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Autorin, Juristin und vom Land nicht gerade begeistert: Juli Zeh.

Schriftstellerin

Juli Zeh empfindet Dörfer als rückständig

Die Juristin und Schriftstellerin Juli Zeh kritisiert die "Rückständigkeit" in ländlichen Regionen, betont aber auch die positiven Seiten des Zusammenlebens auf dem Land.

Die deutsche Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh (44) sieht bei Werten in der Erziehung auf dem Land einen Nachholbedarf. „Hier draußen sagen Eltern noch zu ihren Kindern: „Hör auf zu heulen, sonst fängst du dir eine.“ Da gibt es noch ein paar Jahrzehnte Rückstand in der Entwicklung bestimmter Werte“, sagte die Schriftstellerin, die seit Jahren in einem Dorf in Brandenburg lebt, der „Basler Zeitung“.

Zudem wachse die Fremdenfeindlichkeit. „Ich weiß (...) von Freunden aus anderen Dörfern, dass sich die Offenherzigkeit beim Äußern von Fremdenfeindlichkeit um den Faktor 10 000 multipliziert hat.“

Zugleich betonte sie positive Seiten des Zusammenlebens in ländlichen Regionen. „Auf dem Dorf weiß man noch, was Hilfsbereitschaft und Loyalität bedeuten. Die Bindungen zwischen den Menschen sind stark.“ (dpa)

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