Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Ivanka Trumps initiiertem Projekt „W-GDP“ zur globalen Entwicklungförderung von Frauen sind offenbar massive Fehler in der Verteilung von Geldern gemacht worden. (Archivbild)
+
In Ivanka Trumps initiiertem Projekt „W-GDP“ zur globalen Entwicklungförderung von Frauen sind offenbar massive Fehler in der Verteilung von Geldern gemacht worden. (Archivbild)

Bericht von US-Untersuchungsorgan

Ivanka Trump: Vorzeige-Projekt zur Förderung von Frauen weist gravierende Mängel auf

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
    schließen

Das von Ivanka Trump initiierte Projekt zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft gerät massiv unter Druck. Eine beauftragte Agentur soll bei der Umsetzung große Fehler begangen haben.

Washington/Frankfurt – In Ivanka Trumps initiiertem Projekt „W-GDP“ zur globalen Entwicklungsförderung von Frauen sind offenbar massive Fehler in der Verteilung von Geldern gemacht worden. Dies berichtete die US-amerikanische Zeitung „Politico“. Das Government Accountability Office (GAO), ein überparteiliches Untersuchungsorgan in den USA, das staatliche Vorhaben auf Effizienz, Korruption und fehlerhaftes Management untersucht, hat dazu einen Bericht herausgegeben.

Die Initiative „W-GDP“ (Women’s Global Development and Prosperity) für globale Entwicklung und Wohlstand von Frauen war im Februar 2019 unter Ivanka Trump, der Tochter und ehemaligen Beraterin von Donald Trump, ins Leben gerufen worden. Bis 2025 will das Projekt 50 Millionen in der Wirtschaft tätige Frauen in „Entwicklungsländern“ erreichen und diese bei der Gründung eines Unternehmens finanziell fördern. Nur wenige Wochen vor der offiziellen Verkündung der Initiative, im Januar 2019, hatte das Weiße Haus ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, das Frauen in der Wirtschaft unterstützen sollte (Women’s Entrepreneurship and Economic Empowerment, kurz: WEEE).

Umgesetzt wurde das Projekt unter anderem von der Agentur USAID (United States Agency for International Development), eine US-amerikanische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in Washington. Gemäß dem WEEE-Gesetz ist USAID dazu aufgefordert, jährlich 265 Millionen US-Dollar für die Unterstützung von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen bereitzustellen.

Agentur macht Fehler bei Verteilung der Gelder in Ivanka Trumps Projekt zur Förderung von Frauen

Laut GAO sollen aber bei der Umsetzung von Ivanka Trumps Projekt massive Fehler seitens der Behörde USAID gemacht worden sein. Demnach konnte USAID nicht sagen, welcher Anteil der Gelder an finanziell schwache Frauen ging, sowie an Unternehmen verteilt wurde, die sich im Besitz von Frauen befinden und von diesen geführt werden. Außerdem fehlten USAID generelle Kenntnisse darüber, welche Unternehmen überhaupt von Frauen geführt würden, so GAO. Allein 2019 soll USAID mindestens 19 neue Empowerment-Programme für Frauen auf den Weg gebracht haben.

Neuigkeiten zu Ivanka Trump

Trump-News: Alle Informationen rund um die Familie des ehemaligen US-Präsidenten auf unserer Themenseite.

„USAID hat nicht die nötigen Informationen festgelegt und gesammelt, die zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen der Zielausrichtung erforderlich sind“, heißt es in dem Bericht, unter anderem weil 26 der 47 USAID-Büros auf der ganzen Welt es nicht schafften, Umfrageantworten zur Verteilung der Mittel zu erhalten.

Die GAO-Prüfung basierte auf offiziellen Finanzkonten und Interviews mit USAID-Mitarbeitern in 11 Ländern. In dem Bericht wurde festgestellt, dass einige der Probleme im Zusammenhang mit der Misswirtschaft der zugewiesenen Mittel auf das Jahr 2015 zurückgehen, bevor das WEEE-Gesetz in das Gesetz aufgenommen wurde. Das Weiße Haus soll bei der Umsetzung des Projekts nur eine begrenzte Kontrolle über USAID gehabt haben, so „Politico“.

Ivanka Trumps Initiative zur Förderung von Frauen: Richtlinien zur besseren Umsetzung des Projekts

GAO sprach sechs Empfehlungen für die Behörde USAID aus, um das Projekt korrekt umzusetzen. Diese Empfehlungen konzentrierten sich auf die Einrichtung neuer interner Prozesse, die „angemessene Sicherheit“ dafür bieten können, dass das vom Kongress zugewiesene Geld auch wirklich an die beabsichtigten Empfänger geht. USAID habe alle sechs Empfehlungen akzeptiert, wie „Politico“ berichtete. Colleen Allen, stellvertretende Verwaltungsassistentin bei USAID, sagte in einer schriftlichen Antwort auf den GAO-Bericht, die Agentur habe bereits einige der Empfehlungen teilweise umgesetzt und die Notwendigkeit einer besseren frühzeitigen Planung erkannt.

Die demokratische Abgeordnete Lois Frankel, Mitautorin des WEEE-Gesetzes, sagte gegenüber „Politico“: „Solange die Ergebnisse des GAO weiterhin enttäuschend sind, enthält das WEEE-Gesetz eine Berichtspflicht, damit der Kongress die Umsetzung dieses wichtigen Gesetzes weiterhin überwachen kann“ Sie fügte hinzu, dass sie erfreut war, dass USAID die Empfehlungen des GAO akzeptierte, so „Politico“. (Anna Charlotte Groos)

Beim „Global Women‘s Forum“ in Dubai Anfang 2020 trat Ivanka Trump als eine der Hauptrednerinnen auf. Dabei lobte sie die Frauenrechte im Nahen Osten wie etwa in Saudi-Arabien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare