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Kapstadt

Südafrikanisches Parlament durch Feuer komplett zerstört

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Ein Großbrand hat das Parlamentsgebäude in Kapstadt schwer beschädigt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an. Ein 51-Jähriger wird verhört.

Kapstadt – In Südafrikas Parlament in der Hauptstadt Kapstadt ist am Sonntag (02.01.2022) ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 70 Feuerwehrleute kämpften seit den frühen Morgenstunden gegen die lodernden Flammen. Das Gebäude wurde durch den Brand schwer beschädigt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Die Flammen hätten den Sitz der Abgeordneten „komplett verbrannt“, sagte ein Parlamentssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Das Feuer sei weiterhin nicht unter Kontrolle.

Das Feuer soll zunächst an der Rückseite des Gebäudekomplexes, der die Alte Versammlungskammer und den Nationalrat der Provinzen beherbergt, ausgebrochen sein. Wenige Stunden später sei das Feuer dann auf das Gebäude der Nationalversammlung, in dem das Parlament sitzt, übergegangen, sagte Patricia de Lille, die Ministerin der Provinz für Öffentliche Arbeiten und Infrastruktur. Videoaufnahmen zeigten, wie dicke, schwarze Rauchsäulen aus dem Gebäude aufstiegen.

Südafrika: Großbrand zerstört das Parlament in Kapstadt – Polizei verhört 51-Jährigen

Das Dach des Alten Plenarsaals sei eingestürzt, während einige Mauern des Regierungskomplexes große Risse aufwiesen, hieß es. Das Parlamentsgebäude beherbergt viele nationale Artefakte. Es sei noch unklar, ob auch diese beschädigt worden seien, sagte ein Mitglied des städtischen Sicherheitskomitees, JP Smith.

Nach Angaben des Rettungsdienstes der Stadt Kapstadt gab es keine Verletzten. Ein 51-jähriger Mann werde in Zusammenhang mit dem Feuer vernommen, sagte die Polizei. Die Brandursache blieb am Sonntag unklar. Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Flammen schlagen aus einem Gebäude des südafrikanischen Parlaments, in dem am Sonntagmorgen (02.01.2022) ein Feuer ausgebrochen ist.

Südafrika: Präsident Cyril Ramaphosa äußert sich zu Großbrand im Parlament

Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem verheerenden Ereignis. Weil einen Tag zuvor die Trauerfeier für den verstorbenen anglikanischen Erzbischof und weltbekannten Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu in Kapstadt stattgefunden hatte, war Ramaphosa noch in der Stadt.

„Der Erzbischof wäre ebenfalls erschüttert gewesen, denn dies ist ein Ort, für den er betete, den er unterstützte und als Hort unserer Demokratie sah“, sagte der Präsident vor laufenden Kameras. Das Parlament liegt nur wenige Meter von der St.-Georgs-Kathedrale entfernt, in deren Mausoleum Tutus Asche am Sonntagmorgen beigesetzt wurde. (acg mit dpa)

Rubriklistenbild: © Jerome Delay/dpa

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