagen.

Und ab und an geht es da auch um Rezepte und Speisen in dieser Bubble, wenn jemand ein Bild postet von dem, was er oder sie gerade zubereitet. Weil es darin schon einige Male zur Verwechslung von dem kam, was ich da manchmal poste, soll das Missverständnis hier mal ein für alle Mal aufgelöst werden: Oladji sind nicht Bliny.

Bliny kennen viele vom Namen her, das ist eine russische Variante der Crêpes. Oladji (ausgesprochen Aladji) oder Aladuschki sind kleiner, dicker, luftiger und – meiner Meinung nach – einfach leckerer. Wenn sie denn gelingen. Ich habe einige zu weiche, zu dicke, zu verbrannte Oladji gebraucht, um sie endlich so zu machen, wie es Großmutter und Mutter machten. Genauer gesagt: Nachdem ich das mir hinterlassene Rezept abgewandelt habe, gelingen sie jetzt endlich. Und zwar so:

Oladji für zwei Personen

250 Gramm Joghurt

ein Ei

ein Esslöffel Zucker

etwas Salz

ein halber Teelöffel Soda

Mehl, gerade so viel, dass der Teig sehr dick bleibt

Die Zutaten werden einfach zu einem Teig zusammen gerührt. Entgegen der Tradition nehme ich Joghurt statt Kefir. Auch stelle ich den Joghurt nicht schon am Abend vorher raus, sondern nehme ihn genauso wie das Ei kalt aus dem Kühlschrank, wenn ich den Teig mache. Ich bilde mir ein, dass der Teig dann besser wird. Rühren nur so lange, wie sich alles halbwegs aufgelöst hat, der Teig darf klumpig aussehen.

Klein, aber fein – der FR-Adventskalender

Das große Festessen – machen wir uns nichts vor – wird’s in diesem Jahr nicht geben. Hervorragend aber soll’s auch in kleiner Runde schmecken: Wir haben Kolleginnen und Kollegen um ihre liebsten Rezepte gebeten, die ein schwieriges Jahr hoffentlich versöhnlich ausklingen lassen. FR

Wenn er zu gut gerührt ist, sehen die Teiglinge zu glatt aus, gehen nicht richtig in der Pfanne auf. Entgegen der Tradition nehme ich auch keine Butter zum Braten, sondern Sonnenblumenöl. Die Pfanne sollte vor der ersten Portion gut erhitzt sein, dann auf etwa zwei Drittel der Hitze runter drehen, etwas Öl rein und Esslöffel große Teigportionen in die Pfanne legen, leicht verteilen. Und dann bei der Pfanne stehen bleiben.

Wenn sich Bläschen im Teig bilden und kleine Löcher aufreißen, die Oladuschki wenden. Man kann mit einer Gabel reinstechen und schauen, ob noch Teig daran klebt, dann noch etwas warten. Uns schmecken sie am besten mit Joghurt oder Schmand und Honig darauf, oder Schokocreme, oder Marmelade. Zitat Kind: „Du musst zuerst den Honig drauf machen, dann den Joghurt, sonst rutscht der Honig hin und her.“ Und weil bald Weihnachten ist, hier noch ein Bonus: Etwas aufwendiger, aber noch leckerer als Oladji sind:

Syrniki für zwei Personen

250 Gramm Hüttenkäse, im Sieb abgetropft

50 Gramm Mehl

ein Ei

ein Esslöffel Zucker

ein halber Beutel Vanillezucker

zwei Esslöffel Paniermehl

20 Gramm Mehl extra

Hier halte ich mich streng an das überlieferte Rezept: Man braucht dafür einen bestimmten Quark, der in Deutschland zum Beispiel in Geschäften mit russischen oder polnischen Lebensmitteln verkauft wird (Tworog), oder man nimmt Hüttenkäse und lässt ihn im Sieb abtropfen.

Alle Zutaten – bis auf die 20 Gramm Mehl, die ich mir auf einem Extrateller bereit stelle, und das Paniermehl – gut miteinander verrühren. Den Teig eine Viertelstunde ruhen lassen, dann etwa Esslöffel große Portionen flach und rund formen, im Mehl und Paniermehl wenden und in einer Pfanne mit Sonnenblumenöl von beiden Seiten backen. Die Syrniki bleiben innen sehr weich und saftig, sollten außen aber goldbraun sein. Am besten schmeckt uns dazu gesüßte Kondensmilch.

Prijatnogo appetita – guten Appetit!

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