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Die Spur muss hier irgendwo sein!
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Die Spur muss hier irgendwo sein!

Spielzeit

Klarer Fall

  • vonHunter & Cron
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Die Fortsetzung des Erfolgsspiels „Detective“ vereinfacht das beliebte Original. Eine Rezension.

Neue Detektiv-Spiele braucht das Land! Nachdem viele Jahre bei diesem Thema auf den Klassiker „Cluedo“ verweisen wurde, hat das Genre in letzter Zeit eine echte Renaissance erlebt. Die neuen Spiele beschränken sich dabei nicht nur auf reine Deduktionsaufgaben alá „Mastermind“, sondern versuchen den Spielerinnen und Spielern das Gefühl zu vermitteln, eine echte Ermittlung zu leiten – Krimis zum Mitmachen sozusagen.

Ein besonders herausragendes Beispiel dieser „neuen“ Detektivspiele erschien im Jahr 2018 beim polnischen Verlag Portal Games und wurde von Pegasus Spiele nun auf Deutsch übersetzt: „Detective – ein Krimibrettspiel“ wurde von Kritikerinnen und Kritikern bereits hochgelobt.

Das Spiel gewann in Frankreich den wichtigsten Spielepreis As D’or und wurde in Deutschland für die Auszeichnung als Kennerspiel des Jahres 2019 immerhin nominiert. Nun erscheint zwei Jahre später mit „Detective – Erste Fälle“ eine neue Version des Spiels. Es handelt sich also nicht um eine Erweiterung, sondern um eine komplette Überarbeitung des Originals. Und diese Überarbeitung hat sich gelohnt, denn das alte „Detective“ war zwar in manchen Punkten revolutionär, doch es gab es auch einige größere Kritikpunkte am Spiel.

Das Prinzip ist das gleiche geblieben. Die Mitspielenden spielen kooperativ und müssen in einer vorgegebenen Zeit einen Kriminalfall lösen. Dazu finden sie „Spuren“, die zu bestimmten Karten eines geheimen Stapels führen. Das Problem dabei: Es gibt nicht genügend Zeit, um alle Spuren zu verfolgen, die Spielerinnen und Spieler müssen ihrer Intuition und ihrem Scharfsinn vertrauen, um die richtigen Spuren von den falschen zu trennen.

Gleichzeitig wird ihnen keine Karte direkt die Lösung verraten, sondern am Ende gilt es aus einer Vielzahl teilweise widersprüchlicher Indizien eine plausible Theorie zu entwickeln, um so die Abschlussfragen richtig zu beantworten. Neben den Spielkarten benutzen die Spielerinnen und Spieler dazu eine eigens programmierte Internetseite.

Bewertung

8,9 von 10 Punkten

PRO:
+ das Spiel verzichtet auf viel unnötigen Ballast der ersten Edition
+ keine komplexe Kampagne, sondern einzelne, abendfüllende Fälle
+ die Fälle lassen sich bei Misserfolg einfach wiederholen
+ das Spiel bietet eine größere Abwechslung durch immer neue Settings
+ das Spielprinzip funktioniert nach wie vor hervorragend.
+ günstiger Preis

CONTRA:
- die Personenkärtchen haben keine eigenen Namen und ähneln teilweise den Fotos der Antaresdatenbank nur entfernt

Auf dieser Webseite können die Spielerinnen und Spieler ebenfalls Akten und Beweismittel finden, sowie Fingerabdrücke und DNA-Spuren speichern und vergleichen. Es gibt wohl kein Brettspiel, dass es auf dieselbe Art schafft, den Spielerinnen und Spielern das wahrhaftige Gefühl zu vermitteln, einen echten Kriminalfall aufzuklären. Und „Detective – Erste Fälle“ erleichtert im Vergleich zur Original-Version noch aus einem weiteren Grund erheblich den Einstieg und den Spielspaß.

Denn jeder der drei enthaltenen Kriminalfälle lässt sich einzeln spielen und steht ganz für sich. Im „Detective“-Original war jeder Fall bloß ein Teil einer sehr komplexen und großen Kampagne, die Spielerinnen und Spieler nur innerhalb einer kurzen Zeit und mit exakt derselben Spielgruppe richtig genießen konnten. Außerdem hatte das Kampagnenspiel damals noch einen weiteren großen Nachteil.

Wurde ein Fall durch die Spielerinnen und Spieler nicht richtig gelöst, mussten sie sich durch das Spiel notgedrungen eine Hilfestellung geben lassen, da es sonst nicht weitergehen konnte – ein durchaus frustrierendes Gefühl des Scheiterns. Im neuen Spiel können nicht gelöste Fälle allerdings ganz einfach wiederholt werden, da sie sich nicht auf eine weitere, große Kampagne auswirken. Zudem gibt es noch weitere kleinere Vereinfachungen, die das Spiel abrunden und es auch „Detective“-Kennerinnen und -Kennern appetitlich machen.

„Detective – Erste Fälle“ ist somit der perfekte Einstieg in die faszinierende Welt der modernen Kriminal-Brettspiele. Wer Blut geleckt hat, kann sich im Anschluss gleich noch an das anspruchsvollere Original herantrauen und wird auch hier nicht enttäuscht werden.

Das Youtube-Video von Hunter & Cron mit Regelerklärung und Fazit gibt es unter youtu.be/3u0ryHmVygA

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