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Vermisstensuche nach Hochhauseinsturz

Mehr als 60 Leichen in Miami geborgen

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die Suche nach Vermissten in den Trümmern des eingestürzten Hochhauses in Miami wurde eingestellt. Die Zahl der Todesopfer steigt.

  • In Miami kam es Ende Juni zu einem Wohnhauseinsturz.
  • Nun wurden die Suchmaßnahmen eingestellt. Die Bürgermeisterin nennt Details.
  • Seitdem werden dutzende Menschen vermisst. Die Zahl der Todesopfer steigt.

Update von Freitag, 09.07.2021, 08.15 Uhr: Seit dem Unglück vor zwei Wochen haben die Einsatzkräfte dutzende Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der nahe Miami gelegenen Stadt Surfside geborgen. Abgesehen von einem Jungen, der am Tag des Einsturzes gerettet wurde, konnten sie aber keine Überlebenden mehr aufspüren. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg zuletzt auf 64, vermisst wurden noch 76 Menschen. Es ist allerdings noch nicht vollkommen sicher, ob sie sich alle tatsächlich zum Unglückszeitpunkt in dem Hochhaus aufhielten.

Unter den Opfern des Hochhauseinsturzes in Florida sind Angehörige des Präsidenten von Paraguay, Mario Abdo Benítez. Die Einsatzkräfte in Surfside hätten die sterblichen Überreste der Schwägerin des Präsidenten sowie deren Ehemann und ihres jüngsten Sohnes gefunden, sagte ein Regierungsvertreter am Donnerstag (08.07.2021) in der Hauptstadt Asunción. Demnach werden zudem die zwei Töchter des Paares sowie das Kindermädchen vermisst.

Einsatzkräfte auf der Suche nach Vermissten in Miami.

Update von Donnerstag, 08.07.2021, 08.30 Uhr: Die Suche nach Überlebenden nach dem Einsturz eines Wohnhauskomplexes in Miami wurde nun eingestellt. Wie örtliche Behörden mitteilten, gehe man mittlerweile davon aus, nur noch Leichen aus den Trümmern bergen zu können. Daniella Levine Cava, Bürgermeisterin des Bezirks, sagte, dass alle Ressourcen für den Rettungseinsatz ausgeschöpft worden seien.

Die Suche nach Überlebenden am Unglücksort in Miami wurde eingestellt.

Die Entscheidung sei „extrem schwer“ gewesen, so Cava. „Wir alle haben Gott um ein Wunder gebeten“, sagte sie weiter. In den vergangenen Stunden habe man acht weitere Leichen gefunden, hieß es. Die offizielle Zahl der Toten liegt damit bei 54. 86 Menschen werden noch vermisst.

Update von Samstag, 03.07.2021, 19.45 Uhr: Die Einsatzkräfte, welche im zum Teil eingestürzten Hochhaus nach Überlebenden suchen, können lediglich weitere Leichenfunde vermelden. Daniella Levine Cava, Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, bezifferte die Zahl von Todesopfern auf bisher 22. Weiterhin als vermisst gelten 126 Menschen. Allerdings ist nicht von allen gesichert, dass sie sich zur Zeit des Einsturzes im Gebäude befunden hatten.

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Gleichzeitig gab Levine Cava bekannt, dass auch der noch stehende Gebäudeteil abgerissen werden soll. Dies bedeutet, dass alle Bewohner:innen des Hochhauskomplexes ihre Wohnungen verlieren werden. Als Begründung nannte Levine Cava eine „Gefahr für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit“. Das Gebäude sei nicht stabil und müsse demnach vollständig abgerissen werden.

US-Präsident Joe Biden besucht Einsturzort in Florida

Erstmeldung von Freitag, 02.07.2021, 09.00 Uhr: Miami – US-Präsident Joe Biden hat rund eine Woche nach dem Einsturz eines zwölfstöckigen Hochhauses in Maimi (Florida) den Ort des Unglücks besucht. Dabei sprach er mit Angehörigen. „Sie gehen durch die Hölle“, sagte Biden im Nachgang. Er betonte, dass die Angehörigen wüssten, dass die Überlebenschance jeden Tag mehr schwinde und damit „realistisch“ umgingen, so der US-Präsident.

Trauer und Hoffnung: Angehörige stehen vor einer Wand mit Steckbriefen vor dem eingestürzten Hochhaus in Florida.

„Es ist schlimm, jemanden zu verlieren. Aber das Schwierige, das wirklich Schwierige, ist, nicht zu wissen, ob jemand überlebt hat oder nicht“, erklärte der 78-Jährige in Miami.

Hauseinsturz in Miami: 18 Menschen tot aus Trümmern geborgen

Bevor sich Biden an die Presse wandte, ließ er sich von den Einsatzkräften über den aktuellen Stand informieren. Demnach wurden bislang 18 tote Menschen aus den Trümmern des eingestürzten Hauses geborgen. Darunter befanden sich laut Angaben der Behörden zwei Kinder. Derzeit werden noch fast 150 Menschen vermisst.

US-Präsident Joe Biden besuchte den Unglücksort des Hauseinsturzes in Miami.

Am Donnerstag (30.06.2021) mussten die Bergungsarbeiten unterbrochen werden, da die Statik des eingestürzten Hauses für Probleme sorgte. Es drohte weitere Einsturzgefahr, wie Daniella Levine, Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, erklärte. Alan Cominsky, Leiter der örtlichen Feuerwehr, betonte, dass Fachleute den Zustand des Gebäudes kontinuierlich überwacht hätten und, dass der Suchstopp unausweichlich sei. Nach mehreren Stunden wurde die Suche nach Vermissten schließlich fortgesetzt.

Joe Biden lobte das Engagement der Einsatzkräfte: „Was sie tun, ist unglaublich.“ Der Einsatz sei nicht nur gefährlich, sondern auch eine enorme psychische Belastung. Zuvor hatte Feuerwehrmann Cominsky erklärt, dass man in den Trümmern unter anderem „menschliche Überreste“ gefunden habe. Diesen seien jedoch noch nicht identifiziert worden.

Miami: Fachleute warnten vor Mängeln am eingestürzten Haus

Vor wenigen Tagen war zudem ein Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich geworden, nachdem zahlreiche Medien in den USA darüber berichtet hatten. Darin warnten Fachleute vor Mängeln an der Statik des Wohnkomplexes, welcher auch als Champlain Towers South bekannt ist. Im Bericht verwiesen die Expertinnen und Experten unter anderem auf Mängel am Beton des Gebäudes und listeten Maßnahmen auf, die bei einer Sanierung nötig seien.

Bislang ist unklar, was das Haus zum Einsturz brachte. Als eine mögliche Erklärung sehen Fachleute die Witterung und die extreme Hitze an, die zurzeit in den USA herrscht. Die Ermittlungen laufen. (tu mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Pedro Portal/AP/dpa

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