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Designierte US-Vizepräsidentin

Kamala Harris posiert auf „Vogue“-Cover – Foto sorgt für Diskussionen

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
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Kurz bevor Kamala Harris ihr Amt als Vizepräsidentin antritt, hat sie sich für die „Vogue“ ablichten lassen. Nun gibt es Ärger.

  • Kamala Harris wird die erste Vizepräsidentin der USA mit schwarzer Hautfarbe. Sie wird die Stellvertreterin von Joe Biden.
  • Bevor Biden als US-Präsident vereidigt wird, steht Harris in der Öffentlichkeit. Die 56-Jährige erschien auf der Titelseite des Magazins „Vogue“.
  • Die Auswahl des Fotos sorgt derzeit für Ärger – und für eine Diskussion um Respektlosigkeit.

New York – Kamala Harris wird schon bald die mächtigste Frau der USA sein. Sie ist die designierte Vize-Präsidentin des Landes. Gemeinsam mit Joe Biden will sie die USA, nach vier Jahren unter Donald Trumps Präsidentschaft, zu alter Stärke führen. Wenige Tage vor der Amtseinführung von Biden hat sich Harris für das Magazin „Vogue“ ablichten lassen. Eine Ehre, die bislang nur First Ladies, wie Melania Trump oder Michelle Obama, zuteil wurde. Über das Titelfoto ist nun eine Diskussion entbrannt. Zentraler Streitpunkt: Respektlosigkeit.

Kamala Harris ist designierte Vizepräsidentin der USA. (Archivfoto)

Künfige Vize-Präsidentin Kamala Harris auf der Vogue-Titelseite – in Chucks

Respektlosigkeit spielt in diesem Streit aus zweifacher Perspektive eine Rolle. Grundlage dessen ist eine Absprache, die offenbar nicht eingehalten wurde. Kamala Harris‘ Team ist nicht mit der Auswahl des Titelfotos durch die „Vogue“-Verantwortlichen einverstanden. Offenbar war ein anderes Foto vereinbart worden. Auf dem Bild, was die Titelseite der Februar-Ausgabe ziert, ist Harris légère gekleidet, trägt sogar Chucks, Schuhe der Marke Converse. Im Wahlkampf war Harris des Öfteren in solchen Outfits aufgetreten.

Dennoch zeigte sich das Harris-Team unzufrieden damit. Wie die Nachrichtenagentur „AP“ als auch der US-Journalist Yashar Ali berichten, sei ein Foto, auf dem die designierte US-Vizepräsidentin einen blauen Blazer trägt, vereinbart worden. Dies sollte einen staatstragenden Eindruck erwecken. Die „Vogue“ kommentierte den Zwist wie folgt: Man habe sich für das informellere Motiv entschieden, da die Aufnahme Harris „authentische, zugängliche Art“ zeige. Diese halte die Redaktion für eines der Markenzeichen der künftigen Biden-Harris-Administration.

Kamala Harris: Vernichtende Reaktionen auf Vogue-Cover

Es sei „respektlos“, die künftige Vizepräsidentin so darzustellen, empört sich zudem Aktivistin Charlotte Clymer auf Twitter. Die Reaktionen auf das „Vogue“-Coverfoto fielen allgemein ähnlich vernichtend aus. Die „Washington Post“ verglich die Fotoauswahl damit, Jemanden beim Vornamen zu nennen, ohne davor danach zu fragen. „Nichts an dem Cover sagt ‚Wow‘“ heißt es im „Post“-Kommentar.

Die „Vogue“ betonte zusätzlich, dass man beide Cover in der Online-Ausgabe veröffentlichen werde, „als Antwort auf den Ernst des historischen Moments und die Rolle, die sie auf dem Weg in die Zukunft“ der USA zu spielen habe.

Tyler Mitchell ist der Fotograf, der Kamala Harris im Auftrag der „Vogue“ fotografierte. Er stellte bei Twitter klar, dass das staatstragende Motiv, „sein“ Motiv sei. Mitchell ging im Jahr 2018 als erster schwarzer Titelfotograf in die Geschichte der „Vogue“ ein, als er Sängerin Beyoncé fotografierte. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © Cheriss May/AFP

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