In Altofonte auf Sizilien müssen 1700 Menschen ihre Häuser verlassen, als die von starken Winden angefachten Flammen sich der Stadt nähern
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In Altofonte auf Sizilien müssen 1700 Menschen ihre Häuser verlassen, als die von starken Winden angefachten Flammen sich der Stadt nähern

Italien

Kampf gegen Hochwasser und Waldbrände zugleich

Unwetter mit Regen und Sturm im Norden und heftige Feuerschäden auf Sizilien.

Italien leidet unter den Folgen von Extremwetter-Lagen. In Südtirol und in Venetien kämpften Sicherheitskräfte am Montag gegen die Folgen der enormen Regenmassen des Wochenendes, wie italienische Nachrichtenagenturen berichteten. In der Nacht war die Brennerautobahn A22 zwischen Bozen Süd und San Michele gesperrt worden, weil die Etsch die Hochwasser-Alarmstufe überschritten hatte. Am frühen Montagmorgen hatte sich die Unwetterlage entspannt und die Strecke konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.

In der Stadt Klausen in Südtirol war die Feuerwehr die Nacht über im Noteinsatz. Hunderte Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen oder sich in obere Stockwerke in Sicherheit zu bringen. Dort führte der Eisack Hochwasser. Die Behörden rechneten nach Medienberichten auch in Klausen mit einer deutlichen Entspannung.

Dagegen traf der Katastrophenschutz in Verona in Venetien Vorkehrungen, um der anrollenden Flutwelle der Etsch zu begegnen. In dem Fluss würden Hunderte von Bäumen angeschwemmt, die der Sturm umgekippt hatte, hieß es.

Bei dem Unwetter in vielen Teilen Italiens war am Sonntag in der Toskana ein Baum auf ein Zelt in Marina di Massa gekippt, zwei Schwestern im Alter von drei und 14 Jahren starben.

Auf der Mittelmeerinsel Sizilien in Altofonte bei Palermo waren Feuerwehrleute am Montag weiter im Einsatz, um die Reste von Waldbränden zu löschen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Die Feuer, die vermutlich am Samstag an mehreren Stellen ausgebrochen waren und rund 200 Hektar Wald verkohlten, hatten den Ort in Gefahr gebracht. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser räumen, durften aber nach Angaben der Agentur Adnkronos wieder zurückkehren. Am Montag waren die Flammen unter Kontrolle. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Brandstiftung. (dpa)

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