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Fangschiff geht im Atlantik unter: Zahl der Toten steigt

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Von: Alina Schröder, Delia Friess

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Das Fangschiff „Villa de Pitanxo“ vor dem Schiffsunglück vor der kanadischen Küste.
Das Fangschiff „Villa de Pitanxo“ vor dem Schiffsunglück vor der kanadischen Küste. © picture alliance/dpa/Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung via AP | Uncredited

Vor der Küste Kanadas sinkt in der Nacht zum Dienstag ein spanisches Fangschiff. Nun werden weitere Tote geborgen, elf Besatzungsmitglieder sind noch vermisst.

Update vom Mittwoch, 16.02.2022, 8.31 Uhr: Nachdem ein spanisches Schiff für den Fischfang im Atlantik vor der Ostküste Kanadas untergegangen ist, wurden nun weitere Opfer gemeldet. Bisher seien zehn Tote geborgen worden. Weitere elf der insgesamt 24 Besatzungsmitglieder würden noch vermisst. Darüber informiert die spanische Zeitung La Voz de Galicia unter Berufung auf die Behörden. Lediglich drei Männer hätten am Vortag mit einer starken Unterkühlung geborgen werden können. Angesichts des extrem kalten Wassers und der stürmischen See vor der Küste Neufundlands gab es für die Seeleute nur geringe Überlebenschancen.

Warum der in Galicien startende 50 Meter lange Hochseetrawler „Villa de Pitanxo“ unterging, ist weiterhin ungeklärt. Expertinnen und Experten schließen allerdings nicht aus, dass eine Ladung bei starkem Wellengang verrutscht und somit das Schiff zum Sinken gebracht haben könnte.

Fangschiff im Atlantik untergegangen: Vier Tote und zahlreiche Vermisste

Update vom Dienstag, 15.02.2022, 18.00 Uhr: Vier Menschen sind nach jetzigem Stand sind bei dem Untergang des spanischen Fangschiffes im Atlantik gestorben – mindestens 17 weitere werden vermisst. Drei Menschen sind laut dem Kapitänleutnant von den kanadischen Streitkräften Brian Owens von einem Rettungsfloß geborgen worden. Das teilte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstag (15.02.22) mit. „Wir haben Hoffnung, dass andere noch am Leben sind“. 

Allerdings könne das Wetter am Unglücksort zur Herausforderung werden: vor der kanadischen Insel Neufundland ist die Sichtweite niedrig und die Wellen sind bis zu vier Meter hoch, sagte der Kapitänleutnant. Das erschwere die Suchaktion mit Flugzeug, Helikopter und einem Schiff der Küstenwache.

Die drei Überlebenden wurden unterkühlt in einem Rettungsboot gefunden, wie die Behördenvertreterin Maica Larriba aus Pontevedra in Spanien, der Heimatregion des Trawlers, im spanischen Rundfunk sagte. Die Rettungskräfte fanden den Angaben zufolge noch zwei leere Rettungsboote und suchten am Dienstag nach einem vierten.

Fangschiff im Atlantik untergegangen: Behörden befürchten zahlreiche Tote

Erstmeldung vom Dienstag, 15.02.2022, 15.48 Uhr: Madrid/Terranova – Vor der Küste der kanadischen Insel Neufundland ist ein spanisches Fangschiff untergegangen. Laut den örtlichen Behörden müsse mit mehreren Toten gerechnet werden. Mindestens vier Leichen seien bereits am Dienstag (15.02.2022) im äußerst kalten Wasser des Atlantiks geborgen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf den spanischen Seerettungsdienst.

Isabel Rodríguez, eine Sprecherin der spanischen Regierung, sagte derweil vor Journalist:innen in Madrid, dass man bisher nur wisse, dass zahlreiche Tote erwartet werden. Demnach seien nur drei Besatzungsmitglieder bisher lebend und stark unterkühlt geborgen worden.

Crew verschwunden: Spanisches Schiff geht vor Neufundland unter

Nach verschiedenen Angaben aus Spanien waren zum Zeitpunkt des Unglücks zwischen 22 und 24 Seeleute an Bord des aus Galizien im Nordwesten Spaniens stammenden Schiffes „Villa de Pitanxo“. Demnach seien 16 Crewmitglieder aus Spanien. Der Rest der Besatzung soll aus Peru und Ghana stammen.

Schweres Schiffsunglück im Atlantik nahe Kanada: Crewmitglieder verschollen

Das Schiffsunglück habe sich in der Nacht zum Dienstag (15.02.2022, gegen 6.00 Uhr MEZ) ereignet, hieß es außerdem. Über die Ursachen des Unglücks wurde vorerst nichts bekannt. An der Rettungsaktion nehmen nach spanischen Medienangaben mehrere Schiffe und Hubschrauber des kanadischen Seerettungsdienstes sowie auch einige Fischerboote unter anderem aus Portugal und Spanien teil.

Jüngst war es zu einem schweren Schiffsunglück vor der schwedischen Küste in der Ostsee gekommen. Seit dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe wurden zwei Menschen vermisst. (df/dpa)

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