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Corona-Impfung mit Johnson & Johnson
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Eine Arzthelferin verabreicht den Impfstoff von Johnson & Johnson. (Archivfoto)

Corona-Variante

Omikron: Booster-Impfung mit Johnson & Johnson – Studie zu Wirksamkeit überrascht

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die Empfehlungen zum Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson gehen auseinander. Doch wie wirkt das Vakzin gegen die Omikron-Variante? Eine Studie liefert Antworten.

Johannesburg – In Deutschland breitet sich aktuell die hochinfektiöse Omikron-Variante* des Coronavirus aus. Die neueste Mutation von Sars-CoV-2 gilt als hochinfektiös. Vor diesem Hintergrund erhalten Booster-Impfungen derzeit eine zusätzliche Bedeutung. Denn die Drittimpfung kann für Schutz vor Omikron sorgen.

Allerdings hängt das vom jeweiligen Corona-Impfstoff* ab. Eine Studie hat die besten Booster-Kombinationen untersucht.* Neben Vakzinen, wie von Biontech/Pfizer* oder Moderna*, kam auch das Mittel des US-amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson* in Deutschland zum Einsatz. Forscherinnen und Forscher aus Südafrika haben nun untersucht, wie wirksam der J&J-Impfstoff gegen die Omikron-Variante ist.

Omikron: J&J-Impfstoff wirkt gegen Variante

Die vorläufigen Ergebnisse der Analyse zeigen eindeutig: Eine Booster-Impfung mit dem Vakzin schützt relativ gut vor der Corona-Mutation*. Dem Mittel wird demnach eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent bescheinigt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Johnson & Johnson-Impfstoff ein sogenannter Vektorimpfstoff ist, welcher lediglich einfach verabreicht wird, ganz im Gegenteil zu mRNA-Vakzinen, die zwei Mal gespritzt werden. Die Booster-Impfung mit J&J ist somit die Zweitimpfung.

In Deutschland werden die Bürgerinnen und Bürger derzeit dazu aufgerufen, sich boostern zu lassen. (Symbolfoto)

Laut Angaben des medizinischen Forschungsrates von Südafrika, der hinter der Studie steckt, wurde die Booster-Impfung mit dem amerikanischen Impfstoff an 69.000 Menschen getestet. Die Probandinnen und Probanden zählten allesamt zu medizinischem Personal. Ihr Immunsystem wurde in einer Zeit untersucht, in welcher der Omikron-Anteil unter den Corona-Infektionen in Südafrika bei rund 98 Prozent lag (15. November bis 20. Dezember).

Corona-Impfung: Impfstoff von Johnson & Johnson für Entwicklungsländer relevant

Die Ergebnisse der Studie wurden jedoch noch nicht von außenstehenden Forscherinnen und Forschern begutachtet. Sie dienen somit noch nicht für medizinische Empfehlungen.

Die Tatsache, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson ein Vektorimpfstoff ist, macht das Mittel insbesondere für Entwicklungsländer interessant. Die Forscherinnen und Forscher betonten in ihrer Studie, dass vor allem Staaten des afrikanischen Kontinents stark von den Erkenntnissen profitieren können. Der J&J-Wissenschaftler Mathai Mammen erklärte, die Untersuchung zeige, dass das Vakzin „über die Zeit stark und stabil bleibt, auch gegen zirkulierenden Varianten wie Omikron und Delta“.

Eine kleine Studie des Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston weist darauf hin, dass eine Booster-Impfung mit dem J&J-Vakzin nach zwei Impfdosen von Biontech/Pfizer mehr Schutz gegen schwere Covid-19-Erkrankungen bieten könnte als drei Biontech/Pfizer-Dosen. Nach drei Dosen Biontech/Pfizer nahmen demnach die Antikörper deutlich zu, gingen allerdings innerhalb weniger Wochen auch wieder zurück. Nach einer J&J-Boosterimpfung sei das Niveau der Antikörper nach vier Wochen hingegen deutlich höher gewesen, schilderten die Studienautoren. Allerdings waren nur 65 Probanden an der Untersuchung beteiligt.

Im Vergleich zu den genannten Forscherinnen und Forschern empfiehlt eine US-Behörde den Impfstoff von Johnson & Johnson nicht.* Das Vakzin sei schuld an zahlreichen Todesfällen, hieß es. (tu/AFP) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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