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Joe Biden
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Joe Biden besteht bei seiner Entscheidungsfindung auf Details. Die New York Times beschreibt das als „Besessenheit“.

US-Präsident

Frischer Wind im Weißen Haus: Joe Biden rastet oft aus

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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Mitarbeiter im Weißen Haus bezeichnen Joe Biden als „besessen“ von Details. Das ist nichts Schlechtes.

Washington D.C. – In einem ausführlichen Porträt der New York Times beschreiben zwei Dutzend ehemalige und aktuelle Mitarbeiter den Regierungsstil von Joe Biden. Der Präsident der USA unterscheidet sich darin stark von seinem Vorgänger Donald Trump, gerade bei der Entscheidungsfindung agieren die beiden sehr unterschiedlich.

Joe Biden soll laut seinen Mitarbeiter:innen nahezu „besessen“ von Details sein. „Schnelle Entscheidungsfindung ist nicht Bidens Stil“, erzählt man über den Präsidenten der USA. Seinen Entschlüssen sollen „stundenlange, detailreiche Debatten mit zahlreichen politischen Experten“ vorausgehen. Dabei steht das Ergebnis im Vordergrund, Biden lässt sich nicht von der Suche nach einer Lösung ablenken. So soll er bei Telefonaten gelegentlich den Hörer auflegen, wenn er denkt, dass jemand seine Zeit verschwendet.

Joe Biden will sich gut vorbereiten – und erwartet das gleiche von Berater:innen

Bidens Versessenheit auf Details führt dazu, dass ihm seine Mitarbeiter:innen alle möglichen Fragen beantworten müssen – laut der New York Times nehmen diese Fragen manchmal obskure Züge an. Das erfordert gute Vorbereitung. „Du wirst hyper-vorbereitet“, sagte Dylan Loewe, ehemaliger Redenschreiber von des Präsidenten. „Du musst jede erdenkliche Frage beantworten, die ihm einfällt.“

Und wer nicht gut genug vorbereitet ist, bekommt Ärger. Die New York Times will in ihrem Artikel Klartext reden: Biden rastet oft aus, schreibt die Zeitung. So soll Joe Biden angeblich den Gesundheitsminister der USA, Xavier Becerra, „ausgepeitscht“ haben, als dieser nicht ausreichend vorbereitet war, wie zwei anonyme Quellen sagten. Becerra konnte dem Präsidenten nicht genug Fragen zu den Möglichkeiten der Gesundheitsbehörde beantworten, die Betreuung von Migrantenkindern zu übernehmen.

Joe Biden und seine Versessenheit auf Details nach Trump ungewohnt

In den sozialen Medien äußern viele User Kritik am Artikel. Dass ein US-Präsident „Tage oder Wochen“ für Entscheidungen brauche, sei normal. Auch dass Biden sauer wird, wenn Berater:innen nicht gut vorbereitet sind, sei eigentlich von einem Präsidenten zu erwarten, dessen Entscheidungen eben weitreichende Folgen für die USA und die Welt mit sich tragen. Außerdem ist es nicht so, als würde der Präsident die USA in ihrem Handeln verlangsamen: Stattdessen war er in den ersten Wochen seiner Amtszeit ziemlich fleißig.

Nach vier Jahren Donald Trump ist es vielleicht etwas ungewohnt, das Weißen Haus jemand sitzt, der seine Entschlüsse genau überlegt und mit Experten abspricht. Und nicht „auf etwas reagiert, was er bei Fox News gemocht hat“, wie Nobelpreisträger Paul Krugman auf Twitter schreibt. (Sebastian Richter)

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