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Kardinal Woelki bietet Papst Amtsverzicht als Kölner Erzbischof an

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Der umstrittene Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten, bleibt aber zumindest vorerst im Amt.
Der umstrittene Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten, bleibt aber zumindest vorerst im Amt. © Oliver Berg/dpa

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kehrt aus seiner Auszeit zurück – und bietet gleichzeitig dem Papst seinen Rücktritt an. 

Köln – Der umstrittene Kardinal Rainer Maria Woelki hat dem Papst nach eigenen Worten seinen Amtsverzicht als Kölner Erzbischof angeboten. Der Papst werde zu gegebener Zeit darüber entscheiden, teilte das Erzbistum Köln am Mittwoch (02.03.2022) mit. Zunächst habe der Papst Woelki angewiesen, seinen Dienst als Erzbischof von Köln wie geplant am Mittwoch wieder aufzunehmen.

„Immer und immer wieder habe ich in den vergangenen Monaten – betend und arbeitend – mein Handeln und die Situation in unserem Erzbistum reflektiert und meditiert“, erklärte Woelki in einem zeitgleich veröffentlichten Brief an die Gläubigen zum Aschermittwoch. Bezüglich seines angebotenen Amtsverzichts sei der Papst frei, zu entscheiden, „was dem Wohl der Kirche von Köln am meisten dient“. Die Gläubigen bat Woelki in der Zwischenzeit um Geduld und darum, ihm „noch eine Chance zu geben“.

Kardinal Woelki bietet Papst Amtsverzicht als Kölner Erzbischof an

Woelki hatte 2020 eine Vertrauenskrise im Kölner Erzbistum ausgelöst. Grund war ursprünglich seine Weigerung, ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen zu veröffentlichen. Er führte dafür rechtliche Gründe an. Danach verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Woelki und den Gremien des Erzbistums immer weiter. Papst Franziskus hatte Woelki im September in eine fünfmonatige Auszeit geschickt, nachdem er ihm „große Fehler“ vorgeworfen hatte.

Während seiner Abwesenheit wurde die Hoffnung laut, dass der Kardinal womöglich nicht zurückkehrt und sich damit die Situation entspannt. (dpa/AFP)

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