Kein Bock mehr auf die Regenbogenpresse: Prinz Harry und Herzogin Meghan.
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Kein Bock mehr auf die Regenbogenpresse: Prinz Harry und Herzogin Meghan.

Harry und Meghan

Klagen und Ignoranz

Harry und Meghan wollen Boulevardblättern die kalte Schulter zeigen.

Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen keinerlei Anfragen mehr von britischen Boulevardzeitungen beantworten. Das berichteten unter anderem die BBC und der „Guardian“ am Montag. Ein entsprechendes Schreiben sei am Sonntagabend an die Chefredakteure der „Sun“, der „Daily Mail“, des „Mirror“ und des „Express“ gegangen. Anfragen von Journalisten dieser Zeitungen werden demnach künftig sowohl von dem Paar als auch deren Presse-Team ignoriert, heißt es in dem Brief, den die BBC auf ihrer Webseite in voller Länge wiedergab.

Den Schritt begründeten die beiden mit „verzerrter, falscher und grundlos in die Privatsphäre eindringender“ Berichterstattung. Es gehe ausdrücklich nicht darum, Debatten zu unterdrücken oder akkurate Berichte zu zensieren, so das Schreiben. Anfragen anderer Medien würden weiterhin beantwortet, besonders wenn es sich um kleine und neu gegründete Organisationen handle.

Harry und Meghan stehen seit langem mit dem Boulevard auf Kriegsfuß. Meghan klagt derzeit gegen die „Mail on Sunday“, weil das Blatt Auszüge eines persönlichen Briefs der 38-Jährigen an ihren Vater, Thomas Markle, veröffentlicht hatte. Eine Online-Anhörung vor Gericht dazu soll bereits an diesem Freitag stattfinden. Die Zeitung besteht darauf, im Recht zu sein. Meghans Vater hatte angekündigt, zugunsten des Blatts auszusagen. Beobachter befürchten eine Schlammschlacht.

Britische Medien zitierten am Montag bereits aus Gerichtsdokumenten. Unter anderem finden sich der Nachrichtenagentur PA zufolge darin Textnachrichten, die Harry und Meghan wenige Tage vor ihrer Hochzeit im Mai 2018 an Thomas Markle geschickt hatten. Der 75-Jährige hatte wegen Herzproblemen kurzfristig seine Teilnahme an der Traumhochzeit abgesagt. Später beschwerte er sich in Interviews, die beiden hätten sich nicht um seine gesundheitlichen Probleme geschert. Die Textnachrichten legen hingegen nahe, dass sowohl Meghan als auch Harry verzweifelt versuchten, mit Thomas Markle Kontakt aufzunehmen.

Harry reichte im Herbst vergangenen Jahres zudem Klage gegen die Verlage der „Sun“ und des „Mirror“ ein, weil sie angeblich seine Handy-Mailbox abgehört haben sollen. Die Vorwürfe des 35-Jährigen beziehen sich auf eine länger zurückliegende Zeit.

Das Paar hat sich seit diesem Monat aus dem engeren Kreis der britischen Königsfamilie zurückgezogen und bekommt nach eigenen Angaben keine finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand. Unter anderem erhoffen sie sich davon, ihr Privatleben besser vor den Augen der Boulevardmedien schützen zu können. Sie leben laut Berichten inzwischen in Los Angeles. (dpa)

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