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Demonstranten haben sich in Aden versammelt, um gegen die Regierung von Jemen zu protestieren.
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Demonstranten haben sich in Aden versammelt, um gegen die Regierung von Jemen zu protestieren.

Protest

Jemen: Demonstrierende stürmen Präsidialpalast ohne Widerstand

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Während Protesten im Jemen sind Demonstrierende in ein Regierungsgebäude vorgedrungen. Sie wollten ein Zeichen gegen die schlechten Bedingungen setzen.

Aden – In Aden im Südjemen haben zahlreiche Menschen am Dienstag (16.03.2021) gegen die sich verschlechternden Lebensumstände innerhalb des Landes protestiert. Sie drangen dabei in einen Gebäudekomplex der Regierung vor. Die Demonstranten seien ohne Widerstand auf das Gelände des Präsidialpalastes gelangt, berichten Augenzeugen.

Kurz darauf sei Polizeichef Mutahir al-Schwaibi eingetroffen und habe die Demonstranten überredet, das Gelände zu verlassen, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ aus Regierungskreisen erfuhr. Mehrere Minister der Regierung seien zum Zeitpunkt des Protests auf dem Gelände des Präsidialpalastes gewesen, hieß es. 

Jemen: Menschen klagen über schlechte öffentliche Dienstleistungen

Aden dient als vorübergehende Hauptstadt des Jemen, seit die Huthi-Rebellen im Jahr 2014 den Norden einschließlich der Hauptstadt Sanaa überrannten. In den vergangenen Wochen zogen die Demonstrierenden in Aden bereits mehrfach auf die Straße, um gegen die schlechten Lebensverhältnisse zu protestieren. Am Dienstag (16.03.2021) demonstrierten Berichten zufolge unter anderem Pensionäre des Militärs, die von der Regierung eine Begleichung ausstehender Zahlungen fordern. Die Menschen klagen zudem über schlechte öffentliche Dienstleistungen, Stromausfälle und steigende Preise.

Jemen – Konflikt zwischen Regierung und Übergangsrat

In der strategisch wichtigen Stadt schwelt zugleich der Konflikt zwischen der jemenitischen Regierung und dem sogenannten Südlichen Übergangsrats (STC). Die Separatisten vom STC haben mehrfach gedroht, sich vom Nordjemen abzuspalten. Im April 2020 hatten sie Aden eingenommen und dort vorübergehend die Selbstverwaltung ausgerufen.

Unter Vermittlung Saudi-Arabiens wurde eine Einheitsregierung gebildet, die zu gleicher Zahl aus Vertretern des Nordens und Südens besteht. Damit verbunden ist die Hoffnung, die beiden Lager im Kampf gegen die schiitischen Huthi-Rebellen wieder zu vereinen. Auch US-Präsident Joe Biden will sich der „humanitären Katastrophe“ im Jemen annehmen. (marv/dpa)

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