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Ex-Außenminister Joschka Fischer.

BMW-Werbespot

Joschka Fischer irritiert mit Autowerbung

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Der BMW-Werbespot mit dem früheren Außenminister ist ein Hit auf Youtube. Seine früheren Gefolgsleute von den Grünen sind allerdings nicht begeistert.

Schon ehe das Auto zu sehen ist, ertönt eine raue Baritonstimme: „Wunderschönes Fahrgefühl“. Der Wagen gleitet hinter ein paar Sträuchern entlang. „Ich bin beeindruckt“. Schnitt.

Jetzt ist der Fahrer in Nahaufnahme zu sehen: Ein korpulenter Herr fortgeschrittenen Alters, mit breitem, durchaus spitzbübischem Lächeln. Dann erst erscheint die Schrift im Bild: „Joschka Fischer und sein neuer BMW i3“. Das kleine Kurzfilmkunstwerk über die „VIP Abholung im BMW Werk Leipzig“ ist auf Youtube ein Hit.

Mehr als 200.000 Nutzer wollten es schon sehen. Tendenz steigend. Das Gefährt des einstigen grünen Superstars ist mit Elektrizität getrieben und daher für ihn „das erste Auto des 21. Jahrhunderts!“, das seine Wurzel nicht mehr im vorigen habe. Und außerdem macht es Spaß. Fischers Lächeln lässt keinen Zweifel daran.

Aber wahrscheinlich liegt nicht falsch, wer dem alten Fuchs unterstellt, dass ihm so sehr wie das Fahren der Gedanke an seine alten Freunde und Feinde Spaß bereitet, die „Joschka“ als Werbestarlet für die Automobilindustrie ziemlich abgeschmackt finden. Oder eben typisch. Die „taz“ hat angemerkt, dass Fischer für einen Konzern werbe, dessen Eigner mit Großspenden für CDU und FDP in die Schlagzeilen geraten seien, nachdem die Bundesregierung auf Druck der Autolobby schärfere Klimaschutzauflagen der EU verhindert habe.

Die Antwort gibt der Politiker a.D. im Firmenvideo: Seine wunderbare Kiste ist nämlich ein Elektroauto und außerdem in Leipzig produziert. Öko und Osten – wenn das keine Argumente sind. Ob die Werbung Joschka Fischers Idee war? Die Firma teilt ergänzend mit dass er „als Berater für BMW“ arbeite. Deshalb habe er für seinen Auftritt kein Honorar und für seinen neuen Wagen keinen Rabatt erhalten. Wieviel verdient er als Berater? Kein Kommentar. Ist auch nicht nötig. Oder?

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