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Moderator Jörg Kachelmann während eines Pressetermins zur MDR-Talkshow Riverboat.
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Jörg Kachelmann soll als Experte vor den Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfahlen treten.

Hochwasserkatastrophe

Jörg Kachelmann sagt zur Flutkatastrophe in NRW aus – Landesregierung unter Druck

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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Wetterexperte Jörg Kachelmann soll vor dem Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe in NRW erscheinen. Seine Aussage könnte die Landesregierung belasten.

Düsseldorf – Vor knapp vier Monaten ereignete sich das Jahrhundert-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen. Mehr als 180 Menschen in NRW und Rheinland-Pfalz verloren dabei ihr Leben, es entstanden Schäden in Milliardenhöhe. Der Landtag will die Katastrophe nun in einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten. Mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der westfälischen Landesregierung, bestehend aus CDU und FDP, sollen aufgedeckt werden.

Unter den ersten Zeugen befindet sich auch Wetterexperte Jörg Kachelmann. Der ehemalige Fernsehmoderator hatte einen Tag vor der Katastrophe in NRW einen Tweet abgesendet, in welchem er warnte, es werde „womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten.“

Kachelmann und weiter Fachleute sagen aus: Hat die Landesregierung etwas zu verbergen?

Am Freitag (26.11.2021) gegen 16.30 Uhr wird Kachelmanns Anhörung stattfinden. Kurz zuvor soll die britische Hydrologie-Professorin Hannah Cloke im Untersuchungsausschuss befragt werden. Cloke hatte an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS mitgewirkt und nach der Flutkatastrophe den Behörden ein „monumentales“ Systemversagen vorgeworfen. Medienberichten zufolge sei es noch unklar, ob auch der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski, aussagen wird. Er habe dem seine Teilnahme am Ausschuss noch nicht bestätigt.

Die SPD wirf der Landesregierung die Blockade der Hochwasser-Untersuchungen vor. Die Ausschussmitglieder hätten bis heute noch immer nicht die vollständigen Akten erhalten, „obwohl alle wissen, wie hoch das Aufklärungsinteresse ist“, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty im Gespräch mit der Tageszeitung Neue Westfälische.

CDU und FDP würden bei der Aufklärung der Katastrophe „so gut wie gar nicht“ mitarbeiten, heißt es. Das werfe die Frage auf, ob die aktuelle Landesregierung etwas zu verbergen hätte, so der Oppositionsführer. Allein der Respekt vor den Opfern der Katastrophe gebiete es eigentlich, dass die Landesregierung alles unternehme, um diese Sache jetzt schnell aufzuklären. (aa/dpa)

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