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USA

Bluttat in Kalifornien: Joe Biden ruft Kongress zu Verschärfung des Waffenrechts auf

  • Moritz Serif
    VonMoritz Serif
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In Kalifornien sterben nach einem Schusswaffenangriff neun Menschen. Unter den Toten ist der mutmaßliche Schütze. Der Vorfall heizt die Waffendebatte in USA erneut an.

Update vom Donnerstag, 27.05.2021, 07.15 Uhr: Der Schusswaffenangriff in einem Straßenbahn-Depot der kalifornischen Großstadt San José heizt den politischen Streit um Waffenrechte in den USA neun an. „Dies passiert wieder und wieder“, sagte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom mit Blick auf die häufigen Fälle von Waffengewalt in dem Land. Es müsse sich dringend etwas ändern.

Unterdessen sprach US-Präsident Joe Biden den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und ordnete an, die Flaggen auf halbmast zu setzen. „Es gibt jetzt mindestens acht Familien, die nie wieder ganz werden“, sagte Biden und erinnerte an mehrere Schießereien in den vergangenen Wochen und Monaten in verschiedenen US-Bundesstaaten. Erneut rief er den Kongress dazu auf, Schritte zu einer Eindämmung der „Epidemie der Waffengewalt“ in den USA zu unternehmen.

Auch Nancy Pelosi äußerte sich. Als Kalifornierin sei sie persönlich tief erschüttert, sagte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses. „Die Waffengewalts-Krise bringt Familien und Gemeinden im ganzen Land unfassbaren Kummer und Schmerz“, sagte die Top-Demokratin im US-Kongress. 40.000 Menschen in den USA würden im Jahr durch Waffen ums Leben kommen. „Untätigkeit ist keine Option“, sagte Pelosi.

Mehreren Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Schützen um einen 57-jährigen Mann, der von Nachbarn als Eigenbrötler beschrieben wurde. Er soll Waffen und Munition besessen haben. Die Ex-Ehefrau des Tatverdächtigen sagte dem San Francisco Chronicle, dass der Mann kaum Freunde hatte und leicht wütend wurde. Der Angreifer nahm sich nach Angaben der Polizei das Leben.

Ein Mann hat an einem Zugdepot San José acht Menschen getötet.

Kalifornien: Acht Menschen sterben nach Schusswaffenangriff

Erstmeldung vom Mittwoch, 26.05.2021: San José - Bei dem Schusswaffenangriff im kalifornischen San José sind nach Angaben der Polizei acht Menschen getötet worden. Wie der Polizeivertreter Russell Davis am Mittwoch mitteilte, wurde auch der mutmaßliche Angreifer selbst getötet. Er war demnach ein Angestellter des Straßenbahn-Depots, in dem die Schüsse gefallen waren.

„Ich kann bestätigen, dass es im Moment acht Opfer gibt, die für tot erklärt wurden“, sagte Davis vor Journalisten. „Und es gibt einen Verdächtigen, der für tot erklärt wurde.“ Die Zahl der Toten könne aber noch steigen. Davis bestätigte auch, dass der Verdächtige ein Angestellter des Straßenbahn-Depots war. Er machte zunächst aber keine Angaben dazu, wie der mutmaßliche Angreifer zu Tode kam.

Kalifornien: Acht Menschen sterben nach Schüssen

Polizei und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. „Wir stehen in engem Kontakt mit der örtlichen Polizei und beobachten die Situation“, schrieb Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom im Kurzbotschaftendienst Twitter. San José liegt südlich von San Francisco.

In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Schusswaffenangriffen. Pistolen und Gewehre sind in dem Land weit verbreitet. Versuche einer Verschärfung des sehr lockeren Waffenrechts sind immer wieder gescheitert. Präsident Joe Biden, der sich für Reformen stark macht, bezeichnete Waffengewalt im Land kürzlich als „Seuche“. (mse mit afp)

Rubriklistenbild: © Noah Berger/dpa

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