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Gegen Donald Trumps Tochter

Ivanka Trump „nicht erwünscht“ in New York: Schmäh-Plakate aufgetaucht

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner wollen nach New York zurückkehren. Doch dort scheint die Tochter von US-Präsident Donald Trump nicht länger erwünscht.

  • Ivanka Trump will ihr Image nach der Pleite ihres Vaters Donald Trump bei der US-Wahl 2020 retten.
  • In New York sind Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner jedoch offenbar nicht mehr willkommen.
  • Überall in New York tauchen Plakate auf, die Ivanka Trump verschmähen und als in der Stadt unerwünscht bezeichnen.

Update vom 30.11.2020, 16.00 Uhr: Ivanka Trump, die Tochter des abgewählten Präsidenten Donald Trump, dürfte in New York kein warmer Empfang nach ihrem Rückzug aus der Metropole erwarten. In der Stadt verteilt hängen Poster mit der Aufschrift „Nicht erwünscht“ über einem Bild von Ivanka Trump.

Im Stil eines „Wanted“-Posters aus der Zeit des sogenannten Wilden Westens gehalten sind außerdem vermeintliche Merkmale Ivankas aufgelistet: Ihr vornehmer Akzent sei künstlich, hinter ihren Augen verberge sich nur Leere.

Ivanka Trump: Hinter den Schmähplakaten stecken zwei Comedians

Hinter dem PR-Stunt stecken die Comedians Jason Selvig and Davram Stiefler. Sie greifen damit Kritik an Ivanka Trump aus Teilen der New Yorker Oberschicht auf. Beim TV-Sender CNN monierte Jill Kargman, Donald Trump habe sich mehrfach schlecht über New York als Stadt geäußert, was eine Rückkehr seiner Familie in die Stadt besonders erschweren würde.

Das Comedian-Duo machten bereits vor einigen Tagen mit einer anderen Aktion von sich reden: Sie waren dem Kampagnenteam von Trump zuvorgekommen und hatten die Internetseite DonaldJTrump2024.com gekauft. Darauf platzieren Selvig und Stiefler seitdem freilich keine Werbung für eine Wiederwahl des scheidenden Präsidenten bei der nächsten US-Wahl 2024, sondern reichlich spöttische Botschaften. So wollen sie laut eigenem Bekunden auf der Videoplattform „TikTok“ Trump dazu bewegen, seine Wahlniederlage endlich öffentlich einzugestehen.

Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner wollen offenbar nach New York zurückkehren. (Archivfoto)

Ivanka Trump und Jared Kushner: In New York sind sie nicht mehr erwünscht

Erstmeldung vom 28.11.2020, 15.45 Uhr: New York – Für die Zeit nach der Präsidentschaft ihres Vaters Donald Trump hatte Ivanka Trump das Ziel, sich in der High Society New Yorks zu etablieren und zum Star zu werden. Ganz so einfach lassen sich die Pläne von Ivanka Trump allerdings nicht in die Tat umsetzen – ganz im Gegenteil. In ihrer liberalen Heimat sind sie und ihr Ehemann Jared Kushner in Ungnade gefallen. Nun kämpft Ivanka Trump in der letzten Amtsphase noch um ihr Image.

Ivanka Trump: Tochter von Donald Trump kämpft in New York um ihr Image

„Das ist deren Problem“, soll Jared Kushner im August gesagt haben, als New York um Hilfe in der Corona-Pandemie bat. „Freie Märkte werden das regeln. Das ist nicht die Aufgabe der Regierung.“ Der Stadt fehlte es vor allem an Schutzausrüstung für Krankenhäuser, wurde entgegnet. „Das ist CNN-Bullshit. Sie lügen“, so Kushner. So bedenklich seine Haltung in der Pandemie ist, steht sie sinnbildlich für eine Politik des Weißen Hauses, die in New York alles andere als positiv aufgenommen wird.

Lange Zeit galt das Paar als „softere Seite des Trumpismus“. Wie Jared Kushner, nahm auch Ivanka Trump im Weißen Haus eine Rolle als Beraterin ein. Sich von der Politik ihres Vaters Donald Trump distanzieren kann sie jedoch aus politischen wie familiären Gründen nicht. Wie jüngeren Tweets der Trump-Tochter zu entnehmen ist, betreibt sie fleißig Schadensbegrenzung und preist die vermeintlichen Errungenschaften in Wirtschaft und Umwelt von Donald Trump an.

Ivanka Trump preist Errungenschaften an - und ignoriert die Waldbrände

So präsentierte sie Stolz den „Fakt“, dass der Ausstoß von Treibhausgasen aus den USA das niedrigste Level seit mindestens drei Jahrzehnten erreicht hätte. Dass die desaströse Antwort der US-Regierung auf die Corona-Pandemie maßgeblich dazu beigetragen hat und gleichzeitig eine Vielzahl an Waldbränden im Westen des Landes wütete, ließ Ivanka Trump außen vor. Ein CNN-Moderator machte sie auf ersteres aufmerksam und führte sie auf Twitter vor.

Ivanka Trump in Ungnade gefallen: Pläne der Tochter von Donald Trump nun gefährdet

Am Dienstag (24.11.2020) hatte der Aktienindex Dow Jones erstmals einen Stand von 30.000 Punkten erreicht. Donald Trump beanspruchte den Erfolg für sich, seine Tochter beglückwünschte ganz Amerika. Dass der Schwung daraus folgte, dass das Team von Joe Biden die Amtsübernahme eingeleitet hatte und er die zukünftige Finanzministerin der USA ernannte, erwähnte Ivanka Trump ebenfalls nicht.

Dass die Versuche von Ivanka Trump, ihr Image noch zu retten, auch fruchten, ist sehr unwahrscheinlich. In New York scheint man sich über die künftige Bedeutungslosigkeit der Präsidenten-Tochter und ihres Partners einig zu sein. „Ich sehe keinen Hinweis dafür, dass sie zurückkommen oder, dass sie hier willkommen werden“, sagte die Journalistin Andrea Bernstein gegenüber der britischen Zeitung „The Guardian“.

„Tschüss, Ivanka“: Tochter von Donald Trump fällt in Ungnade

Der ehemalige Stratege der Republikaner und Mitgründer des Trump-kritischen „Lincoln Project“ Steve Schmidt zeigte ganz offen, was er von Ivanka Trump hält: „Tschüss, Ivanka. Du wirst von den Leuten geliebt werden, die du verachtest und von denen verachtet, von denen du geliebt werden willst“, schrieb Schmidt Tage nach der US-Wahl auf Twitter. „Das Schicksal will, dass du deine Jahre als alternde, korrupte, bösartige Barbie verbringst; den Preis dafür bezahlst, was du getan hast.“

Dass Ivanka Trump und Jared Kushner in New York nicht mehr allzu willkommen sind, wird ihnen klar sein. Deshalb will das Berater-Paar von Donald Trump womöglich ganz andere Pläne abseits der Stadt verfolgen. In New York würde Ivanka Trump vor allem im Mittelpunkt polizeilicher Ermittlungen stehen – gegen sie und ihren Vater Donald Trump wurden Vorwürfe wegen Steuerbetrugs laut. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Al Drago/Imago Images

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