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Kein Grimme-Award für Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die Moderatoren der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"

Grimme-Preis

Kein Grimme-Preis für Dschungel-Camp

Das Dschungel-Camp bekommt keinen Grimme-Preis. In der Kategorie Unterhaltung wird dagegen „Switch Reloaded - „Wetten dass..?“-Spezial“ ausgezeichnet, in der Kategorie Fiktion bekommt das DDR-Endzeit-Epos „Der Turm“ einen Grimme-Preis.

Das in der ARD gesendete DDR-Endzeit-Epos „Der Turm“ bekommt einen Grimme-Preis. Ein „schönes, großes Ensemble“ mit Darstellern wie Jan Josef Liefers und Claudia Michelsen werde damit in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet, sagte Uwe Kammann, der Direktor des Grimme-Instituts, am Mittwoch bei der Vorstellung der Gewinner. Insgesamt werden zwölf Produktionen prämiert, die meisten Filme entstanden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Unter den Preisträgern ist auch der ZDF-Film „Der Fall Jakob von Metzler“, der den Entführungsfall des Frankfurter Bankierssohn rekonstruierte. Weitere drei Preise in der Kategorie Fiktion gehen an „Der letzte schöne Tag“ (ARD/WDR), „Das Ende einer Nacht“ (ZDF) und die Serie „Add a friend“, (TNT Serie). In der ersten von einem deutschen Bezahlfernsehsender produzierten Serie spielen soziale Netzwerke eine wichtige Rolle. Das RTL-Dschungel-Camp „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ ging dagegen leer aus.

Starke zeitgeschichtliche Bezüge

Die Nominierung hatte im Vorfeld der Vergabe kontroverse Diskussionen ausgelöst. Erneut wird die NDR-Serie „Der Tatortreiniger“ ausgezeichnet, diesmal für die Folge „Schottys Kampf“ aus dem Neonazi-Milieu. Auch die Macher von „Switch Reloaded – ‚Wetten, dass..?‘ Spezial“ (ProSieben) bekommen einen Preis. Regisseur Matti Geschonneck wird gleich zweimal ausgezeichnet: Zum einen für das Justizdrama „Das Ende einer Nacht“ (ZDF) und mit einer „besonderen Ehrung“ für seine herausragenden Verdienste um das deutsche Fernsehen. Preisgekrönt wird auch Thomas Riedelsheimer für seinen Film „Seelenvögel“ (WDR) über drei an Leukämie erkrankte Kinder.

Weitere Preise in der Kategorie Information & Kultur gehen an „Ein deutscher Boxer“ (ARD/NDR/SWR) über den Ex-Boxprofi Charly Graf, „Vaterlandsverräter“ (ZDF/Arte) und die Reihe „Lebt wohl Genossen“ (ZDF/Arte/RBB). Einen Spezialpreis erhält Bettina Braun für ihre Langzeitbeobachtung von drei jungen Migranten in den Filmen „Was lebst du?“, „Was du willst“ und „Wo stehst du?“.

Grimme-Institutschef Uwe Kammann, sagte, auffallend am diesjährigen Preisjahrgang seien die „starken zeitgeschichtlichen Bezüge, die sogar bis in die Unterhaltung reichen“. Er lobte die „markanten Erzählweisen“ in der Fiktion. Die Dokumentationen zeichneten sich durch „eine intensive Nähe zu den Menschen“ aus. (dpa/epd)

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